Weltmann mit herausragendem Engagement

eri

Von eri

Mo, 01. Oktober 2012

Rust

Roland Mack wird der "Pro Europa"-Preis verliehen.

RUST. Roland Mack hat am Samstag den deutsch-französischen Kulturpreis bei einer Feierstunde im Europa-Park vom europäischen Kulturforum "Pro Europa" erhalten. Der geschäftsführende Gesellschafter des Europa-Parks wurde für sein herausragendes Engagement und für die Unterstützung der Kultur beider Länder ausgezeichnet.

Im Europa-Park werde nicht nur Europa im Kleinen dargestellt, sondern es arbeiteten auch Franzosen in allen Bereichen des Parks, sagte EU-Kommissar Günther Oettinger bei seiner Laudatio. Der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg würdigte Roland Mack als einen Unternehmer, den die deutsch-französische Freundschaft geprägt habe und der diese Freundschaft weiter entwickle, als "Weltmann" und als einer, "der mit beiden Beinen im Park steht". Als Präsident des Internationalen Verbandes der Freizeitindustrie IAAPA (International Association of Amusement Parks and Attractions) sei Roland Mack international tätig und als Mitglied der Familie Mack dabei, den Park der nächsten Generation zu übergeben. Diese in Deutschland so wichtige Tradition von Familienunternehmen gebe es in Frankreich nicht, sagte Oettinger.

Roland Mack steht mit dem undotierten Preis in einer Reihe mit dem Fernsehsender Arte, dem elsässischen Politiker, ehemaligen Minister und Europaabgeordneten André Bord und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Die 1993 in Basel gegründete Stiftung Pro Europa lobt eine Reihe von europäischen und deutsch-französischen Preisen aus.

Bei der Veranstaltung am Samstag wurde außerdem Jean-Paul Heider geehrt, Präsident des Instituts IRCOD einer Initiative für die Entwicklungshilfe elsässischer Gebietskörperschaften, vor allem für Afrika. Die Laudatio hielt kein geringerer als Daniel Hoeffel, französischer Staatsminister a. D..Über den Einsatz von Heider sagte Hoeffel, dass das Regierungspräsidium in Freiburg den Elsässer einst nach Berlin geschickt habe, damit er dort für den Erhalt des trinationalen Förderprogramms Interreg eintrete, womit er erfolgreich gewesen sei. Heider beschreibt sich als einen, der in seiner Familie den Wechsel der Nationalität immer wieder erlebt hat. Seine Familie habe aber nicht verbittert reagiert, sondern jeweils das Positive aus den Umständen gezogen. Günther Oettinger sprach bereits vom Spielball der Mächte, der die Region am Oberrhein über Jahrhunderte gewesen sei. Heute schaue ganz Europa auf die Verständigung der Deutschen und Franzosen. "Wenn hier die Chemie stimmt, dann schwenken auch die anderen europäischen Staaten ein."

Den Regio-Kultur-Initiativ-Preis erhielt das Trinationale Umweltzentrum Weil am Rhein und den Europäischen Regio-Preis die Wessenberg-Akademie mit Sitz in Österreich.