Sasbach wird stark gefördert

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 24. September 2016

Sasbach

Anerkennung als Schwerpunktgemeinde im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum.

SASBACH/FREIBURG (BZ). Die Gemeinde Sasbach hat es geschafft: Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer übergab am Freitagvormittag die Anerkennung als Schwerpunktgemeinde im Zug des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR). Weitere Schwerpunktgemeinden wurden Bad Dürrheim und Kleines Wiesental.

Für die kommenden fünf Jahre bis 2021 werden die drei Schwerpunktgemeinden gezielt und besonders stark gefördert, heißt es in einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Freiburg. Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: "Das Land unterstützt gezielt Gemeinden und Städte im Ländlichen Raum, die sich weiterentwickeln wollen. Mit den drei Schwerpunktgemeinden Bad Dürrheim, Sasbach und dem Kleinen Wiesental kommen sehr unterschiedliche Kommunen zum Zug. Ihre Anträge haben die notwendige Qualität und Stringenz. Wir brauchen auch im Ländlichen Raum bezahlbaren Wohnraum, den wir mit diesem Instrument und dieser speziellen Förderlinie bis 2021 nachhaltig voranbringen möchten. Das ist ein wichtiger Standortfaktor für die Gemeinden."

Das zentrale Verfahren sei in diesem Jahr geändert worden, sodass die Regierungspräsidien stärker auf die örtlichen Gegebenheiten in ihren Regierungsbezirken eingehen können, teilt die Behörde mit. In Freiburg kamen drei Gemeinden als Schwerpunkte an die Reihe. Auf Vorschlag des Regierungspräsidiums Freiburg seien die Antragsunterlagen gestrafft worden, was eine Qualitätsverbesserung der Entwürfe zur Folge gehabt habe. Die Schwerpunktgemeinden hätten nicht nur einen kohärenten Antrag eingereicht, sondern werden auch mit einer Vereinbarung mit Ziel- und Maßnahmenindikatoren auf eine fortlaufende Projektbegleitung in ihrer Umsetzung festgelegt. Damit sei eine bessere Bewertung der Fortschritte und des Gesamterfolgs möglich.

Die Landesregierung hat sich bei der aktuellen Ausschreibung des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR) besonders der Unterstützung der Förderlinie Wohnen verschrieben. Damit gemeint sind konkrete Maßnahmen zur Modernisierung, Umnutzung, Verbesserung des Wohnumfelds, des Schließens von Baulücken, die Bereitstellung bisher nicht genutzter Baugrundstücke und die Reaktivierung von Brachflächen für die Wohnraumnutzung. Die Anträge der Gemeinden sind mit einer Matrix auf Basis der Kriterien für das ELR-Programm bewertet und so inhaltlich auf Herz und Nieren durch das Regierungspräsidium Freiburg geprüft worden.

Die Weinbaugemeinde Sasbach am Kaiserstuhl weist 3450 Einwohner auf und spürt einen deutlichen Druck auf den Immobilienmarkt. Der vorliegende Maßnahmenkatalog mit mittel- und langfristiger Perspektive sehe unter anderem eine Betriebsverlagerung mit einer späteren Umwandlung in Wohnraum vor, teilt das Regierungspräsidium mit. Weitere Maßnahmen betreffen die Aktivierung von Bauflächenreserven, das Schließen von Baulücken und die Modernisierung von Altgebäuden.