Kaputte Gasleitung macht kurze Evakuierung nötig

Markus Maier

Von Markus Maier

Mi, 29. August 2018

Rümmingen

Schreck in der Mittagsstunde in Rümmingen / 20 Feuerwehrleute mit vier Fahrzeugen, DRK, Polizei und Gasversorger im Einsatz.

RÜMMINGEN (mm). Schreck in der Mittagszeit für die Anwohner des kleinen Wohngebiets zwischen Wittlinger Straße und Gebrüder-Lange-Straße am nördlichen Ortseingang von Rümmingen westlich der Landesstraße 134: Dort hatte sich am Montag in einem Gebäude an der Wittlinger Straße, das gerade saniert wird, aus unbekanntem Grund offenbar eine Verschraubung an einer Erdgas-Mitteldruckleitung des Energieversorgers Badenova gelöst, worauf hin ein "offenes Loch" in der Versorgungsleitung klaffte, wie der Rümminger Feuerwehrkommandant Joachim Endters die Lage schilderte, die sich den zur Hilfe gerufenen Feuerwehrleuten bot. Die waren, wie Endters auf Anfrage der Badischen Zeitung weiter ausführte – zusammen mit Binzener Kollegen, die die Rümminger Feuerwehrleute unterstützten – im Einsatz – am Ende mit 20 Mann und vier Fahrzeugen.

Nach Angaben der Polizei war der Gasalarm gegen Mittag ausgelöst worden. Wie Rümmingens Feuerwehrkommandant Joachim Endters als Einsatzleiter vor Ort auf Anfrage der Badischen Zeitung weiter sagte, hätten die vier Mitarbeiter des Energieversorgers das Leck soweit abgedichtet. Kurze Zeit später habe der Anschluss der Erdgasleitung ans Haus, in der die Havarie aufgetreten war, still gelegt werden werden können. Im Einsatz gewesen seien vorsorglich auch zwei Helfer des Roten Kreuzes, eine Polizeistreife sei zudem vor Ort gewesen. Gegen 12.40 Uhr habe nach Angaben der Polizei wieder soweit Entwarnung gegeben werden können.

Wie der Rümminger Feuerwehrkommandant weiter erläuterte, seien zuvor etwa zwei Dutzend Bewohner der Nachbarschaft aus einem halben Dutzend der angrenzenden Häuser vorsorglich evakuiert worden. Zudem sei aus Sicherheitsgründen im Zuge des Einsatzes für die Dauer von rund einer Stunde auch der Strom in dem betroffen Gebiet abgeschaltet worden, so Endters. Nach Ansicht des Rümminger Kommandanten habe zunächst durchaus Explosionsgefahr bestanden, immerhin sei das Gas mit einem Druck von rund 0,5 Bar aus der 32 Millmeter dicken Leitung geschossen. Zu guter Letzt sei vor allem das Kellergeschoss des betroffenen Gebäudes noch durchlüftet worden. Gegen 12.40 Uhr habe auch für die evakuierten Bewohner wieder soweit Entwarnung gegeben werden können. Die Erdgasversorgung des Gebietes habe wieder aufgenommen werden können, nachdem das betroffene Haus vom Netz genommen war. Bis 13.20 Uhr waren alle Einsatzmaßnahmen aufgehoben.