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30. Januar 2012

Feuerwehr soll mehr üben

Kommandant Sattler beklagt, dass Proben immer schwächer besucht seien / Fünf Einsätze in 2011.

  1. 40 Jahre bei der Feuerwehr ist Bernd Koßmann (links außen). Er wurde von Kommandant Wolfgang Sattler und Bürgermeister Günter Gorecky (von links) geehrt. Foto: Irene Bär

RUST. Zu fünf Einsätzen wurden die Ruster Feuerwehrkameraden im vergangenen Jahr gerufen. "Das ist Gott sei Dank ein überschaubarer Rahmen", stellte Bürgermeister Günter Gorecky fest. Auch der Schaden hielt sich dabei in Grenzen, so Kommandant Wolfgang Sattler in der Hauptversammlung der Feuerwehr. Nicht zufrieden war Kommandant Sattler allerdings mit dem Probenbesuch.

Im Allgemeinen sei die Ruster Feuerwehr indes gut aufgestellt, so Sattler. Insgesamt verfüge die Wehr über fünf Zugführer, elf Gruppenführer, 31 Atemschutzträger, 46 Sprechfunker, 21 Maschinisten, zwei Notfallseelsorger und zwei Gerätewarte. Ärgerlich sei, dass der Probenbesuch im vergangenen Jahr um knapp 16 Prozent im Vergleich zu 2010 zurückgegangen war. Dafür gab es eine Rüge des Kommandanten. Sattler rief in Erinnerung, dass die Feuerwehr Verantwortung für die Sicherheit der Bürger habe, und eingedenk neuer Herausforderungen im Brand- und Katastrophenschutz sei die regelmäßige Teilnahme an den Proben unverzichtbar und wichtig.

Rundum zufrieden war er dagegen mit dem Ergebnis der Frühjahrsübung. Zusammen mit dem DRK absolvierten die Feuerwehrleute diese am alten Rathaus, Übungsobjekt waren dabei die Räume des Männergesangvereins. Übungsannahme war, dass durch einen technischen Defekt brach ein Feuer ausgebrochen war, aus dem drei Verletzte gerettet werden mussten. Im Verlauf der Übung habe sich laut Wolfgang Sattler gezeigt, "dass die Einsatzkräfte der beiden Hilfsorganisationen ihr Handwerk verstehen". Die Frühjahrsübung wurde in einer der sieben Ausschusssitzungen vorbereitet, wie aus dem Bericht von Schriftführerin Yvonne Vögtle hervorging.

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Die Einsätze: Sie bestanden aus zwei Bränden (einem Kleinbrand in der Ludwigstraße im Januar und einem Autobrand in der Gärtnerstraße im Juni), einer technische Hilfeleistung als eine Ölspur beseitigt werden musste, und zwei Hochwassereinsätze. Darüber hinaus leistete die Feuerwehr bei fünf Veranstaltungen in der Gemeinde Sicherheitsdienst. Neben Proben, Lehrgängen und Einsätzen hatten die Kameraden auch Zeit für die Geselligkeit, und nach einigen Jahren Pause unternahmen sie wieder einen Ausflug, diesmal nach München.

Die Zuschüsse zu den Reisekosten rissen allerdings ein Loch in die Kasse, wie Rechner Sven King bilanzierte; er buchte zum Jahresende knapp 1000 Euro Minus. Aus zeitlichen Gründen fiel die gemeinsame Übung mit den Mitgliedern der Feuerwehr des Europa-Parks im vergangenen Jahr aus. Sie soll in diesem Jahr nachgeholt werden. Als Übungsobjekt stellt sich Europa-Park-Feuerwehrkommandant Lothar Eichhorn ein Hotel vor, so Sattler.

Das Durchschnittsalter der aktiven Wehrleute liege bei 34 Jahren. 24 Feuerwehrkameraden sind zwischen 18 und 30 Jahren, 13 zwischen 31 und 40, drei zwischen 41 und 50 und zwölf zwischen 51 und 60 Jahren. Die Zahl der Mitglieder der Jugendfeuerwehr habe sich nach Austritten von 21 Mitgliedern zu Beginn 2011 auf 16 zum Jahresende verringert. rei Mädchen sind im Team, vier Jungs traten aus der Wehr aus, vier wurden in die aktive Wehr übernommen. Sechs Jugendliche wurden ausgeschlossen, weil sie kein einziges Mal an einer von 18 Proben teilgenommen hatten, erklärte Jugendleiter Marco Engelmann. Insgesamt bestand die Jugendfeuerwehr in den vergangenen zwei Jahren zum großen Teil aus Neueinsteigern, so dass die Proben mit Üben grundlegender Handgriffen im Löschangriff begannen. Die Jugendfeuerwehr war auch anderweitig aktiv: an einer Feld- und Waldputzete im Frühjahr und dem Kreiszeltlager in Offenburg.

Kommandant: Wolfgang Sattler
Mitglieder: Aktive: 52, davon sind 48 Männer und vier Frauen. Jugendfeuerwehr: 16. Alterskameraden: 9
Ehrung: Feuerwehrehrenabzeichen in Gold für 40 Jahre Mitgliedschaft: Bernhard Koßmann.
Termine: Offizieller Probenbeginn am 2. März; 16. bis 18. März Hüttenwochenende; 24. März Waldputzaktion

Autor: Irene Bär