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28. Juni 2010

Abstieg der Ersten schmerzt den SVR

In der Hauptversammlung des SV Rust fordert das Vorstandsduo Kienzler/Kern mehr Solidarität der Mitglieder ein.

  1. Der SV Rust konnte bei der Hauptversammlung eine ganze Reihe treuer Mitglieder ehren: Vorsitzender Armin Kienzler und Franz Wetterer (25 Jahre), Rudolf Utz (50), Otmar Lang (50) und Jürgen Kern, 2. Vorsitzender (obere Reihe von links) sowie Günter Fischer (50), Katja Merettig (25), Gabriele Hauser (Ehrenmitglied), Josef Hauser (50) und Helmut Breithaupt (50) (untere Reihe von links). Foto: Mutz

RUST. Um den SV Rust kann es so schlecht nicht bestellt sein. Bei der Hauptversammlung am Freitag im Sportheim zeigten jedenfalls viele Mitglieder ihr Interesse und waren gekommen. Und dennoch gab es nachdenkliche Beiträge aus dem Vorstandsteam. Besonders schmerzte der Abstieg der ersten Mannschaft in die Bezirksliga. Die sportliche Baisse zeigte auch beim Vorsitzenden Armin Kienzler und dessen Stellvertreter Jürgen Kern Wirkung. Beide vermissen "in der Not" die Solidarität einiger Mitglieder. Ihr dringender Appell, mehr Aktivität für den Verein zu zeigen, zog sich wie ein roter Faden durch die Versammlung.

Trotz Trainerwechsel – Benno Kassel ersetzte Jan Herdrich – war es der Ersten nicht gelungen, die Klasse zu halten. Kienzler verteidigte dennoch die Strategie des Vorstandes, keine teuren auswärtigen Spieler verpflichtet zu haben. Dies würde die finanziellen Möglichkeiten des Vereins übersteigen. "Wir setzen auch in Zukunft auf eigene und junge Spieler aus der Region", betonte Kienzler. Zwischenzeitlich habe der Vorstand auch die Weichen für die nächste Bezirksligasaison gestellt: Als neuer Trainer wurde Helmut Rehman verpflichtet. Er ist beim SV Rust kein Unbekannter, denn in den 1980er Jahren war er bereits als Trainer in Rust tätig.

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Die Bilanz der Ersten mag nicht zufrieden stellen, dennoch gibt es beim SV Rust sportliche Erfolge zu melden: Die zweite Herrenmannschaft schaffte den Aufstieg in die Kreisliga A Süd, was ein Verdienst von Trainer Felix Hauser sei. Er wird jedoch sein Amt niederlegen. Über eine hervorragende Jugendarbeit konnte auch Jugendleiterin Karin Betscha berichten. Insgesamt zehn Jugend- und Schülermannschaften, von der A-Jugend bis zu den Bambinis, werden derzeit von vielen Trainern, Betreuern und Eltern begleitet. Die B-Junioren wurden Meister und spielen in der nächsten Saison in der Landesliga. Als Höhepunkt in der Jugendabteilung bezeichnete Betscha das 9. Internationale Europa-Park-Turnier, das den Organisatoren des SV Rust mit Detlef Reiter an der Spitze alles abverlangt habe. 168 Mannschaften, 1800 Kinder und 480 Betreuer, waren über drei Turniertage unter einen Hut zu bringen. In 64 Stunden Fußball wurden 892 Tore geschossen. Inzwischen sei das Turnier nicht nur gut fürs Renommee des Vereins, sondern auch zu einer wichtige Einnahmequelle für den Verein geworden, so Betscha.

Manfred Bachmann berichtete über eine intakte Altersabteilung. Vier erste Plätze wurden bei Hallenturnieren belegt. Auf dem Großfeld mussten sie jedoch ihre konditionellen Grenzen erkennen, so Bachmann. Jürgen Kern, Kienzlers Stellvertreter und zugleich Abteilungsleiter Tischtennis, stellte in seinem Bericht das Ehrenamt in den Mittelpunkt. Er erkenne im Verein nicht mehr die Vorbilder, die ihn damals zum Ehrenamt motiviert hätten. 2011 wird er nach dann 20 Jahren als Abteilungsleiter abtreten, um einem jüngeren Nachfolger Platz zu machen. Zwei Herren-, eine Damen- und eine Seniorenmannschaft werden in der nächsten Saison an der Platte stehen. Bei der Jugend ist allerdings Fehlanzeige, die haben den Zugang zur Tischtennisabteilung nicht mehr oder noch nicht gefunden.

Für Schriftführer Wolfgang Bumann gab Armin Kienzler den Bericht ab, in dem die sportlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten des SV Rust aufgezeigt wurden. Auch hier wurde die Personalnot in der Führungsriege des Vereins deutlich: Bumann gab sein Amt aus beruflichen Gründen ab, unter den mehr als 900 Mitgliedern im Verein fand sich allerdings kein Nachfolger.

Die Vereinsrechnerin Sofie Doerk berichtete über stabile finanzielle Verhältnisse im Verein. 22 000 Euro seien im Jahr 2009 erwirtschaftet worden, für 2010 wird ein Gewinn von 7400 Euro erwartet. Dennoch gelte es die Finanzen im Auge zu behalten, denn 30 000 Euro Schulden müssten noch abgetragen werden.

Bürgermeister Günter Gorecky bedauerte in seinem Grußwort den Abstieg der ersten Mannschaft, wies jedoch darauf hin, dass es sportlich schon einmal schlechter um den Verein gestanden habe. Besonderes Lob hatte er für den Jugendbereich.

Wahlen: Sofie Doerk wurde als Rechnerin, Jürgen Kern als 2. Vorsitzender bestätigt. Für Bernd Hauser wurde Michael Grass in den Verwaltungsrat gewählt. Der Schriftführerposten bleibt unbesetzt.
Beiträge: Die Jahresbeiträge bleiben konstant( Jugendliche 25 Euro, Passive 30 Euro, Aktive 45 Euro).
Ehrungen: 10 Jahre Vereinstätigkeit: Elmar Ohnemus, Martin Rauer. 20 Jahre: Detlef Reiter. 25 Jahre: Marion Bosch, Anita Bellert, Gerhard Hartung, Matthias Kössler, Gerhard Kunzweiler, Bernhard Ludwig, Bernd Raddatz, Anita Scherer, Schristian Schlenk, Stefan Sigg, Franz Wetterer, Joachim Spoth, Brigitte Rausch, Ralf Arndt, Steffen Bühler, Katja Merettig, Britta Erny. 50 Jahre: Helmut Breithaupt, Günter Fischer, Josef Hauser, Bruno Schlenk, Rudolf Utz (Lahr), Rudolf Utz (Rust), Otmar Lang. Ehrenmitglied: Gabriele Hauser für 25 Jahre Theaterspielen.

Weitere Informationen unter http://www.sv-rust.de

Autor: Adelbert Mutz