Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
25. November 2008
Sportler machen Theater
Proppevolle Rheingießenhalle bei Turnerschauen und Theaterschwank des SV Rust
RUST. Der 990 Mitglieder zählende Sportverein Rust steht für erfolgreichen Fußball, aber auch für andere Sportarten mit seinen Gymnastik-, Tanz- oder Tischtennisgruppen. Und sogar eine Theatergruppe gibt es im SV. "Die stehen immer etwas im Schatten des Fußballs", räumt SV-Vorsitzender Armin Kienzler ein, aber einmal im Jahr ist ihr großer Tag: die Jahresfeier. Samstagabend war es wieder soweit, die Rheingießenhalle war proppevoll.
Der Auftakt kam doch noch von Fußballern und Fußballerinnen, wenn auch von ganz kleinen: Die F-Jugend bekannte mit dem Vereinslied ihre Liebe zu den Farben Blau und Weiß – den SV-Farben des 1923 gegründeten Vereins. Anschließend gehörte die Bühne den Tanz- und Gymnastikgruppen um Anja Gruninger, Anette Hauser, Sandra Nufer und Melanie Moog, denen nach Angaben des Vereins über 120 Kinder und Jugendliche angehören. Sie zeigten nach Anmoderation von Armin Käßheimer Gemeinschaftstänze mit Tüchern und Seilen, eine Dschungelbuch-Safari der Kleinsten und flotten Jazzdance von den Großen.Da hob sich der Vohang für die Theatergruppe unter Regie von Kerstin Lang und Reiner Metzger. Sie spielte den Dreiakter "Mutters letzter Wille", einen volkstümlichen Schwank von A. und E. Döhmen, den die SV-Kompanie vom Originalschauplatz in den hohen Alpen ins flache Rust verlegt hat, das aber ja auch Ziel vieler Touristen ist. Und eben solche geraten an die vier Brüder Adolf, August, Anton und Rochus Köttel (Ulrich Melder, Dirk Bühler, Wolfgang Busch, Armin Käßheimer), die gemeinsam die Pension Taubenschlag leiten. Es war ihrer gerade verblichenen Mutter letzter Wille, dass die Vier die Pension fortführen, was die von Marie-Luise Späth wunderbar überkandidelt gespielte Touristikfachfrau Apollonia den Herren deutlich macht. Nicht unbedingt zum Wohl der Gäste, dem Ehepaar Kleinbäumlein (Kerstin Lang und Reiner Metzger) und "Stadttussi" Marika von Klein-Ziege (Bettina Kienzler), aber zur großen Freude des Publikums, denn im Taubenschlag war mächtig was los. Bis zum gewaltigen Schlussapplaus servierten SV-Mitglieder zudem zünftigen Braten.
Werbung
Autor: Stefan Merkle
