Sanierung der Mauer geht weiter

Marlies Jung-Knoblich

Von Marlies Jung-Knoblich

Do, 13. September 2018

Schopfheim

Erste Bauphase der Umgestaltung des Fahrnauer Friedhofs ist abgeschlossen / Klagen über Nutzung des Radwegs an Trauerfeiern.

SCHOPFHEIM-FAHRNAU. Die Sanierung und der Abriss der restlichen Friedhofsmauer in Fahrnau – betroffen sind die Mauern Nord, Ost und Süd – sollen in einem zweiten Bauabschnitt erfolgen. Dem stimmte der Gemeinderat zu. Die erste Bauphase der Umgestaltung des Fahrnauer Friedhofes ist abgeschlossen.

"Der abgeschlossene Teil sieht gut aus", hielt Mark Leimgruber (CDU) fest. Er hatte in puncto Fahrnauer Friedhof aber noch ein ganz anderes Anliegen. Der Fuß- und Radweg, der über den Friedhof führt, werde permanent benutzt. Und das auch während Trauerfeiern, was sehr störend sei. Leimgruber bat die Verwaltung darum, dagegen etwas zu unternehmen.

Die Verwaltung nehme diesbezügliche Klagen ernst, sagte Sina Meurkes (bei der Stadt für den Bereich Friedhof zuständig). Der Vollzugsdienst habe bei Kontrollen keine gravierenden Verstöße feststellen können, diesbezügliche Schilder seien vorhanden. "Klagen sind nachvollziehbar, gerade auch bei Trauerfeiern", sagte Bürgermeister Christof Nitz. Es lasse sich aber wenig machen, wenn niemand erwischt werde. Ute Zeh (CDU) regte an, darüber nachzudenken, das Tor mit einer Feder zu versehen, so dass es automatisch zuschnappe. Dann lasse sich der Weg wenigstens nicht mehr ungehindert benutzen. "Die Feder ist schon bestellt", teilte Sina Meurkes mit.

Zurück zur Mauer: Ein Betrag von 95 000 Euro für Arbeiten an der Mauer sei im Haushalt verankert, erklärte Sina Meurkes. Ein Gutachter habe sich mit dem Mauerwerk befasst. Der nördliche und östliche Mauerteil soll aufbereitet und saniert werden, der südliche Teil der Mauer (Richtung Wohngebiet) sei laut Gutachten durch äußere Einflüsse akut einsturzgefährdet. Der Gutachter empfehle den kompletten Abriss, was das Denkmalamt befürworte. Die Mauer soll durch eine Hecke ersetzt werden. Die Arbeiten an der Mauer müssten sehr behutsam erfolgen, warnte die Verwaltung. Die Trockenlegung des Fundaments zur Vermeidung von aufsteigender Feuchtigkeit im Mauerinneren sollte zeitgleich zur Restaurierung, Ergänzung und Erneuerung der Putzflächen erfolgen, rät der Gutachter. Er beschreibt Möglichkeiten, wie Nässe vom Mauerwerk abgelenkt werden könnte.

Es gab aus dem Gremium allerdings Bedenken, ob die genannten Methoden reichen, Feuchtigkeit wirklich vom Mauerwerk fernzuhalten. Die Verwaltung verwies auf das Gutachten, das davon ausgehe.