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11. Januar 2009 17:11 Uhr

Rümmingens Bürgermeisterin Meier übt Kritik

Auf Umfahrung will man nicht länger warten

Auf ein gutes Jahr mit Blick auf einige Höhepunkte schaute beim Neujahrsempfang in Rümmingen Bürgermeisterin Daniela Meier zurück. Allerdings übte sie heftige Kritik daran, dass es in Sachen Ortsumfahrung keine Fortschritte gegeben hat.

  1. Rümmingens Bürgermeisterin Daniela Meier ehrte Uwe Leistikow und Claudia Weber für ihr Engagement (von links nach rechts). Foto: Maier

"Kurzum, ein gutes und interessantes Jahr für Rümmingen. Es war reich an Emotionen, musikalischen Höhepunkten und sportlichen Höchstleistungen", resümierte Bürgermeisterin Daniela Meier beim Neujahrsempfang in der einmal mehr brechend voll besetzten Gemeindehalle. Um allerdings auch gleich eine Einschränkung zu machen: "Das Jahr 2008 war aber in einem Punkt für uns wieder ernüchternd: Stichwort Ortsumfahrung!", hieß die Bürgermeisterin zwei in vorderster Reihe sitzende Gäste nicht nur willkommen, sondern nahm sie gleichzeitig auch in die Pflicht: Ulrich Lusche (CDU) und Rainer Stickelberger (SPD), die beiden Landtagsabgeordneten. Sie sollen mithelfen, den seit Jahrzehnten gehegten Wunsch nach weniger Verkehr im Ort in möglichst absehbarer Zeit auch Wirklichkeit werden zu lassen.

"Ärgerlich" – so die Bürgermeisterin – sei die Situation, "weil wieder ein Jahr vergeudet wurde" – zwar nicht von Abgeordnetenseite, "sondern vom Landkreis Lörrach". "Ärgerlich, weil wir auf der einen Seite noch nie so nah dran und doch so weit weg von einer Realisierung sind", wie die Bürgermeisterin ihren Frust erst gar nicht verhehlen wollte. "Es braucht keine hellseherischen Fähigkeiten, um sich auszumalen, dass die jetzt fließenden Milliarden in den nächsten Jahren – vermutlich schon ab 2011 – wieder eingespart werden", verwies Daniela Meier auf die verpasste Chance, die Umfahrung Rümmingens nicht mit eingepackt zu haben in die bereits geschnürten Konjunkturpakete von Bund und Land, die sich auch auf Maßnahmen im Straßenbau beziehen.

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Überhaupt hätte man nicht nur in Bezug auf die Teilumfahrung im Süden, sondern auch hinsichtlich der Gesamtumfahrung eine klare Aussage, wie es um die Realisierung bestellt ist, forderte Meier. Vom Landkreis wolle man daher endlich eine "qualitativ gleichwertig" ausgearbeitete Planung für die Variante "Tieflage". Denn es müssten endlich entscheidungsreife Unterlagen auf den Tisch. Zumal seit mehr als 30 Jahren geplant und vertröstet werde und die Stimmen der lärm- und abgasgeplagten Bürger sowie die Bitten und Forderungen des Gemeinderates ignoriert würden.

Nur am Rande streifte Daniela Meier das anderer Großprojekt, die Tonwerke-Entwicklung. Hier verwies das Ortsoberhaupt auf die Bürgerinformation am kommenden Mittwoch, 14. Januar. Sie beginnt um 20 Uhr und findet in der Gemeindehalle statt.

Autor: mm