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29. Dezember 2014

Gospel Harps begeistern beim Benefizkonzert im Colosseo im Europa-Park Rust

Songs nd Rhythmus stecken an

  1. Die Freude am Singen ist Chorleiter Friedhelm Matter (Mitte) und dem Chor ins Gesicht geschrieben. Foto: Bernhard Rein, Bernhard Rein

  2. Ob Trio oder Solo oder Chor, die Golden Harps begeisterten. Foto: Bernhard Rein

RUST. Standing ovations für die Akteure und über 3500 Euro Spenden für die beiden sozial-karitativen Vereine "einfach helfen" und "Santa Isabel" – besser lässt sich der grandiosen Erfolg eines Benefizkonzerts des Gospelchores Golden Harps am Samstagabend im Hotel Colosseo des Europa-Parks nicht beschreiben.

Wie in den Jahren zuvor war der Saal mit mehr als 460 Fans der Gospelmusik und natürlich der Golden Harps restlos ausverkauft. Der Chor mit Orchester um den charismatischen Chorleiter und Dirigent Friedhelm Matter hatte wenige Tage zuvor schon die ARD-Christvesper am Heilig Abend musikalisch bereichert. Und daraus hat sich auch eine Freundschaft des Chores mit der Violinistin Bianka Halmai aus Ungarn entwickelt. Halmai spielt täglich am Balthasar-Schloss im Europa-Park beim Donau-Terzett und spielte am Samstagabend zum ersten Mal mit dem Chor. Dabei bereicherte sie verschiedene Stücke mit ihrem virtuosen Violinenspiel und erntete eifrig Beifall.

Was macht der Erfolg der Golden Harps aus? Gospel (von Englisch: good spell "Evangelium", "Gute Nachricht") hat sich am Anfang des 20. Jahrhunderts aus dem Negro Spiritual sowie Elementen des Blues und Jazz entwickelt hat. Diese "frohe Botschaft" vermittelt der Chor in beeindruckender Weise. Die Sängerinnen und Sänger entlocken ihren Stimmen die Töne zur Ehre Gottes und zeigen dies auch in ihren Mienen: Die lächelnden Gesichter in den Chorreihen zeigten, dass es Spaß macht, Freude verbreitet – und Rhythmus und Songs stecken auch an. Schon nach wenigen Akkorden sprang der Funke auf die Zuhörer im Saal über und sie wurden zu Mitsängern. Friedhelm Matter hatte zwischen den Chorvorträgen, die sich durch sehr viele Solidarbietungen auszeichneten, eine besinnliche Weihnachtsgeschichte in Art einer Lesung mitgebracht und damit nach dem rhythmischen Klatschen auch für besinnliche Momente im Zuhörerraum gesorgt.

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Die reguläre Programmdauer sollte nicht ausreichen, das Publikum verlangte Zugabe um Zugabe, darunter das traditionelle Weihnachtslied "Stille Nacht, heilige Nacht" und auch "Give us peace". Erst nach rund zwei Stunden war das traditionelle Konzert beendet, das natürlich im kommenden Jahr wieder stattfinden wird.

Es war innerhalb von fünf Tagen bereits der zweite Auftritt der Golden Harps im Europa-Park, die sich traditionell zur Weihnachtszeit mit mehreren Konzerten, darunter auch in Schuttern, in der Region ihrem Publikum zeigen. Der erste Auftritt in Rust war im Rahmen der Fernsehproduktion der ARD "Christvesper im Dome", die am Vorabend zu Heilig Abend aufgezeichnet wurde. "Dass wir aus unseren Vorbereitungen für unsere Konzerte herausgerissen wurden, um uns im Fernsehen zu präsentieren, war natürlich ein Erlebnis für uns alle", erklärte Chorleiter Friedhelm Matter.

Neben dem Erlebnis war der Auftritt aber auch Strapaze, denn die Proben für die TV-Produktion verliefen in einem ganz anderem Rhythmus. Matter: "Wir mussten uns schon sehr auf die Interessen der Fernsehleute einstellen und immer dann auf der Bühne präsent sein, wenn es gerade in die Regie passte. Das waren schon besondere Bedingungen".

Autor: Bernhard Rein und Klaus Fischer