Einweihung

Europa-Park: Neue Anlage soll An- und Abreise erleichtern

Christian Kramberg

Von Christian Kramberg

Di, 31. Juli 2012 um 17:13 Uhr

Rust

Drei Fahrspuren verbinden den Europa-Park mit der A5. Damit der Verkehr flüssiger fließt, gilt in Zukunft: Morgens zwei Spuren in Richtung Park, abends zwei Spuren für abreisende Besucher.

Wer bisher die Autobahnausfahrt Rust passierte, dem drohte oft ein Stau, verursacht durch die Europa-Park-Besucher. Damit soll bald Schluss sein. Am Dienstag wurde die neue Fahrstreifensignalisierungsanlage offiziell eingeweiht, Ende nächster Woche soll sie auch in Betrieb gehen.

8000 Autos am Tag

Was so sperrig Fahrstreifensignalisierungsablage heißt, erklärte Landrat Frank Scherer in einfachen Worten: "Morgens zwei rein, abends zwei raus." Das bedeutet, dass von den drei Fahrspuren, die von der Autobahnausfahrt zum Europa-Park führen, morgens zwei für den Verkehr in Richtung Freizeitpark und abends zwei für den abfließenden Verkehr geöffnet werden – entsprechend der Verkehrsbelastung. Mehr Sicherheit und einen besseren Verkehrsfluss verspricht sich nicht nur Scherer von dem Projekt, das aufgrund der immer weiter steigenden Besucherzahlen des Europa-Parks notwendig geworden sei: "Es bestand dringender Handlungsbedarf", sagte Scherer angesichts von rund 8000 Fahrzeugen, die den Europa-Park täglich ansteuern, und verwies auf die hohe Zahl von zwölf Staus auf der Autobahn allein im August 2011.

Eine Lösung des Problems sei schnell erarbeitet und in hoher Geschwindigkeit umgesetzt worden, sagte der Landrat. Ein privates Konsortium hätte nicht schneller sein können als es Landratsamt, Kreistag, Regierungspräsidium und Europa-Park geschafft hätten.

In vier Monaten wurden auf einer Länge von 3,5 Kilometern 25 Schilderbrücken, 191 Wechselverkehrszeichen und 750 LED-Unterflurleuchten, die in der Straße eingelassen sind, gebaut. Dazu kommen eine Unterführung für Landwirtschaft, Fußgänger und Radfahrer; eine neue Fahrbahndecke, die Erweiterung auf vier Spuren vor der Autobahnausfahrt und die Verlängerung des Einfädelungsstreifens. Kostenpunkt: 3,2 Millionen Euro.

8,2 Millionen Euro werden investiert

Die neue Anlage ist Teil eines Gesamtpakets. Schon vorher war der Einfädelspuren auf der Autobahn verlängert worden, geplant sind noch der Anschluss an den Kreisverkehr Ost über einen neuen Bypass, der Umbau der Anschlussstelle West und der Neubau einer zweiten Autobahnbrücke mit zwei Fahrstreifen. Alles zusammengenommen werden etwa 8,2 Millionen Euro investiert, wovon das Regierungspräsidium 2,4 Millionen Euro übernimmt: "Ohne diese Kofinanzierung wäre das Projekt nicht möglich gewesen", sagte Schwerer. Auch der Europa-Park hat sich finanziell beteiligt. "Wenn alle Vorhaben abgeschlossen sind, werden die Parkbesucher staufrei in den und aus dem Europa-Park kommen", versprach Frank Scherer.

Roland Mack, geschäftsführender Gesellschafter des Europa-Parks lobte die beteiligte Behörde, die gezeigt habe, "dass sie – wenn sie will – ähnlich schnell wie ein Privatunternehmen agieren kann". Die Investition der öffentlichen Hand wertete Mack als Beweis, dass die Standortsicherung für den Europa-Park erwünscht sei. Freude herrschte bei Rusts Bürgermeister Günter Gorecky, einen kleinen Seitenhieb konnte er sich aber nicht verkneifen: Als der Zubringer vor zwölf Jahren geplant worden sei, habe die Gemeinde genau dieses Konzept vorgeschlagen, "damals wurde es von den Planern leider nicht aufgegriffen".

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