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15. Juni 2012 00:04 Uhr

Islamismus

Salafisten in Deutschland – wie gefährlich sind sie?

Mit bundesweiten Razzien haben die deutschen Sicherheitsbehörden die Netzwerke radikaler Salafisten ins Visier genommen. Wer aber sind diese Leute, von denen jetzt immer öfter die Rede ist?

  1. Salafisten bei einer Demonstration in Köln Foto: DAPD

Bärtige junge Männer in knielangen Hemden sorgen für Schlagzeilen. Vor ein paar Wochen verteilten sie in deutschen Städten die heilige Schrift der Muslime, den Koran. In Solingen und Bonn protestierten Salafisten gewaltsam gegen die vom Verfassungsschutz als rechtsradikal eingestufte Partei Pro NRW, die provokativ Karikaturen des Propheten Mohammed gezeigt hatte. Jetzt verbot Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) die salafistische Vereinigung Millatu Ibrahim. Gegen zwei weitere salafistische Organisationen wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet, bundesweit gab es in der Nacht zum Donnerstag Großrazzien gegen gewaltbereite Salafisten.

Doch wer sind diese Salafisten, deren Name erst in den vergangenen Jahren in der Öffentlichkeit aufgetaucht ist und die auch in der arabischen Welt für Unruhe sorgen? Etwa in Tunesien. Zu Wochenbeginn kam es dort zu Ausschreitungen, als Salafisten versuchten, eine Kunstausstellung zu verhindern. Die Werke verstießen aus ihrer Sicht gegen die Religion. Was unterscheidet diese Salafisten von Islamisten, von denen vor und nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 lange die Rede war? Wie fanatisch, wie gefährlich sind sie?

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Es ist nicht einfach, eine Unterscheidung zwischen Salafisten und Islamisten zu treffen. "In vielen Aspekten ihrer Ideologie verschwimmen die Grenzen zu den Islamisten", stellt der Nahost-Experte Guido Steinberg von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin fest. Der wesentlichste Unterschied ist, dass Islamisten vor allem das Vorhaben verfolgen, Staaten zu errichten, in denen es keine Trennung von religiöser und weltlicher Macht gibt und in denen die Scharia, das islamische Recht, die Grundlage der Rechtsprechung ist. "Salafisten indes neigen dazu, sich von andersgläubigen Muslimen scharf abzugrenzen, zu denen aus ihrer Sicht auch Islamisten gehören", so Steinberg. Diese Einschätzung bestätigt auch Benno Köpfer vom Landesamt für Verfassungsschutz in Stuttgart. So kritisierten Salafisten die Muslimbrüder, die selbst in Ägypten unter Diktator Husni Mubarak an Wahlen teilgenommen haben und so versuchten, ihrem Ziel eines islamisch geprägten Staates näherzukommen. "Salafisten pflegen ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber politischer Aktivität und fordern stattdessen eine Reform des Glaubens und der Gesellschaft", so Steinberg. An der ersten freien Parlamentswahl in Ägypten hat die salafistische "Partei des Lichts" allerdings teilgenommen. Sie erlangte etwa 25 Prozent der Stimmen.

Wenn von Salafisten die Rede ist, wird auch immer wieder Saudi-Arabien genannt. Einer der Gründe dafür ist, dass sich die Salafisten an der dort vorherrschenden Lehre des Wahabismus orientieren, dem auch das saudi-arabische Königshaus angehört. Der Wahabismus strebt danach, möglichst ein Leben wie zu Zeiten des Propheten Mohammed (570 bis 632) zu führen. Gottes Gebote im Koran und in den überlieferten Geschichten über das Leben des Propheten Mohammed sollen wortgetreu umgesetzt werden. So gelten in Saudi-Arabien die koranischen Strafen, dazu zählt das Abhacken der Hand für Diebe. Um dem Propheten nachzueifern, tragen die Salafisten Kleider, wie sie auch der Prophet angehabt haben soll. Und wie er es tat, putzen sie ihre Zähne mit einem Stöckchen. Das saudi-arabische Königshaus hat tatkräftig dazu beigetragen, den Salafismus entstehen zu lassen, da es die Verbreitung des Wahabismus weltweit fördert.

