Nach dem Regen geht es aufwärts

Adelbert Mutz

Von Adelbert Mutz

Mo, 03. September 2018

Rust

Das 43. Ruster Straßenfest hat am Freitag eher verhalten begonnen – steigerte sich am Samstag und Sonntag aber.

RUST. Trotz Regens hat Rusts Bürgermeister Kai-Achim Klare bei seinem fünften Fassanstich beim Straßenfest gute Laune gehabt. Von seinem Urlaub erholt, verbreitete Klare in seiner Begrüßungsrede Optimismus. "Sommer, Sonne, Straßenfest" lautet normalerweise die Gleichung für das Fest, das zum 43. Mal auf dem Festplatz am Allmendsee stattfand. Man lasse sich von der "erhöhten Luftfeuchtigkeit" nicht irritieren, so Klare.

Wegen des Regens war der Festmarsch von Rathaus und Schloss Balthasar reduziert. Auf die übliche Kutschenfahrt wurde verzichtet und die Musikkapelle spielte direkt vor Ort. Lediglich der Fanfarenzug führte den Zug zum Festplatz musikalisch an. In seiner Eröffnungsrede dankte Bürgermeister Klare besonders den vielen Helfern der 17 Vereine, die das Fest Jahr für Jahr gestalten, in diesem Jahr unter der Verantwortung von Daniel Punkt, Andreas Koch, Frank Moog (als Vertreter der Vereinsgemeinschaft) sowie Annette Schmider von der Gemeindeverwaltung und dem Bauhof.

Unter den zahlreichen Ehrengästen waren traditionell auch Freunde aus der Partnergemeinde Marlenheim mit Bürgermeister Marcel Luttmann an der Spitze. Klare pries das reichhaltige Angebot von "handgemachten Köstlichkeiten" in den Lauben und an den Ständen an. Nach vierjähriger Erfahrung war auch der fünfte Fassanstich für Klare kein Problem. Danach gab es für alle Freibier unterm Regenschirm und bei kühlen Temperaturen.

Die Lauben füllten sich nur langsam, wegen der Witterung hielt sich der Besucherandrang in Grenzen. Auf der Festbühne bemühte sich die Band Kranzlers, mit heißen Rhythmen die Stimmung zu steigern. Aber die Lust auf ein Tänzchen wollte sich noch nicht einstellen. Die Vereine waren dennoch gut auf die Gäste vorbereitet. Bereits zwei Wochen vor dem Fest wurde zum Teil mit dem Aufbau der Lauben begonnen.

Aus der Laube der Balthasar-Hexen lockten feine Gerüche von gegrillter Ochsenkeule Besucher an. Seit 2009 gibt es dieses Gericht bei der Zunft, der 75 aktive Mitglieder angehören. Zwölf Stunden drehe sich die Keule am Spieß, bis sie in Stücken auf den Teller kommt, sagte Grillchef Martin Greitmann, stellvertretender Vorsitzender der Zunft. Vier Keulen, jede rund 30 Kilogramm schwer, kamen für das Straßenfest nacheinander an den Spieß.

Sonnenschein lockt Besucher am Samstag auf das Fest

Der Samstag war zur Freude der Verantwortlichen ein echter Sonnentag. Die Senioren kamen am Nachmittag in die Laube der Balthasar-Hexen zum traditionellen Seniorentreff. Alleinunterhalter Bernhard Lang lud sie zum Mitsingen ein. Eine Überraschung war der Gesangsauftritt des Quartetts Singende Hausfrauen aus Friesenheim.

Am Abend sorgte erneut die Band Celebration für musikalische Unterhaltung, während in den Lauben und auf der Straße Hochbetrieb herrschte. Die Besucher aus dem Umland nutzten das Angebot, ihre Fahrzeuge kostenlos auf dem großen Parkplatz des Europa-Parks abzustellen. Eine barrierefreie Toilette beim Sportheim war für Menschen mit Behinderungen vorhanden.

Der Sonntag zeigte sich freundlich und herbstlich. Die Besucher ersparten sich das Mittagessen zu Hause und nutzten das reichhaltige Essensangebot der Ruster Vereine. Der Verein "Fit und aktiv" präsentierte aus dem sportlichen Repertoire Vorführungen auf der Festbühne, ehe auf dieser am Abend wieder die Band Celebration aufspielte.

Mit Spannung wurde die Verlosung von Preisen vom Freundeskreis des Sportvereines erwartet. Der Hauptpreis war ein Kleinwagen.

Ein erstes Fazit der Vereinsgemeinschaft: Der Freitag war mau, aber dann ging es aufwärts.