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28. August 2012

Auf zwei Spuren zum und vom Europa-Park

Die neue Fahrstreifensignalisierungsanlage ist freigeschaltet.

  1. Die Zu- und Abfahrt beim Europa-Park wird von einem Rechner gesteuert und überwacht. Foto: theo weber

RUST (tw). Die Mitarbeiter der Straßenmeisterei sind dabei, die orangenen Streifen von der Fahrbahn zu entfernen. Derweil treffen sich an dem unscheinbaren Gebäude in der Peter-Thumb-Straße an der Zufahrtsstraße zum Europa-Park Roland und Michael Mack mit Mitarbeitern des Parks, Roland Geßler vom Straßenbauamt, Vertretern der Polizei und der am Bau beteiligten Firmen. Die Fahrstreifensignalisierungsanlage wird freigeschaltet. Damit wird der Verkehr von und zum Europa-Park künftig von einer Anlage gesteuert, die es nach den Worten Geßlers so in Deutschland nicht gibt.

Auf der dreispurigen Straße werden künftig morgens von 5 bis 14 Uhr zwei Spuren in Richtung Park führen, nachmittags von 14 bis 14.15 wird die mittlere Spur gesperrt, denn nun schaltet die Anlage um. Wenn die Besucher den Park wieder verlassen, geht es dann auf zwei Spuren in Richtung Autobahn. Bis Mitternacht bleibt die Schaltung so. Dann wird die mittlere Spur gesperrt, bis um 5 Uhr der Zyklus erneut beginnt.

Von der ersten Idee bis zum Scharfschalten der Anlage hat es nach den Worten Geßlers drei Jahre gedauert. Die verwendeten technischen Anlagen sind nach seinen Worten nicht neu, das Besondere ist ihr Zusammenwirken in einem komplexen System, das es zwar auch beim Stadion in Mönchengladbach gibt, im täglichen Betrieb rund um die Uhr aber noch nirgends außer in Rust. Es muss sich nun in der Praxis bewähren.

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Allerdings, das betonte Geßler, wird das System erst komplett sein, wenn dem ersten Schritt ein zweiter folgt: eine Bypasslösung beim Kreisel Ringsheim und eine neue Brücke über die Autobahn, um im morgendlichen Verkehr zum Park den Rückstau nach Süden abzubauen. Die Bypasslösung soll nach den Worten Geßlers mit einer Baustellenampel simuliert werden, Baubeginn könnte 2013 sein.

Ein moderner Freizeitpark brauche moderne Verkehrswege, stellte Roland Mack fest. Der Europa-Park habe nun eine angemessene Verkehrsanbindung, auf die alle Beteiligten stolz sein dürften. Besonders lobte er die Zusammenarbeit mit der Straßenbaubehörde, die nicht Bedenkenträger, sondern Umsetzer gewesen sei. Auch Mack wies darauf hin, dass nun der zweite Schritt folgen müsse.

Autor: tw


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