Lueginsland

S Neidhämmeli: Tarte Citron in Colmar

Friedel Scheer-Nahor

Von Friedel Scheer-Nahor

Sa, 28. Oktober 2017

Lueginsland

Endlich Wocheend. Un luegt mr nüs, stenn siewe Sunne am Himmel. Schnäll isch de Plan gmacht. Mir fahre mit em Rad uf Colmar. Un als Belohnung fir unser Gstrampel kehre mr im Café näbenem Bartholdi Museum ii un bstelle uns e Tarte Citron. Schu bim Gedonke do dro laüft uns s Wasser im Müül zsämme.
Munter wickle mr ei Kilometer nach em andere ab. S gitt allerhand z sähne im Vebejfahre. Un d Vorfraid uf unser Tarte Citron ziägt uns wiä ame unsichtbare Fade ans Ziel. Tatsächlich wird, wu mir um d Ecke kumme, grad e Disch frej. S laüft alles wiä am Schniärli. E Blick ufs Schaufenschter setzt dem Gonze d Krone uf: Grad noch zwei Stickli Tarte Citron stenn dert. Diä hen uf uns gwartet. Jetz warte mir bis mr unser Bstellung ufgää kinne. Do träue mr unsere Aüge nit. Diä zwei Stickli Kueche wandere unter unsere Nase vebej an de Nochberdisch, wu vier Amerikaner sitze un sich ums Rumluege driber her mache. Mir kriäge Stielaüge, un des noch meh, wu denoch noch Flammekueche an Disch brocht were un die Barbare des noch dem siäße Kueche veputze. Was isch denn des fir e Esskultur? Oh, des Neidhämmeli, wu doch immr emol wieder zum Vorschiin kunnt ... Mir bsinne uns un vesueche des Maleer mit Astand z veschaffe. S hilft jo alles nit. Je schneller mir des kapiere, umso besser. Un de Heiberekueche, wu mir als Ersatz bstelle, isch eigentlich aü nit z veachte.