Friedliche Puristen und

gewaltbereite Dschihadisten

Während Islamisten das Ziel verfolgen, gottgefällige Staaten aufzubauen und die aus ihrer Sicht ungerechten Systeme zu bekämpfen, sind die Salafisten stärker missionarisch tätig. Das erklärt auch, warum sie Korane in deutschen Städten verteilen. Allerdings gibt es dazu ebenfalls unterschiedliche Ansichten. Nach Angaben des Verfassungsschutzes hat sich einer der Prediger gegen das Verteilen der Korane ausgesprochen, da der Prophet Mohammed dies nicht getan habe.

Wie bei den Islamisten gibt es auch unter den Salafisten friedlichere und gewaltbereitere Anhänger. Eine der friedlichen Strömungen bezeichnet Steinberg als Puristen. Ihr Ziel ist es, der reinen Lehre des Islams zu folgen und ein gottgefälliges Leben zu führen. Daneben gibt es aber auch die sogenannten dschihadistischen Salafisten. Sie stellen den bewaffneten Kampf in den Mittelpunkt. Der richtet sich entweder gegen die eigenen Regierungen oder gegen Länder, die als unrechtmäßige Besatzer muslimischer Länder gesehen werden. Dazu zählt Deutschland, das am Isaf-Einsatz in Afghanistan teilnimmt.

Der Verfassungsschutz geht davon aus, dass es in Deutschland etwa 5000 Salafisten gibt, etwa 200 zählen als gewaltbereit. Sie haben zum Teil eine Ausbildung in Terrorcamps in Afghanistan oder Pakistan durchlaufen – oder sind noch immer dort – und wären bereit, Anschläge zu verüben. Wie hoch die Zahl der Salafisten ist, die ähnlich wie Hooligans auf der Straße Krawall machen, darüber hat der Verfassungsschutz keine genauen Erkenntnisse. In Solingen demonstrierten etwa 100 zum Teil gewalttätige Salafisten, in Bonn waren es bis 600. Aus Sicht des Verfassungsschutzes besteht die Gefahr, dass es zu einer weiteren Radikalisierung kommt.

"Auch wenn die gewaltbereiten Salafisten nur eine kleine Gruppe sind, ist das alarmierend", sagt der Bundestagsabgeordnete Memet Kilic (Grüne), der sich im Innenausschuss auch mit dem Salafismus befasst. "Bei der Neonazi-Zelle von Zwickau haben wir gesehen, was nur drei Terroristen anrichten können."

Autor: Annemarie Rösch


25 Kommentare

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Moritz Rau

Registriert seit: 26.07.2011

Kommentare: 294

15. Juni 2012 - 09:09 Uhr

Hallo Salafisten, bitte beachten:

Mohammed war kein Selbstmordattentäter und hat auch keine Flugzeuge entführt.

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Bernice Bacheberle  

Bernice Bacheberle

Registriert seit: 27.02.2010

Kommentare: 2017

15. Juni 2012 - 09:45 Uhr

Wer staatliche und kirchliche Institutionen nicht trennen kann oder will, lebt noch im Mittelalter. Diese Phase haben wir in Europa längst hinter uns gelassen.
Wenn auch bei den Christen einige immer noch nach kirchlichem Recht handeln und den tausendfachen Missbrauch von Kindern nicht über staatliche Gerichte geklärt wurden, so sind wir doch auf dem Weg, die juristischen Auseinandersetzungen nach staatlichen Gesetzen ablaufen zu lassen. Nur so können mittelalterliche unmenschliche Bräuche abgeschafft werden. Genauso muss mit der Gleichberechtigung der Frau verfahren werden. Althergebrachte Bräuche, die religoös begründet werden, aber die Grundrechte der Menschen missachten, haben in unserer Welt nichts, aber auch gar nichts verloren.
Die Regierungen von Staaten, die nach moslemischem Recht handeln, müssen unter Druck gesetzt werden, wenn sie die Grundrechte von Menschen nicht in ihr Rechtssystem aufnehmen.

