Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

18. Juni 2015

Landratsamt geht auf Gemeinde zu

Ziel ist Konsens bei der Ortsumfahrung Rümmingen.

RÜMMINGEN (hf). "Wir sind auf dem Weg zu einer konsensfähigen Lösung", informierte Bürgermeisterin Daniela Meier am Montag den Gemeinderat über den Stand der Dinge in Sachen Teilortsumfahrung. Bekanntlich hatte Landrätin Marion Dammann eine Entscheidung darüber, wie diese Umfahrung von der Lucke hinunter ins Tal gestaltet werden soll, wieder von der Tagesordnung einer der jüngsten Kreistagssitzungen genommen, nachdem sich aus Binzen und Rümmingen heftiger Protest gegen die vom Kreis favorisierte Variante geregt hatte.

Denn just die Version, die beide Gemeinden entschieden abgelehnt hatten, weil sie einen mehr als sechs Meter hohen Damm vorsieht, der das Tal als Riegel zerschneiden würde, stand zur Entscheidung an. Inzwischen seien Gespräche zwischen dem Landratsamt sowie den Gemeinden Binzen und Rümmingen sowie deren jeweiligen Beratungsbüros im Gange, erläuterte die Bürgermeisterin. Nach wie vor gebe es aber diverse Punkte, auch von überörtlicher Bedeutung, die noch zu klären seien.

Inhaltlich wollte Daniela Meier auf die Gespräche nicht näher eingehen. Sie gab aber das Versprechen der Landrätin weiter, das Thema erst wieder auf die Tagesordnung des Kreistages zu setzen, wenn ein Vorschlag auf dem Tisch liege, dem auch Binzen und Rümmingen zustimmen können. "Es ist noch nichts in den Brunnen gefallen, wir werden unsere Interessen weiter vertreten", bekräftigte die Rathauschefin.

Werbung


Gleichwohl wirft diese erneute Diskussion über Varianten das Projekt zeitlich wieder zurück. "So weit waren wir schon einmal, jetzt geht alles wieder von vorne los", machte etwa Gemeinderat Ulrich Gempp keinen Hehl aus seiner Enttäuschung über die jüngste Entwicklung. Die Gemeinde habe ihre Anliegen bereits ausführlich dargelegt, begründet und auch ihre Machbarkeit nachgewiesen, betonte Gempp.

Zu den Kernforderungen der Gemeinde gehört bekanntlich eine ebenerdige Querung der Kandertalschienen (genau dies soll die Variante mit einem Damm im Hinblick auf einen möglichen späteren S-Bahnbetrieb verhindern) sowie eine feste Anbindung der dann zur Ortsstraße herabgestuften Lörracher Straße an die Teilumfahrung. Würde diese Anbindung nicht realisiert, müssten alle Anwohner zunächst in die Ortsmitte fahren, was die dortige Kreuzung zum gefährlichen Nadelöhr machen würde.

Autor: hf