Routiniertes Vorgehen der Feuerwehr

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 10. Mai 2013

Rust

Brandübung in Mehrfamilienhaus ohne Fehl und Tadel.

RUST (BZ). Ein Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus, starke Rauchentwicklung versperrt den Hausbewohnern den Weg ins Freie über das Treppenhaus: Das war die Annahme bei der Frühjahrsübung der Ruster Feuerwehr, bei der Peter Stephan erstmals als Kommandant die Fäden beim Einsatz in der Hand hielt, so eine Pressemitteilung der Gemeinde.

Durch einen technischen Defekt war es im Mehrfamilienhaus zum Brand gekommen. Wegen der Holzbauweise errichteten Kellerabteile breitete sich das Feuer schnell aus. Durch die starke Rauchentwicklung war den Bewohnerinnen und Bewohnern der Obergeschosse der Weg durchs Treppenhaus ins Freie versperrt. So stellte sich die Brandsituation der Feuerwehr beim Eintreffen dar. Eine Bewohnerin hatte sich in Panik aus einem Fenster im zweiten Obergeschoss gestürzt. Mit viel Schminke täuschend echt hergerichtet lag die Schülerin Lena Kollmer mit einem "offenen Knochenbruch am Unterschenkel" vor dem Haus, während sich die anderen Eingeschlossenen auf die Balkone in Sicherheit gebracht hatten.

Routiniert erkundeten zunächst die Feuerwehrleute unter Einsatzleiter Florian Bachmann die Lage. Anschließend wurden das Gebäude und die anliegenden Straßen gesichert und konnten rasch alle Bewohner in Sicherheit gebracht werden. In einer zum Sanitätsplatz umgewidmeten Garage stellte das Ruster DRK-Team um Bereitschaftsführer Gerhard Klausmann die medizinische Erstversor-gung der Verletzten sicher. Zügig geholfen wurde auch einem Feuerwehrkameraden, bei dem der Ausfall der Atemschutzausrüstung simuliert wurde.

Voll des Lobes war Kreisbrandmeister Reinhard Kirr ob der Leistungen der Ruster Feuerwehr und der Sanitäter: "Das war nahezu eine perfekte Übung", konstatierte Kirr. Gute Kritiken gab es für die Feuerwehr auch von Bürgermeister Günter Gorecky, der dem neuen Feuerwehr-kommandanten Peter Stephan ein erstklassiges Zeugnis ausstellte: "Sie und ihre Kolleginnen und Kollegen haben die Lage zu jeder Zeit souverän gemeistert. Insbe-sondere die routinierte Lageerkundung und die Sicherung des Objektes waren vorbildlich."

Geärgert hatte sich Gorecky allerdings nur darüber, dass immer wieder Autofahrer die – wenn auch nur gestellte – Gefahrensituation ignorierten.