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Moritz Rau

Registriert seit: 26.07.2011

Kommentare: 294

15. Juni 2012 - 15:33 Uhr

Herr Pommerenke,

wo genau gab es 1933 "intergrationsunwilligen Migranten, deren Führer und
Untergrundvereine mit ihren mittelalterlichen Vorstellungen, dem
Familienpatriarchat sowie dem Auftreten in der Öffentlichkeit" ?

Ach ich habe Ihren Kommentar nicht zu Ende gelesen: "In Einkaufsmailen (Verstehen Sie darunter Internetshopping ?) und ganz besonders auf den hiesigen Flohmärkten"

Eine hervorragende Beschreibung für den Migranten Herrn Adolf und seine Partei in den Anfangsjahren. Nun ist mir natürlich klar, wo das rechtsradikale Gedankengut seinen Ursprung hat. Dass ich da nicht früher drauf gekommen bin.

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helli billig

Registriert seit: 18.04.2012

Kommentare: 30

15. Juni 2012 - 20:17 Uhr

Es gibt überall Solche und Solche ,aber es muss nicht erst Panik verstreut werden und dann haha is doch nix!!Natürlich geht von denen Personen eine Gefährlichkeit aus ,oder haben die ganze Razzien mal wieder Steuergelder gekostet ,weil nix ist. Oder wollte mal wieder jemand anders dran kommen ,wie die ach sogefährlichen Rocker in Germany,nicht dass böse Zungen behaupten die würden jetzt besonders betreut werden(worauf SIE gerne verzichten) !!Hoffentlich kommt nicht nach dem Einschläfern der Gesellschaft ,die immer noch vertraut auf den Staat,das böse Erwachen!!!

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Roman Weingardt  

Roman Weingardt

Registriert seit: 02.12.2010

Kommentare: 3198

15. Juni 2012 - 21:02 Uhr

@ Moritz Rau

Eine Flugzeugentführung wäre selbst Mohammed ziemlich schwer gefallen.

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Herbert Pommerenke  

Herbert Pommerenke

Registriert seit: 29.11.2010

Kommentare: 994

16. Juni 2012 - 00:55 Uhr

Huch mein Kommentar wurde gelöscht! In welcher Form habe ich gegen
die Netiquette verstoßen? Frage an die BZ: Ist recheriertes Basiswissen
verboten?
Ich bin überzeugt, dass unser Innenminister Herr Friedrich meinen
Ausführungen hier Gehör schenken würde.

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Patrick Halberstram

Registriert seit: 08.04.2012

Kommentare: 126

16. Juni 2012 - 14:32 Uhr

Herr Mattmüller, nur eine Frage - unabhängig davon, dass ich mit diesen Salafiten auch nicht warm werde - was würden Sie denn tun, wenn man einigen Stellvertretern Gottes (Päpste) Kindesmissbrauch, extremem Kolonialismus und Inquisition vorwirft?
Diese Päpste beriefen sich teils auch auf die Bibel oder auf Traditionen.
Sie kämen doch aber nie auf den Gedanken, die ganze Religion zu brandmarken oder?

Das Mohammad den jüdischen Stamm angreifen ließ ist unbestritten - genauso unbestritten sind aber auch Fehden gegenüber nichtjüdischen "Brüdern", welche sich dem Clan Mohammads widersetzten.

Sie sollten auch immer den Kontext der Geschichte sehen, im 6Jhd nach Christus tickten die Uhren anders, dort wurde eben ein "Feldzug" aus politischen Gründen schneller vom Zaun gebrochen als heute.
Ebenso war es üblich, junge Mädchen zu verheiraten - nicht nur in Arabien.

Wie dem auch sei... dass die Salafisten genauso leben wollen, wie zur Zeit Mohammads ist Schwachsinnn und zeugt von einem IQ dieser Zeitgenossen, der unter der normalen Schuhgröße eines Erwachsenen liegt.

