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16. Oktober 2009 01:35 Uhr
Nachwuchsforscher
Science Days im Europa-Park stillen Wissensdurst
Bei den neunten Science Days im Europa-Park in Rust dreht sich diesmal alles um Klima und Weltall. 20.000 Schülerinnen und Schüler erleben drei Tage lang Wissenschaft und Technik in Shows und Experimenten.
Die Nachwuchsforscher gehen in Dome und der Arena naturwissenschaftlichen Fragen auf den Grund.
Warum fällt uns der Himmel nicht auf den Kopf? Professor Walter Großhans von der Hochschule Offenburg erklärt es anschaulich: Er schwingt einen Putzeimer gefüllt mit Wasser in großen Kreisen durch die Luft – und siehe da: Das Wasser bleibt im Eimer. "Im Universum fällt eben nichts herunter, weil alles in Bewegung ist", erklärt Großhans.
Und wie funktioniert Schwerkraft? Die Schüler staunen, dass ein zerknülltes Blatt Papier und eine Holzkugel aus gleicher Höhe etwa gleich schnell zu Boden fallen. Ein glattes Blatt Papier aber segelt viel langsamer nieder. Dahinter steckt kein Trick. Alles, so der Professor, fällt gleich schnell nach unten, nur die Luft bremst mehr, wenn die Fläche größer ist.
Das war Sebastian Ruckes von der Realschule Titisee-Neustadt schon klar. Seine Lieblingsfächer sind Mathe und Technik. Der Zwölfjährige interessiert sich vor allem für Elektrizität. Im Europa-Park-Dome zieht ihn besonders der Stand des energieversorgers EnBW am besten aufgehoben. Dort können sich Freiwillige als Stromleiter zur Verfügung stellen. Sebastian legt seine Hände auf zwei Metallplatten, während David Betsch, Auszubildender bei EnBW, eine Kurbel an einem Generator dreht und so Strom erzeugt. Der Strom fließt durch Sebastians Körper. Der 12-Jährige lächelt. Ein bisschen komisch sei das. Jana Straßheim aus Durmersheim stimmt zu. Die Gymnasiastin hat sich ebenfalls an die Platten gewagt.
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Natalie Schollmeyer und Solveig Roser vom Goethe-Gymnasium Emmendingen sind eigentlich eher sprachbegabt. "Ist schon cool, dass man hier mal alles ausprobieren kann", sagt die 14-jährige Natalie. "Im Physikunterricht ist das alle viel zu theoretisch." Am Rhodia-Stand haben die beiden Schülerinnen Filzstifte gebastelt. "Da war so ein süßer Typ am Stand – das hat schon Spaß gemacht." Solveig kichert.
Viel zu tun gibt es bei den Science Days auch für die Lehrer. Sie müssen ihre Schüler nach zwei Stunden wieder zusammen trommeln. Alois Marders’ Schüler sind so interessiert, dass sie die Achterbahnen gleich nebenan nicht locken können. Der Neustädter Lehrer für Mathe, Physik und Technik hält "die technischen Möglichkeiten hier für ganz andere, als in der Schule". Für seinen Geschmack sind die Hallen allerdings überfüllt. "Man hätte mehr davon, wenn die Science Days eine ganze Woche lang stattfinden würden", so Marder.
Auch heute stürmen Schulklassen aus ganz Baden-Württemberg die Science Days. Morgen, Samstag, sind alle Interessierte willkommen.
Autor: Britta Kuck
