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11. Februar 2009

Fraktionschefs auf Rümminger Seite

Im März soll die Umfahrung und ganz speziell die Variante der Tieflage Tagesordnungspunkt beim Fraktionsvorsitzendentreffen sein

  1. Die Intervention hat sich gelohnt: Auch die Vorsitzenden der Kreistagsfraktionen sicherten gestern der IG Ortsumfahrung Rümmingen zu, sich für die Tieflage der Umgehungsstraße einsetzen zu wollen. Die Hochlage würde das Niveau erreichen, das die rot gestreifte Latte links oben am Schaugerüst kennzeichnet. Foto: Markus Maier

RÜMMINGEN. Erfolgreicher Tag für die IG Ortsumfahrung Rümmingen: Auch die Vorsitzenden der Fraktionen im Lörracher Kreistag wollen sich jetzt dafür einsetzen, dass die Planung der so genannten Tieflage der Teilumfahrung Rümmingens im Zuge der Kreisstraße südwestlich des Neubaugebietes "Unter der Lörracher Straße" – als Alternative zur Hochlage – gründlich und möglichst zeitnah untersucht wird. Bereits heute wollen die Fraktionschefs das Problem im Umweltausschuss des Kreistages dem Landrat ans Herz legen. Im März will man das Thema beim nächsten Fraktionsvorsitzenden-Treffen vertiefen.

Auf diese Marschrichtung einigte man sich gestern Nachmittag. Für die IG Ortsumfahrung hatte Karlheinz Wehrle die Argumente für die Tieflage noch einmal ausführlich erläutert. Ebenso wie vergangene Woche die beiden Landtagsabgeordneten Ulrich Lusche (CDU) und Rainer Stickelberger (SPD) zeigten auch die Fraktionsvorsitzenden im Kreistag kein Verständnis dafür, dass die Hochlage der Umfahrung im Zuge der Kreisstraße das Kandertal wie ein Damm zerschneiden würde. Klaus Fleck (CDU) und Heinz Intveen (SPD) waren sich mit Ulrich May (FW) darin einig, dass das Argument, die Gleise der Kandertalbahn dürften nicht auf selbem Niveau (also mit einem Bahnübergang) gequert werden, nicht zählen dürfe angesichts sogenannter Schienen gleicher Bahnübergänge etwa über die B 3 (am Dreispitz) oder über die unlängst erst gebaute Nordwestumfahrung Haltingens. Gleichwohl räumte Klaus Fleck ein, das Eisenbahnkreuzungsgesetz, das Schienen gleiche Bahnübergänge im Grunde genommen nicht mehr vorsehe, dürfe nicht ohne weiteres missachtet werden. Klar sei aber auch, dass ein niveaugleicher Bahnübergang möglich sei, wenn dafür ein anderer Bahnübergang auf Rümminger Gemarkung geschlossen werde. Das hätten Vertreter der Kandertalbahn so auch zugesagt, erläuterte Bürgermeisterin Daniela Meier.

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Kein Verständnis indes konnte Klaus Fleck für den Wunsch aufbringen, die Lörracher Straße an die Umfahrung Rümmitens anzubinden. Dies sei aus städtebaulicher Sicht nicht wünschenswert, weil man ja gerade das Ziel verfolge, dass der Verkehr – mit der Umfahrung – von dieser Straße fern gehalten werde.

Abgesehen davon, dass man nicht am Wunsch der Rümminger nach der Tieflage vorbei planen dürfe, gehe er auch davon aus, dass die Tieflage kostengünstiger zu realisieren sei, als die Dammvariante der Hochlage, meinte Binzens Bürgermeister Ulrich May.

Autor: Markus Maier