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Martin Mattmüller

Registriert seit: 13.02.2010

Kommentare: 2031

16. Juni 2012 - 17:15 Uhr

Herr Halberstram,

dass Päpsten die von Ihnen genannten Vergehen vorgeworfen werden, trifft zu. Der Kindesmissbrauch usw. steht jedoch nicht als Handlungsanweisung im Neuen Testament, ist nicht Teil der Lehre Jesu. In Koran hingegen gibt es Duzende von Gewalt- und Mordaufrufen.
Dass die Sitten im 7. Jh. rauh waren, stimmt ebenfalls. Das war aber auch im 1. Jahrhundert, als das Neue Testament entstand, schon der Fall. Ich finde es daher bedenklich, dass man in Deutschland eine Religion hofiert, die die Sitten des 7. Jahrhunderts in ihrem Heligen Buch festgeschrieben hat. Zum Vergleich: Jesus war, anders als Mohammed, kein Feldherr, bestrafte nicht die Sünden der Welt durch Kriegszüge, sondern lies sich für die Sünden der Welt ans Kreuz schlagen.

Herr Weingardt,

nein, nicht jeder Moslem ist ein Salafist. Die deutsche Gesellschaft sollte aber sich und jedem Moslem klar machen, dass einige Inhalte des Koran mit dem Grundgesetz nicht kompatibel sind.

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Patrick Halberstram

Registriert seit: 08.04.2012

Kommentare: 126

16. Juni 2012 - 17:55 Uhr

Lieber Herr Mattmüller,

mir drängen sich lauter Fragen auf, die sich eigentlich allen Juden, Christen und Muslimen aufdrängen sollten...

Es ist unbestritten und mehrfach durch alle anerkannten Theologen, Historiker, Judaisten, Islamwissenschaftler etc. belegt, dass sich alle 3 monotheistischen Religionen auf einen Gott berufen - nennt man ihn/sie/es jetzt Jehova, Gott oder Allah.

Man sieht es allein daran, dass in jeder der 3 Religionen ausnahmslos alle Propheten vorkommen, dass Maria vorkommt etc.

So, nun behaupten die Muslime, dass der Koran das unverfälschte und direkete Wort Gottes ist...dann müsste dieser Gott doch ziemlich schizophren oder seine Propheten nicht in der Lage gewesen sein, die Botschaft korrekt zu übermitteln...oder sehe ich das falsch?

Was ich damit sagen will ist, dass wir alle "aus einem Trog fressen"...weder der Talmud, noch die Bibel noch der Koran sind per se gewalttätig oder sonstwas...die Menschen bedienen sich der Gewalt.
Mit etwas Phantasie kann ich auch eine Gruppe von Menschen mit einem Mickey Maus Heft zur Gewalt anstiften :-)

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Martin Mattmüller

Registriert seit: 13.02.2010

Kommentare: 2031

16. Juni 2012 - 18:12 Uhr

Herr Halberstram,

um festzustellen, ob die Bücher der Religionen ihre Gläubigen zu Mord und Gewalt aufrufen, müssen sie sie aufschlagen und lesen. Allgemeine Ableitungen wie dass sich "alle 3 monotheistischen Religionen auf einen Gott berufen" bringen da nichts. Im Neuen Testament werden sie keinen Kampfaufruf finden; einige aus dem Koran sind hier zitiert: http://www.csi-de.de/pdfs/kampfbefehle_allahs.pdf

Auf diese Stellen des Korans berufen sich die militanten Salafisten und Islamisten bei ihrer Gewalt; es wäre gut, wenn die Deutschen die Korane lesen würden, die verteilt werden, es würden ihnen vielleicht die Augen geöffnet.

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Bodo Weis  

Bodo Weis

Registriert seit: 26.05.2009

Kommentare: 861

16. Juni 2012 - 18:35 Uhr

Herr Hans-Peter Friedrich jetzt haben sie es uns aber gezeigt. Der Knallharter Minister der durchgreift. Ich bin beeindruckt.
Ich frage mich aber wo der Staat war als die „Zwickauer Terrorzelle“ über zehn Jahren Morden konnte? Nach und nach kommt heraus das sie vom Staat gedeckt wurde.
Also Herr Hans-Peter Friedrich überlassen sie das Sand in den Augen streuen lieber dem „Sandmännchen“.

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Patrick Halberstram

Registriert seit: 08.04.2012

Kommentare: 126

16. Juni 2012 - 19:03 Uhr

Herr Mattmüller, es ist nunmal Fakt, dass MONOtheistische Religionen nur einen Gott kennen...und Jehova, Gott und Allah sind 3 Begriffe für einunddenselben transzendentalen Zustand :-)

Um es Ihnen noch einfacher zu machen - denken Sie an die "Abrahamitischen Religionen" - Judentum, Christentum und Islam.

