Kunst

Die Ausstellung "Von der Form zur Information" im Frac Alsace in Sélestat

Hans-Dieter Fronz

Von Hans-Dieter Fronz

Fr, 22. Juni 2018

Sélestat

Die Ausstellung "Von der Form zur Information" im Frac Alsace in Sélestat.

Vier Künstler aus der Region am Oberrhein zeigt der Frac Alsace in Sélestat. Die Vier spielen mit unterschiedlichen Materialien – mit Formen, auch mit Wörtern und Klängen. Ihre Werke sprechen zu uns, man kann sie anfassen und spüren, mit ihnen interagieren – sogar sie verändern, in eine neue Form bringen. Es geht um Wahrnehmung. Nur was eine Gestalt oder Form hat, nehmen wir wahr; man sieht nur, was man kennt. Der Ausstellungsbesucher ist gehalten, seine Eindrücke zu einem individuellen Gesamtbild zu verbinden.

Der Franzose Frédéric Pagace will uns mit seinen Installationen zum Nachdenken über die Ursprünge der Beziehungen von Natur und Kultur anregen. Mit interaktiven Klangobjekten entführt er uns in die Formenwelt der Botanik. Fragile keramische Formen, die an Blätter, Zweige oder Knospen erinnern, werfen uns Wörter zu oder senden bei Berührung Klänge aus. Kommunizieren wir mit ihnen – oder sie mit uns? In einer wandfüllenden Arbeit versammelt Pagace Motive aus Wissenschaft, Politik und Popkultur.

Die französisch-schweizerische Medienkünstlerin Zahra Poonawala verbindet Bilder mit Sprache, Musik und Klang. Auch ihre Objekte scheinen den Besucher anzusprechen. Im Videoraum lässt sie uns in ein Konzert aus Lichtern und Klängen eintauchen. Medienkünstler ist auch Lukas Fuchs. Der Deutsch-Schweizer entwirft im virtuellen Raum aus geometrischen Einzelformen Gebilde zwischen Biologie und Mathematik. Hinzutreten konzeptuell-minimalistische Werke der 80er Jahre von Jean-Marie Krauth aus den Sammlungen des Frac Alsace und des Musée d’art moderne et contemporain in Straßburg.

Termine: FRAC Alsace, 1 route de Marckolsheim, Sélestat. Bis 26. Aug., Mi bis So 14–18 Uhr, Do bis 20 Uhr