Gewerbesteuer und Schlüsselzuweisungen sprudeln

Herbert Frey

Von Herbert Frey

Do, 02. August 2018

Rümmingen

Rümmingen freut sich über gute Haushaltslage, die nicht allein boomender Konjunktur zu verdanken ist / Rücklagen geben Sicherheit.

RÜMMINGEN (hf). Finanziell steht die Gemeinde momentan gut da. Das war den Ausführungen von Bürgermeisterin Daniela Meier in der jüngsten Gemeinderatssitzung zu entnehmen, als es um die Jahresrechnung 2017 sowie die Entwicklung des laufenden Haushaltes ging.

Im vergangenen Jahr konnte man über die Gewerbesteuer Einnahmen von 186 000 Euro erzielen, 81 000 Euro mehr als erwartet. Auch die Schlüsselzuweisungen sowie der Anteil der Gemeinde an der Einkommensteuer hätten den Haushaltsansatz um rund 143 000 Euro überschritten, so Daniela Meier. "Das hat uns sehr gut getan", ergänzte die Bürgermeisterin, die die positive Entwicklung auf die derzeit boomende Konjunktur zurückführte. So habe man im Verwaltungshaushalt über die laufenden Kosten hinaus 570 000 Euro eingenommen, die man dem Vermögenshaushalt für Investitionen zur Verfügung stellen konnte. Die Rücklagen zum Jahresende hätten sich auf 1,56 Millionen Euro erhöht, ausgegangen sei man von 865 000 Euro.

Die Bürgermeisterin machte aber auch klar, dass auf der Ausgabenseite ein gewaltiges Pensum zu bewältigen gewesen ist. So kostete allein der laufende Betrieb des Kindergartens die Gemeinde 760 000 Euro. Die Erweiterung des Kindergartens wird den Haushalt weiter belasten. Doch man wird diese Investition stemmen können, denn die Prognosen für 2018 sind nicht schlecht. Bei den Gewerbesteuereinnahmen liege man momentan etwas über dem Haushaltsansatz und auch Schlüsselzuweisungen werden wohl wieder in beträchtlicher Höhe eingehen, informierte die Rathauschefin.

Etwas bedauerte Daniela Meier, das die Gemeinde bei der laufenden Kindergartenerweitrung gezwungen war, einen Kredit aufzunehmen. Ansonsten wäre sie nämlich nicht in den Genuss von Zuschüssen aus Förderprogrammen gekommen, da diese an die Aufnahme eines zinsgünstigen Darlehens gekoppelt sind. Die positive Gesamtbilanz konnte dies aber nicht trüben.

Ulrich Gempp betonte, dass die gute Haushaltslage nicht allein darauf zurückzuführen sei, dass in Deutschland derzeit Hochkonjunktur herrsche. "Wir als Gemeinde haben auch gut gewirtschaftet", hielt er fest. Gerhard Wildschütz warnte vor allzu großer Euphorie. Denn es könnten immer unvorhergesehene Ausgaben auf die Gemeinde zukommen. Deshalb hielt er es für wichtig, darauf zu achten, dass die Rücklagen nicht komplett abgeschmolzen werden. "Es sollte immer ein Puffer vorhanden sein", forderte er.