Schrift wird zur Kunst

Adelbert Mutz

Von Adelbert Mutz

Mo, 22. Oktober 2018

Rust

Kulturkreis Rust stellt "Bildwelten" von Bernhard Moog vor.

RUST (amu). Es wurde eng im Bürgersaal des alten Rathauses, als der Kulturkreis zur Vernissage zur Ausstellung "Bildwelten" des Ruster Malers und Kalligrafen Bernhard Moog bat. Mehr als 100 Exponate werden an Bildwänden und Tischen gezeigt.

Daniela Kindilide (Panflöte) und Katharina Rose (Klavier) eröffneten die Ausstellung musikalisch schwungvoll mit "Second Waltz" von Schostakowitsch. Karl-Heinz Debacher, Vorsitzender des Kulturkreises, hielt die Laudatio auf das künstlerische Wirken von Bernhard Moog, der schon als Kind einen besonderen Blick für Licht- und Schattenspiele und die Natur gehabt habe. Auf dem Asphalt habe er mit Ziegelbruchstücken und Kreide gemalt. Neben vielen Inspirationen habe ihn eine van-Gogh-Ausstellung in der Ancienne Douane in Straßburg 1969 für die Kunst begeistert. In der Folge habe Moog begonnen zu malen und zu zeichnen, so Debacher. Es folgten erste Aufträge für Plakate, Szenenbilder, später auch öffentliche Aufträge zur kunstvollen Gestaltung von Urkunden und Dankeskarten.

Debacher dankte Moog für den offenen Austausch in den vergangenen Jahren über die verschiedensten Ausdrucksformen von Kreativität. Dieser Austausch habe auch seinen Blick auf die bildenden Künste erweitert und geöffnet. Die Verknüpfung der Kunstschrift mit und in seinen Bildern, unter Anwendung verschiedener Mal- und Schrifttechniken, sei es, was Bernhard Moog als Künstler auszeichnet.

In seinen Dankesworten erinnerte Bernhard Moog an seine erste Ausstellung im Jahre 1972 in Rust im damaligen alten Rathaus. Der damalige Bürgermeister Erich Spoth habe ihm die Nutzung der Räume erlaubt, zugleich aber angefügt, dass er den Saal selbst und auf eigene Kosten heizen müsse. So habe er damals Holz und Briketts angefahren. Moog erinnerte auch an einstige Unterstützer wie Otto Baumann und Alfred Link. Eine zweite gemeinsame Ausstellung mit Robert Ohnemus schloss sich im Jahre 1992 an. "Aller guten Dinge sind nun drei", meinte der Künstler. Der Dank des Künstlers galt vielen Unterstützern und nicht zuletzt auch seiner Ehefrau Anita. Moog: "Sie ist diejenige, die mich motiviert, wenn ich mal wieder an meiner kreativen Fähigkeit zweifle, und auf deren Kritik ich vertrauen kann."

Die Ausstellung ist noch am heutigen Kilwi-Montag von 13 bis 18 Uhr zu sehen.