Auch Sie, Herr Mattmüller, glauben an Allah und Jehova sofern Sie an Gott glauben. Vielleicht sollten Sie darüber mal nachdenken. Da hilt es auch nichts, wenn Sie sich mit Händen und Füßen dagegen wehren.

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Roman Weingardt  

Roman Weingardt

Registriert seit: 02.12.2010

Kommentare: 3198

16. Juni 2012 - 20:20 Uhr

@ Herr Mattmüller

Sie schreiben:

"Die deutsche Gesellschaft sollte aber sich und jedem Moslem klar machen, dass einige Inhalte des Koran mit dem Grundgesetz nicht kompatibel sind."

Nun, gehört zum "Neuen Testament" nicht auch das "Alte Testament"? Zumindest sind beide in einem Buch vereint, dass den Christen heilig ist, der Bibel!

Und im "Alten Testament" gings richtig ab! Nur als Stichwort : Vorhäute von Philistern! Sie wissen was ich meine! Es gibt genügend andere Beispiele im AT! Grundgesetzkonform sind die alle nicht!

Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen, Sie sind ein Mensch wie jeder andere auch! Genau so fehlerhaft wie ich, Moslems, Buddhisten, Juden, Linke, Rechte, Liberale, und was weiß ich noch was für Zeitgenossen rumlaufen

Deswegen bauchen Sie auch nicht immer den Bezug "deutsch" zu erwähnen. Wissen Sie: "Deutsch sein" ist nichts besonderes! Ich bin auch Deutsch und kann genau so viel dafür wie Sie! Ironie des Schicksals!

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Martin Mattmüller

Registriert seit: 13.02.2010

Kommentare: 2031

17. Juni 2012 - 00:23 Uhr

Herr Halberstram,

Ihre Argumente werden durch Wiederholung nicht richtiger. Es kommt für die deutsche Sicherheitspolitik nicht darauf an, ob eine Religion einen einzigen Gott kennt, sondern was dieser Gott sagt. Und Allah ruft durch Mohammeds Mund zu Kampf und Mord gegen Ungläubigen auf. Das können wir hier in der BRD nicht gebrauchen.

Herr Weingardt,

noch einmal: Die Christen richten sich nach der Lehre Jesu, die im Neuen Testament aufgezeichnet ist. Was mit den Vorhäuten der Philister geschah, ist uninteressant; bei vielen Christen ist nichteinmal die Beschneidung üblich.
Dass wir alle Fehler haben, bestreite ich nicht. Das ist auch gar nicht die Frage. Die Frage ist, ob die Umtriebe der Salafisten Zufall sind oder ob sie aus dem Koran inspiriert sind. Ich glaube letzteres.

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Patrick Halberstram

Registriert seit: 08.04.2012

Kommentare: 126

17. Juni 2012 - 05:41 Uhr

Herr Mattmüller, bleiben Sie auf dem Teppich.

Würden Sie sich die Salafisten einmal genau ansehen, würden Sie hier keine Weltuntergangsstimmung verbreiten (wie Sie es beim Thema Islam immer tun - und wir leben noch) ;-), dann würden Sie verstehen, dass es sich bei diesem Phänomen um eine typische Jugenderscheinung handelt.

Die jungen Menschen, die sich den Salafisten zuwenden, sind in einem Alter und einer Situation, in der manch andere früher zu den Punks, Goa-Jüngern oder Hippies gepilgert sind.
Man will die Gesellschaft - hier sind Sie ein hervorragendes Beispiel - schocken.
Man will ein Rebell sein, man will sich in einer Gruppe gleichgesinnter stark fühlen und da die Welt sowieso gegen einen ist, hält man umso mehr zusammen.

Warten Sie 5 Jahre, dann sind 95% der Typen älter, haben Familie und werden wieder normale Mitglieder des Gesellschaft. Die 5% Irren kann der Verfassungsschutz gerne beobachten.

