Rat will vor Ferien Klarheit

Markus Maier

Von Markus Maier

Fr, 13. Mai 2011

Rümmingen

Regierungspräsidium soll sich von Forderung nach Bahnunter- oder Überführung verabschieden.

RÜMMINGEN. In Sachen Umgehungsstraße möchte der Rümminger Gemeinderat jetzt weiter Druck machen. Nachdem der Umweltausschuss des Lörracher Kreistages sich darauf verständigt hat, die so genannte Variante 3B weiter zu verfolgen (wir haben ausführlich berichtet), möchten jetzt auch der Rat und die Verwaltung alle Argumente in die Waagschale legen, um das Freiburger Regierungspräsidium, das sich als einzige Behörde gegen diese Variante sperrt, mit ins Boot der Befürworter zu holen.

Wie berichtet ist Variante "3B", die unmittelbar am Neubaugebiet "Unter der Lörracher Straße" vorbeiführt und mit einem Kreisverkehr an die Landesstraße anbindet, mit geschätzten Kosten in Höhe von 4,3 Millionen Euro nicht nur die billigste aller aufgezeigten insgesamt sieben Trassenvarianten, sondern auch die unter allen am Verfahren Beteiligten am wenigsten strittige. Mit Ausnahme eben der Freiburger Mittelinstanz, die sich nicht mit der Lösung eines schienengleichen Bahnübergangs über die Gleise der Kandertalbahn anfreunden kann.

Hier verwies Gemeinderat Markus Hügel in der jüngsten Sitzung, in deren Rahmen Bürgermeisterin Daniela Meier und Planer Joachim Brandsch aus der Umweltausschusssitzung berichteten, einmal mehr auf einen Präzedenzfall hin: 2007 war beim Bau der Nordwestumfahrung zur Umgehung des Weiler Stadtteils Haltingen auf Höhe des interkommunalen Gewerbeparks am Binzener Dreispitz mit hohem Kostenaufwand eben ein solcher schienengleicher Übergang über die Museumsbahngleise gebaut worden – mit Billigung des Regierungspräsidiums, wie Hügel einmal mehr in Erinnerung rief. Sein Ratskollege Ulrich Gempp unterstrich zudem, dass eben jene jetzt mit der einen Ausnahme favorisierte Trassenführung für die Rümminger Teilortsumfahrung im Grunde genommen bereits 1972 vorgezeichnet worden sei. Seinerzeit nämlich sei im Rahmen eines Flurbereinigungsverfahrens dort Gelände für eben jene Trassenführung dem Land als Bauträger der Straßenbaumaßnahme zur Verfügung gestellt worden.

Bürgermeisterin Daniela Meier sagte, sie wünsche eine Stellungnahme aus Freiburg – möglichst natürlich im Sinne der Gemeinde – noch vor den Sommerferien. Gleichzeitig machte sie einmal mehr deutlich, dass es eine Lösung geben müsse, denn die so genannte Null-Variante – also der Status quo – sei auf gar keinen Fall akzeptabel für Rümmingen.