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14. Oktober 2009 09:03 Uhr

Rust

Gasprom wird Kooperationspartner des Europa-Parks

Der russische Energieriese Gasprom und der größte deutsche Freizeitpark arbeiten künftig zusammen. Der Europa-Park habe einen Fünf-Jahres-Vertrag abgeschlossen, sagte Parkchef Roland Mack. Über den finanziellen Umfang wurde Stillschweigen vereinbart.

  1. Fahrattraktion im Europa-Park. Foto: Europa-Park

Die Kooperation betrifft den Isländischen Themenberich. Gasprom ist bereits Sponsor der vor einem halben Jahr eröffneten Looping-Achterbahn Blue Fire Megacoaster. "Neben der Achterbahn wird in den kommenden Monaten eine 1200 Quadratmeter große und drei Stockwerke zählende Multifunktionshalle gebaut, in der sich Gasprom mit einer interaktiven Ausstellung zum Thema Energie und wissenschaftlichen Themen präsentieren wird", sagte Mack. "Diese Themen, die den Besuchern in Form einer Erlebniswelt nahe gebracht werden, passen zu der energiegeladenen und spannungsvollen Achterbahn."

Zudem werde in der Halle ein Tagungszentrum eingerichtet, das aus zwei großen Konferenzbereichen bestehe. Es stehe vorrangig Wirtschaftsunternehmen zur Verfügung und werde von Gasprom als Ort für Tagungen, Kongresse und Präsentationen genutzt. Eröffnet werde die Halle im nächsten Frühjahr, zum Start der Saison 2010. Zum Investitionsvolumen wollte sich Mack nicht äußern.

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"Für uns als mittelständisches Familienunternehmen ist diese Partnerschaft, die Zusammenarbeit mit einem Weltkonzern, ein wichtiger und entscheidender Schritt auf dem Weg zu mehr Wachstum", sagte Mack. Der Europa-Park habe auch mit anderen Energieversorgern Gespräche geführt, letztlich habe Gasprom das beste Konzept vorgelegt. "Wir erhoffen uns, neue Kundengruppen erschließen zu können." Gasprom und sein Unternehmen planten eine langfristige Zusammenarbeit. "Beide Partner haben das Ziel, dieses Miteinander länger als die nun fest vereinbarten fünf Jahre zu betreiben."

Einfluss auf das Unternehmen soll Gasprom nicht haben

"Für ein international führendes Energieunternehmen wie Gasprom ist der Europa-Park ein idealer Partner", sagte Burkhard Woelki, Sprecher von Gasprom Germania. Insbesondere die Lage im Dreiländereck zwischen Deutschland, der Schweiz und Frankreich ermögliche es dem Konzern, ein vielfältiges Publikum und Menschen verschiedener Kulturen anzusprechen und diese mit dem Unternehmen vertraut zu machen.

"Unsere Zusammenarbeit geht weit über eine Werbepartnerschaft hinaus", sagte Mack. Am Park selbst, der als Familienunternehmen geführt wird, sei Gasprom finanziell nicht beteiligt. Einfluss auf das badische Freizeitunternehmen habe der Konzern aus Russland nicht. In den Vertragsverhandlungen, die ein Jahr dauerten, habe sich Gasprom als fairer und verlässlicher Partner erwiesen. "Ich bin mir sicher, dass beide Seiten von dieser Geschäftsbeziehung profitieren werden", sagte Mack. Strom bezieht der Freizeitpark von Gasprom jedoch nicht.

"Sponsoren sind für ein Unternehmen unserer Größe und mit einem derart hohen Investitionsbedarf dringend notwendig", sagte Mack weiter. "Ohne sie und ihre Gelder wären viele Attraktionen nicht umsetzbar." Der Europa-Park habe bereits unter anderem den Getränkehersteller Coca-Cola, den Nahrungs- und Genussmittelkonzern Kraft Food, den Automobilhersteller Mercedes und den Eishersteller Schöller als Sponsoren.

Autor: dpa