P.S. Sie sollten auch mal Ihre Prioritäten überdenken. Ich für meinen Teil sehe in der organisierten Rockerkriminalität eine weitaus höhere und greifbarere Bedrohung unserer Gesellschaft als das Verteilen von Koranen in Fußgängerzonen.
Ebenso haben in den 70ern Studenten auch Steine gegen Polizisten geworfen...daran zerbrach die Gesellschaft auch nicht.

Ihr Argument, der Islam sei durch den Koran per se Gewalttätig ist, und das sage ich zum wiederholten Male, Unsinn. Wenn es so wäre, hätten wir mit 1,5Mrd Muslime ziemliche Probleme. Und ich bezweifle, dass 99,9% der Muslime schlechter über ihre eigene Religion bescheid wissen als Sie

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Martin Mattmüller

Registriert seit: 13.02.2010

Kommentare: 2031

17. Juni 2012 - 08:28 Uhr

Herr Halberstram,

ich brauche keine Ratschläge, wo ich bleiben soll.
Ich erinnere daran, dass die Täter des 11. September alles junge Kerle ohne eigene Familie waren.

Sie schreiben: "Ebenso haben in den 70ern Studenten auch Steine gegen Polizisten geworfen...daran zerbrach die Gesellschaft auch nicht." So kann man's auch sehen.
Tatsache ist: Die Gesellschaft hat sich noch gewehrt - mit Polizeimitteln, mit Berufsverboten gegen Kommunisten usw.; auch die SPD hat dabei mitgespielt. Die Revolutionäre machten sich dann aber auf den Weg durch die Instituitionen. Heute haben sie die Republik verändert: Feminismus, Multikulti, "Kampf gegen Rechts" usw. sind zu Staatszielen geworden. Die Zahl der autochtonen Deutschen nimmt in jeder Generation um ein Drittel ab ...

Daraus, dass der Koran Gewalt predigt, schließe ich nicht, dass alle Muslime Gewalttäter sind. Sondern nur, dass alte und neu entstehende islamistische Bewegungen im Koran eine immer währende und immer gültige Vorlage für Gewaltanwendung haben. Wie es bei Bewegungen so ist, gibt es ein auf und ab. Manchen gelingt es aber, sich den Staat untertan zu machen und zu herrschen, wie in Saudi Arabien, im Iran, in Afghanistan, im Irak und vielleicht bald in den revolutionären arabischen Staaten. Wie der Islam in Europa das Verhalten der staatlichen Organe bereits beeinflusst, beschreibt Henryk M. Broder schön in "Hurra, wir knicken ein!".

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Kai Fischer  

Kai Fischer

Registriert seit: 17.09.2009

Kommentare: 1186

17. Juni 2012 - 11:39 Uhr

Herr Mattmüller schreibt:
"Die Revolutionäre machten sich dann aber auf den Weg durch die Instituitionen. Heute haben sie die Republik verändert: Feminismus, Multikulti, 'Kampf gegen Rechts' usw. sind zu Staatszielen geworden. Die Zahl der autochtonen Deutschen nimmt in jeder Generation um ein Drittel ab..."

Eine bemerkenswerte Gedankenkumulation, die beinahe die Folgerung nahe legt, der "authochthone" (also eingeborene) Deutsche sei per se Antifeminist, antimultikulturell und rechts.
(Wenn dem wirklich so wäre, wäre mir das Aussterben dieser Urdeutschen geradezu ein Fest!)

Und dazu noch das kaum verhohlene Klagelied über die "veränderte Republik" - das klingt so, als ob hier jemand der Nachkriegszeit diverse Tränchen nachweint, in der unsere Republik auf allen Ebenen noch von umgefärbten Nazis verwaltet wurde.
(Da singe ich lieber ein "Dreifach Hoch" auf die erwähnten "Revolutionäre" [was für eine dramatische Bezeichnung für normale Folgegenerationen].)

Zum eigentlichen Thema verweise ich am liebsten auf die Äußerungen des türkischstämmigen Kabarettisten Serdar Somuncu in der SWR1-Sendung "Leute" (nachzuhören zwischen Minute 18:40 und 22:04 - rechts oben klicken auf http://www.swr.de/swr1/bw/programm/leute/-/id=1895042/nid=1895042/did=9795676/1ufg23x/index.html )

Besser kann man es meines Erachtens kaum ausdrücken.

