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05. August 2015

Sachs neuer Vorsitzender

Hauptversammlung des Georg Scholz.-Kunstforums Waldkirch mit Neuwahlen und vielen Themen.

  1. Der neue Vorstand des Georg-Scholz-Haus-Kunstforums: Ehrhard Sachs (2. von rechts) löst Volker Lindemann als Vorsitzenden ab. Auf dem Bild fehlt Vorsitzende Brünhilde Zinger. Von links: Anette Pitz-von Ahlen, Roland Krieg, Renate Breithaupt, Richard Leibinger, Helga Bauer, Ehrhard Sachs und Volker Lindemann. Foto: Gabriele zahn

WALDKIRCH. In der Jahreshauptversammlung des Georg-Scholz-Haus Kunstforum Waldkirch wurde Ehrhard Sachs gleichberechtigt neben Roland Krieg und Brünhild Zinger zum Vorsitzenden gewählt. Sachs glaubt, dass vielen Menschen nicht klar sei, welche Bedeutung das Georg-Scholz-Haus hat, auch über Waldkirch hinaus. Neben der bestehenden Kooperation mit der Städtischen Musikschule würde er auch eine Kooperation mit der Sick-Lehrlingsausbildung befürworten.

Volker Lindemann erinnerte an die Anfänge des Georg-Scholz-Haus-Kunstforums. Gegründet wurde das Georg-Scholz-Haus 1985 als Städtische Galerie. 2002 folgte die Gründung des Georg-Scholz-Haus Kunstforums, das seither jährlich vier Ausstellungen zeitgenössischer Künstler organisiert, sowie zwei Sonderausstellungen. Die Ausstellungen werden jährlich von etwa 2 000 Besuchern besichtigt. Den Vorsitz des Kunstforums übernahm Lindemann 2007. Er etablierte beispielsweise einen künstlerischen Beirat, der Ateliers besucht, die Künstler zu Ausstellungen animiert und die Bewerbungen sichtet. Diese werden dann einer Fachjury vorgelegt. Bei der Auswahl der Künstler werde – im Sinne von Georg Scholz – der sozialkritische Aspekt der Kunst beurteilt, ob der Künstler aus der Region kommt und ob es ein junger Künstler ist. "Entscheidend für den Erfolg des Georg-Scholz-Haus-Kunstforums ist, dass wir Qualität bringen", sagte Lindemann, finanziell unterstützt wurde der Verein von Waltraud Sick. Das Georg-Scholz-Haus-Kunstforum zeichne sich durch das Begleitprogramm zu den Ausstellungen aus, ergänzte Anette Pitz-van Ahlen, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Die Kombination der Ausstellungen mit Musik und Literatur sei ungewöhnlich. Im vergangenen Jahr wurden der Fachjury 29 Bewerbungen vorgelegt, von denen neun ausgewählt wurden. Dieses Jahr wird noch Malerin Barbara Ambs ausstellen und es wird die Sonderausstellung "Bleistift" geben.

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Das Georg-Scholz-Haus ist ein Ort der Kultur geworden

Seit September werden die Ausstellungsräume des Georg-Scholz-Hauses auch von der Städtischen Musikschule genutzt. Regelmäßig kommen etwa 80 Schülerinnen und Schüler, um hier in ihrer Freizeit zu üben oder Unterricht zu erhalten. Das Georg-Scholz-Haus sei ein Ort der Kultur geworden, in dem Schüler ganz selbstverständlich mit Musik und bildender Kunst aufwachsen, meinte Volker Lindemann.

Ein neues Projekt, das der Verein Anfang dieses Jahres startete, ist die Kooperation mit Elztäler Schulen. Vier Vereinsmitglieder sind Pädagogen. Sie möchten den Schülern mittels Workshops, Führungen und künstlerischer Gestaltung, die zeitgenössische Kunst erlebbar machen. Auch eine Begegnung mit den ausstellenden Künstlern wird den Schülern ermöglicht. Acht Schulklassen haben das neue Angebot bereits genutzt. Das Kunstforum hofft, dass das Projekt bei den Schulen viel Zuspruch findet. Richard Leibinger, der sich nun im Vorstand des Kunstforums als Beisitzer einbringt, heißt dieses Projekt gut und plädiert dafür, einen solchen Workshop auch im Rahmen des Ferienprogramms anzubieten.

Volker Lindemann kandidierte nicht mehr als Vorsitzender, für ihn ließ sich Ehrhard Sachs aufstellen. Sachs glaubt, dass vielen Menschen nicht klar sei, welche Bedeutung das Georg-Scholz-Haus hat. Er wünscht sich ein Fortbestehen der Kooperation mit der Städtischen Musikschule, auch eine Kooperation mit der Sick-Lehrlingsausbildung könne inspirierend sein.

Gewählt wurden Brünhild Zinger, Roland Krieg und Ehrhard Sachs zu gleichberechtigten Vorsitzenden, Anette Pitz-van Ahlen zur Pressesprecherin, Helga Bauer zur Schriftführerin, Renate Breithaupt zur Kassiererin und Volker Lindemann und Richard Leibinger zu Beisitzern.

Autor: Gabriele Zahn