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04. Februar 2016 18:16 Uhr

Rust

Der Wasserpark im Europa-Park kann kommen

Eine weitere Hürde genommen: Der Wasserpark im Europa-Park Rust kann gebaut werden. Das Landratsamt hat die Änderung des Flächennutzungsplanes genehmigt.

  1. Das Indoorangebot des Wasserparks im Europa-Park soll ganzjährig verfügbar sein. Foto: Natallia Vintsik - Fotolia

  2. Der Flächennutzungsplan wurde vom Landrat persönlich überreicht: (von links) Kai-Achim Klare, Roland Mack, Heinrich Dixa, Landrat Frank Scherer, Bruno Metz, Holger Fischer vom Planungsbüro, Jürgen Mack und Anwalt Michael Thoma. Foto: Landratsamt 

Der Weg für das Wasserpark-Projekt des Europa-Parks ist frei. Das Landratsamt hat laut einer Pressemitteilung die beantragte Änderung des Flächennutzungsplanes der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Ettenheim (Ettenheim, Kappel-Grafenhausen, Ringsheim, Rust und Mahlberg) genehmigt. Damit ist das grundlegende Baurecht für den geplanten Wasserpark geschaffen. Landrat Frank Scherer hat am Mittwoch in Rust den Flächennutzungsplan an die Bürgermeister Bruno Metz, Kai-Achim Klare und Heinrich Dixa im Beisein der Europa-Park-Inhaber Roland Mack und Jürgen Mack übergeben.

Durch frühe Bürgerbeteiligung wurde das Projekt transparent gemacht

"Der geplante Wasserpark ist ein einmaliges und weit über die Region ausstrahlendes touristisches Großprojekt, das den Ortenaukreis als Wirtschaftsstandort weiter aufwertet und langfristig stärken wird", erklärt Scherer in der Pressemitteilung. Er bedankte sich beim Europa-Park und den Bürgermeistern für die sehr gute Abstimmung und hervorragende Zusammenarbeit: "Dadurch ist es uns gelungen, trotz der erhöhten Belastung aufgrund der Zuwanderungsthematik, ohne Verzögerung den Prozess zu begleiten und noch sechs Wochen früher als geplant die Genehmigung zu erteilen."

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Dazu beigetragen habe die frühzeitige und positive Bürgerbeteiligung, die eine wichtige und notwendige Transparenz in das Großprojekt gebrachte habe. "Der Europa-Park ist der beste Freizeitpark der Welt", betont Scherer, "wir freuen uns sehr, sind stolz und dankbar, die größte Erweiterung seit Bestehen des Parks positiv zu begleiten."

Der Wasser-Park soll im Südosten von Rust entstehen

Auf einer 33 Hektar großen Erweiterungsfläche im Südosten der Gemeinde Rust sollen bekanntlich in den kommenden Jahren In- und Outdoor-Aktivitäten rund um das Thema Wasser geboten werden. Es ist die größte Investition in der Geschichte des Europa-Parks. Laut der Pressemitteilung investiere das Familienunternehmen im dreistelligen Millionenbereich, ohne dass staatliche Fördermittel verwendet würden. "Mit dem Flächennutzungsplan konnte ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des Wasserparks gelegt werden", wird Roland Mack zitiert, "das anvisierte Projekt wird erneut zu einer deutlichen Stärkung des Tourismusstandortes führen." Mit seinem Bruder Jürgen bedankte er sich: "Die äußerst konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten war beispielhaft für eine hervorragende Verwaltungskompetenz."

Das Indoorangebot des Wasserparks soll ganzjährig verfügbar sein. Die Outdoor-Attraktionen werden je nach Wetterlage von Mitte Juni bis Anfang September geöffnet. Mit Wellenbad, Lazy River, Rutschen, Surfsimulator, Wasserfall, Ruhebereich mit Strandcharakter und Wasserspielplatz biete der Wasserpark eine perfekte Ergänzung zum Europa-Park und spreche vor allem Familien an, so Roland Mack: "Durch dieses Projekt werden mehrere hundert neue Arbeitsplätze und auch neue Einnahmequellen für die beteiligten Kommunen entstehen."

Gemeinde Rust wünscht sich stärkere Unterstützung von Bund und Land

Im Hinblick auf den erhöhten Arbeitskräftebedarf des Wasserparks unterstützt Landrat Frank Scherer die Gemeinden bei ihrem Wunsch nach einer stärkeren Unterstützung vonseiten des Landes und des Bundes bei ihren Bemühungen am Wohnungsmarkt. "Wir brauchen neue Flächen und eine stärkere Förderung des sozialen Wohnungsbaus. Neben dem Wasserpark entsteht derzeit ein zweites Großprojekt im Kreis. Auf dem Lahrer Flugplatzareal baut der Internethändler Zalando ein Logistikzentrum und schafft rund 1000 neue Arbeitsplätze. Auch diese wichtigen Arbeitskräfte brauchen bezahlbaren Wohnraum."

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Autor: BZ