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Herbert Pommerenke  

Herbert Pommerenke

Registriert seit: 29.11.2010

Kommentare: 994

17. Juni 2012 - 11:59 Uhr

Herr Mattmüller beschreibt immer die momentane Situation!
Herr Halberstram u.a. benötigen, um ihm entgegen zu treten,
Vorkommnisse die vor Jahrhunderten von Christen begangen wurden.
Um die heutige Situation noch zu untermauern stelle ich eindeutig fest:
In der gesamten Welt werden momentan vom Islamismus Christen
verfolgt und ermordet und nicht umgekehrt!!
In Afrika, Südostasien, Pakistan, Irak, Iran und in der Türkei zumindest
geächtet!

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helli billig

Registriert seit: 18.04.2012

Kommentare: 30

17. Juni 2012 - 12:23 Uhr

Ich muss Hr.Pommerenke recht geben,unsere Regierung hofft auf die Dummen die nicht weiterdenken und nicht hinterfragen!Weshalb werden immerwieder Komentare gelöscht und seit wann darf man nicht mehr eine eigene Meinung haben---es wird alles als "braunes Gedankengut" oder "Ausländeranfeindung "abgetan.Und nur hinter vorgehaltener Hand darf über Adolf Hitler geredet werden,aber das Leben und das Thema kommt jeden Tag den ganzen Tag in irgendwelchen Programmen im Fernsehn???Das ist doch nicht das MANGO der DEUTSCHEN ,das waren zu dieser Zeit ganz bestimmte Personen!!!

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Patrick Halberstram

Registriert seit: 08.04.2012

Kommentare: 126

17. Juni 2012 - 14:38 Uhr

Herr Mattmüller, und was soll das Beispiel mit den Anschlägen vom 11.09.2001 verdeutlichen?

Der "neuen Gesellschaft", der Sie ja so ablehnend gegenüber stehen, verdanken auch Sie heute einen enormen Lebensstandard.
Ihre wirren, mittelalterlichen Gedanken von wegen Frauen an die Herde und Deutschland den Deutschen zeugen davon, dass Sie mindestens ebenso konfus sind, wie die von Ihnen so beklagten Salafisten...

Wünschen Sie sich nicht auch eine "gute, alte Zeit" zurück?

Gut, ich lasse Sie jetzt mal in dem Glauben, dass der Koran die Gewalt predigt und verschone Sie damit, dass der Koran nur 1 Säule des Islam ist...
Ich möchte Ihren fundamentalen Glauben ja nicht erschüttern...das kann bei manchen Menschen zu radikalen Anwandlungen führen...;-)

Herr Pommerenke, die Realität ist ein bisschen zu komplex, als das sie Herr Mattmüller mit seinem Wissen um Religion und Gesellschaft angemessen beschreiben könnte.
Denken Sie bitte an Palästina, wo Muslime mal die Opfer sind...
Denken Sie doch mal an Schwarzafrika und die berüchtigte LRA
Denken Sie an Nigeria wo Christen auch Muslime töten

Ach ja Herr Mattmüller, wo wir gerade bei der Lord´s Resistance Army sind...deren Taten bzw. Opferzahlen übersteigen doch bei weitem jeden islamischen Terror...und die legitimieren sich doch als bibeltreue Christen oder nicht? Sie fordern einen Gottesstaat, der auf den zehn Geboten basieren soll.
Wie kann das denn sein?

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Bernhard Kirner

Registriert seit: 20.08.2010

Kommentare: 35

17. Juni 2012 - 16:01 Uhr

Salafisten sind Anhänger einer besonders fanatisch-intoleranten, mittelalterlichen Islam-Auslegung, wie sie in Saudi-Arabien unter dem Namen "Wahabismus" Staatsdoktrin ist. Man könnte sie daher der Einfachheit halber "Saudi-Freunde" nennen, denn die Freundschaft ist ja gegenseitig (kleine Geschenke erhalten die Freundschaft und die von den Saudis großzügig verteilten Öl-Dollars helfen vermutlich, dass das Schlange-Stehen neuer Freunde nicht so schnell endet).

