Tempo 30 von der Lucke bis ins Dorf

Herbert Frey

Von Herbert Frey

Mi, 23. September 2009

Rümmingen

Gemeinde unterstützt Forderung der IG Ortsumfahrung / Entscheidung liegt beim Landratsamt / Unterschriftensammlung angeregt

RÜMMINGEN. "Wir alle wissen, welch enormen Belastungen die Anwohner an der Kreisstraße ausgesetzt sind", daher stand für Bürgermeisterin Daniela Meier am Montag außer Frage, dass der Gemeinderat die Forderung der IG Ortsumfahrung, für die Straße von der Lucke hinunter in den Ort Tempo 30 zu beantragen, unterstützen sollte. Dieser Meinung schlossen sich denn auch alle Gemeinderäte an.

Gleichwohl machte sich im Gremium und in den bis auf den letzten Platz besetzten Zuhörerreihen nicht gerade Optimismus breit. Denn die Entscheidung über diese Forderung liegt beim Landratsamt, da der Kreis Träger dieser Straße ist. "Und der Kreis zeigt nur wenig Neigung, auf seinen Straßen Tempo 30 einzuführen", informierte Daniela Meier. So hatte es vorab bereits einen unverbindlichen Termin mit Vertretern der Straßenbaubehörde und der Bürgerinitiative gegeben. Dabei wurde deutlich, dass vor allem ein hohes Gefahrenpotenzial gegeben sein muss, damit ein solches Limit eingeführt wird.

Aus Sicht der Bürgerinitiative ist dies gegeben, die Sicherheit sei durch die vielen Lkw, die die Straße nutzen, stark eingeschränkt. Vor allem ältere Leute und Kinder könnten die Straße an vielen Stellen kaum gefahrlos überqueren, so Karl-Heinz Wehrle als Sprecher der Initiative. Vielleicht könne man damit weiteren Druck aufbauen, um die Realisierung der Ortsumfahrung zu beschleunigen, meinte Uwe Leistikow. Ulrich Gempp, der betonte, dass die Gemeinde alles tue, um Lärm und Abgase zu mindern und die Sicherheit zu erhöhen, regte an, den Antrag durch eine Unterschriftensammlung weiter zu untermauern. Von Claudia Weber wurden die an einigen Stellen für Mütter mit Kinderwagen zu schmalen Gehwege als weiterer Missstand angeführt.

Fahrbahnverengungen oder eine generelle Rechts-vor-links-Regelung wurden als mögliche weitere Alternativen ins Gespräch gebracht. Die BI beruft sich zudem auf Kreisstraßen in Märkt, Wiechs und Langenau, wo es eine solche Tempo-Begrenzung bereits gibt. Auf die Frage von Marc Heß, was eigentlich gegen eine solche Regelung spreche, äußerten Daniela Meier und Jürgen Bäuml die Befürchtung, dass die Behörde "rein nach statistischen Daten" entscheide. Und die Statistik besage, dass dieser Bereich – noch – kein Unfallschwerpunkt ist.