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07. Februar 2012
Eine Zusage gab’s von der Ministerin (noch) nicht
Bürgermeister Gorecky und Schulleiter Debacher stellten im Kultusministerium das Konzept für eine Realschule in Rust vor.
STUTTGART/SÜDLICHE ORTENAU (fi). "Es war ein Gespräch in angenehmer Atmosphäre. Einen Bescheid haben wir aber nicht nach Hause mitgebracht", erklärte Günter Gorecky (SPD) der BZ. Der Ruster Bürgermeister war in der vergangenen Woche gemeinsam mit dem Schulleiter der Werkrealschule Rust/Grafenhausen, Karl-Heinz Debacher (SPD-Gemeinderat), bei Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer (SPD) in Stuttgart zu Besuch. Einziges Thema: Der Ruster Antrag auf Einrichtung einer Realschule im Verbund mit der Werkrealschule.
Dass Gemeinde und Schulleitung gute Werbung in eigener Sache gemacht haben, davon ist auszugehen. "Wir haben sowohl das pädagogische Konzept als auch unsere räumlichen Möglichkeiten in der bestehenden Schule wie auch unsere Überlegungen für einen Neubau vortragen können. Und natürlich haben wir auch unsere Gründe dargelegt, weshalb wir eine Realschule für Rust wollen", sagte Gorecky. Zum Gesamtkonzept gehört bekanntlich auch, dass nach einem eventuell positiven Bescheid für eine Realschule mittelfristig auch eine Konzeption für eine Gemeinschaftsschule entwickelt werden soll. Gorecky: "Dafür wollen wir uns aber dann Zeit lassen. Jetzt ist zunächst einmal der erste Schritt zu tun".
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Die Argumente seien in einem sehr angenehmen Gesprächsklima ausgetauscht worden, erinnert sich Gorecky. "Ich hatte den Eindruck, die Ministerin hat unsere Motive nachvollziehen können. Eine eindeutige Tendenz, wie das Kultusministerium entscheiden wird, konnten wir aber aus ihren Äußerungen nicht heraushören," schränkt der Bürgermeister allerdings an. Derweil wurde der kleinen Ruster Delegation aber zugesagt, dass ein Bescheid in den nächsten vier bis sechs Wochen ergehen solle. Von diesem Zeithorizont geht auch Sandra Boser aus. Die Grünen-Landtagsabgeordnete und bildungspolitische Sprecherin ihrer Fraktion hatte am Rande ihres Gemeindebesuchs in Kappel-Grafenhausen am Freitag – nach dem Ruster Antrag gefragt – erkennen lassen, dass sie das Ansinnen nachvollziehen könne. Die Entscheidung bleibe aber eine reine Entscheidung des Ministeriums, betonte sie. Boser: "Da entscheide ich nicht mit".
Befürwortet wird der Ruster Vorstoß derweil auch von Kappel-Grafenhausens Bürgermeister Jochen Paleit und Maria Gut, Schulleiterin der Ferdinand-Ruska-Schule in Grafenhausen. Das erklärten beide vor der Presse.
Autor: fi
