Rotraut Neubauer kommt mit vielen neuen Ideen

Werner Steinhart

Von Werner Steinhart

Mi, 12. September 2018

Ühlingen-Birkendorf

Schulleiterin der Schlüchttal-Schule willkommen geheißen / Einzugsgebiet erweitert sich um drei Orte.

ÜHLINGEN-BIRKENDORF/GRAFENHAUSEN. "Wir haben ein Jahr lang gewartet. Die Vakanz hat nun zu Ende." Mit diesen Worten hieß Bürgermeister Tobias Gantert als Schulträger der Schlüchttal-Schule die neue Rektorin Rotraut Neubauer am ersten Schultag nach den Ferien willkommen.

Gleichzeitig begrüßte Tobias Gantert die 25 neuen Fünftklässler der Werkrealschule, die aus Ühlingen-Birkendorf, Grafenhausen und erstmals auch aus Bonndorf, Wutach und Bettmaringen ins Schlüchttal kommen. Er sagte: "Schön, dass ihr euch für die Schlüchttal-Schule entschieden habt."

Amtskollege Christian Behringer aus Grafenhausen fügte hinzu: "Dies zeigt die Wichtigkeit dieser Schulart in der Region." Er erinnerte an die Zusage des Schulamtes Lörrach, dass die Schlüchttal-Schule Bestandsschutz habe. Für die Schüler aus Bonndorf und Wutach wurde extra ein Direktbus zur Schule nach Ühlingen eingerichtet. Die beiden Bürgermeister freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit mit der neuen Schulleiterin Rotraut Neubauer.

Dass sie in den vergangenen zwei Wochen viele engagierte Menschen angetroffen habe, darüber freut sich Rotraut Neubauer. Auch sie hieß die neuen Fünftklässler willkommen und wünschte ihnen ebenso Menschen, die ihnen helfen und sie unterstützen. "Für euch beginnt wie für mich etwas Neues", machte sie deutlich.

Ein bereits teilweise bekanntes Terrain

Für Rotraut Neubauer ist das Obere Schlüchttal nicht unbekannt. Sie begann vor 19 Jahren ihre berufliche Laufbahn in Grafenhausen und wechselte nach drei Jahren an die Grundschule Bonndorf. Aus familiären Gründen wechselte sie nach Kirchheim unter Teck, wo sie zuletzt Konrektorin an einer Grundschule war. Nach dem Tod ihrer Mutter wollte Rotraut Neubauer zurück in den Schwarzwald und bewarb sich um die Stelle der Schulleiterin an der Schlüchttal-Schule, die nach dem Weggang von Henning Zillessen ein Jahr lang vakant war.

Für Rotraut Neubauer ist die Werkrealschule eine Schulart mit einem wertvollen Konzept, insbesondere für die ländlichen Regionen. Sie schätzt die Praxisnähe der Schule. So bestehe die Möglichkeit, vor der Berufswahl Praktika in örtlichen Betrieben zu absolvieren. Sie strebe weiterhin eine enge Zusammenarbeit mit örtlichen Betrieben und Gewerbevereinen an und findet in der Schlüchttal-Schule eine umfangreiche Berufsorientierung vor, auch im Zusammenhang mit den Bildungspartnern. So sei es für die Schüler von Vorteil, eine gute, wohnortnahe und individuelle Schulbildung zu erhalten. Die Werkrealschule decke eine große Bandbreite ab. Dies bedeute, dass je nach Fähigkeiten die Möglichkeit für die Schüler bestehe, nach der Werkrealschule an eine weiterführende Schule zu wechseln.

Rotraut Neubauer: "Ich wollte eine Schule finden, um etwas bewegen zu können." Sie komme mit neuen Ideen. Doch möchte sie die Schule nicht umkrempeln und so stehe das Ziel, Positives zu bewahren, zu optimieren und auszubauen im Mittelpunkt.