Aber Moment, das geht ja nicht - Saudi-Freunde, das sind doch wir westlichen Staaten, die Öl kaufen und (deutsche) Panzer liefern. Panzer, die dann in Bahrein (Nachbarstaat und Monarchie wie Saudi-Arabien) gegen schiitische (sprich: nicht-salafistische) Rebellen eingesetzt werden. Das braucht uns aber nicht weiter zu kümmern, wir interessieren uns lieber für Syrien, wo das Daumen-Drücken zwar etwas schwierig ist, weil die Opposition gegen den weltlichen Herrscher völlig zerstritten ist.

Aber dafür verfügt die syrische Opposition wenigstens über Erfolgsaussichten, da für reichlich Waffen-Nachschub gesorgt ist - jedenfalls für den salafistischen Teil der Opposition, der von Saudi-Arabien finanziert wird. Wir können deshalb schon jetzt Wetten abschließen, ob die ggf. neue Regierung in Syrien eine salafistisch-wahabitische Demokratie à la Saudi-Arabien einführen wird. Oder zumindest (wie es nach neuesten Nachrichten wohl auch in Lybien ansteht) das herzhaft zupackende Strafrechts-Brauchtum der Saudis einführt (bekannt als Scharia: Hand abhacken, auspeitschen, steinigen ...).

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Kai Fischer  

Kai Fischer

Registriert seit: 17.09.2009

Kommentare: 1186

17. Juni 2012 - 17:05 Uhr

@ helli billig:

"Das ist doch nicht das MANGO der DEUTSCHEN..."

DIE Mango http://de.wikipedia.org/wiki/Mango
oder
DAS Manko http://de.wikipedia.org/wiki/Manko ???

;-)

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Martin Mattmüller

Registriert seit: 13.02.2010

Kommentare: 2031

17. Juni 2012 - 17:56 Uhr

Herr Halberstram,

die im Umgang mit Polemik erfahrenen Leser werden sich an das halten, was ich selbst schreibe, wenn sie meine Meinung kennen lernen wollen. Sätze wie diesen werden sie als ideologische Kriegsführung durchschauen:

"Ihre wirren, mittelalterlichen Gedanken von wegen Frauen an die Herde und Deutschland den Deutschen zeugen davon, dass Sie mindestens ebenso konfus sind, wie die von Ihnen so beklagten Salafisten..."

P.S.: Sie meinen also, unser Lebenstandard wurde durch die geistig-moralische Wende im Zug der 68er-Revolution und ihrer Etablierung geschaffen?

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Patrick Halberstram

Registriert seit: 08.04.2012

Kommentare: 126

17. Juni 2012 - 18:51 Uhr

Herr Mattmüller, wenn Sie nicht in der Lage sind, vernünftig zu antworten - ich habe Ihnen, mal wieder, gezeigt, dass Ihre Argumentation nach nur ein paar Zeilen in sich zusammenbricht - dann lassen Sie es bleiben.

Geben Sie doch einfach zu, dass Sie keinerlei Argumente haben. Sagen Sie doch einfach, dass Muslime, Frauen, Schwule, Protestanten und was weiß ich noch alles, einfach nicht in Ihr rückwärtsgewandtes Menschenbild passen.

Am besten Sie tun sich mit diesem Menschenbild mit den Salafisten zusammen...was die erträumte Zeitspanne angeht, sind sie sich gar nicht so fern.

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Roman Weingardt  

Roman Weingardt

Registriert seit: 02.12.2010

Kommentare: 3198

17. Juni 2012 - 19:24 Uhr

@ Patrick Halberstram

Sie scheinen ein sehr guter Beobachter zu sein. Wenn man die Ansichten einiger Rechtskonservativen hier im Forum liest, muss man immer wieder feststellen, dass es eine sehr große gemeinsame Schnittmenge mit fundamentalen Islamisten (damit meine ich KEINE Terroristen) gibt.

Das Paradoxum an der Sache ist eigentlich nur, dass beide sich nicht leiden können.

Vielleicht liegt es ja daran, dass die beiden Gruppierungen sich nicht einig werden, ob es bzw. "er" nun Gott oder Allah heißt.

Von den "guten alten Zeiten" träumen auf jedenfall beide!

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