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16. August 2012

Der Planung muss schnell die Planfeststellung folgen

Umgehungsstraße: Bürgermeisterin Daniela Meier gibt Landrätin Marion Dammann Hausaufgaben mit vom Besuch in Rümmingen.

  1. Mit einer Schlemmerkiste frischem Bauernbrot, Marmorkuchen und Likör vom Bruckrainhof bedankte sich Bürgermeisterin Daniela Meier (links) bei Landrätin Marion Dammann für deren Antrittsbesuch. Das Kreisoberhaupt trug sich ins offizielle Gästebuch der Gemeinde ein. Foto: Marco Schopferer

RÜMMINGEN (mfs). Heiße Eisen in sachlich-freundlicher Atmosphäre diskutiert: Beim Antrittsbesuch der neuen Lörracher Landrätin Marion Dammann in Rümmingen besprach man offen die verkehrstechnischen Probleme, unter denen das Dorf seit langem leidet.

Die Chemie zwischen Bürgermeisterin Daniela Meier und der neuen Landrätin Marion Dammann stimmt. "Sehr geehrte Frau Landrätin, liebe Marion" begrüßte Daniela Meier das neue Kreisoberhaupt in ungewohnter Vertraulichkeit. Routiniert und in freundlicher Atmosphäre arbeite man daraufhin in eineinhalb Stunden Knackpunkte ab, die das Dorf teils schon seit Jahrzehnten bewegen.

Ganz oben stand natürlich die Dorfumfahrung. Im Landratsamt steht man mittlerweile wohl hinter dem Projekt, die Vergabe der Planungsverträge soll noch in diesem Herbst ergehen, sicherte die Landrätin zu.

Meier pochte darauf, dass den Planungen aber möglichst schnell auch ein offizieller Planfeststellungsbeschluss folgen müsse. Und ob es unter der neuen grün-roten Landesregierung dann auch überhaupt Gelder geben wird, steht noch auf einem ganz anderen Blatt. Ohne neuerliche Öko-Bilanz wird das Land das Projekt wohl nicht umsetzen, so Dammann. Anfang September besucht jedenfalls die neue Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer das Lörracher Landratsamt, dort soll auch die Ortsumfahrung Rümmingen angesprochen werden. Meier hofft, dass auch die Nachfolgerin von Regierungspräsident Julian Würtenberger das Projekt gegenüber der Landesregierung in Stuttgart unterstützt.

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Bei einem Ortsrundgang gab es auch einen verkehrslärmbehafteten Aufenthalt an der Kreuzung Lörracher Straße/Landstraße/Schallbacher Straße. Hier gab die Bürgermeisterin der Landrätin mit auf den Weg, dass man für die aus der Lörracher- in die Landstraße abbiegenden Autofahrer gerne eine Vorschaltampel hätte.

Oft konzentrierten sich die Autofahrer auf den aus Richtung Binzen kommenden Verkehr und würden dann zu spät erkennen, dass die Fußgängerampel in Richtung Wittlingen bereits auf Rot geschaltet habe. Oft käme es deshalb zu gefährlichen Situationen. Landrätin Dammann sicherte zu, diese Bitte im Landratsamt prüfen zu lassen.

Konstruktive Anregungen hatte die Landrätin für die noch vage Idee der Gemeinde, auf dem Möschlin-Areal neben der "Sonne" ein Wohn- oder Betreuungsprojekt für Senioren aufzubauen. Die Landrätin bat darum, zuvor eine Bedarfsanalyse zu erstellen und warnte auch vor dem Notstand auf dem Arbeitsmarkt bei Pflegekräften. Ein noch so gut gemeintes Projekt könnte daran dann noch selbst nach der Fertigstellung scheitern. Sie bot die fachliche Hilfe des Landratsamtes bei der Erstellung einer Konzeption des Projektes an.

Autor: mfs