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26. August 2010 12:39 Uhr

Rückkehr

Abdessadkis Rückkehr wirft Fragen auf

Yacine Abdessadki ist wieder da: Der 29-jährige Franzose marokkanischer Herkunft verstärkt beim SC Freiburg das offensive Mittelfeld. Und was tut sich im Sturm des Fußball-Bundesligisten?

Von Kisho Yano noch keine Spur – dafür präsentierte der SC Freiburg am Donnerstag einen anderen Neuzugang. Einen, der so neu gar nicht ist, dazu einen, der ein paar Fragen aufwirft: Yacine Abdessadki ist wieder da. Der 29-Jährige steht bei den Breisgauern wieder in Lohn und Brot, nachdem er zu Wochenbeginn ins Training beim Sportclub eingestiegen war – offiziell um sich fit zu halten für einen neuen Arbeitgeber, der dann aber ganz schnell der alte geworden ist.

Man habe einen "fairen Kompromiss" mit Abdessadki getroffen, ließ sich am Donnerstag Robin Dutt vernehmen. Der dürfte so aussehen, dass Abdessadki nun weitaus weniger verdient als noch in den Jahren zuvor – was auch für ihn immer noch besser ist als Arbeitslosigkeit. Außerdem, sagte der Trainer, habe man sich mit Abdessadki nicht im Streit getrennt. Der Vertrag sei im Sommer in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst worden, sportliche Gründe dafür habe es keine gegeben.

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Keine verbrannte Erde also, im Gegenteil: Yacine Abdessadki könnte schon am Samstag wieder im Kader für das Spiel beim 1. FC Nürnberg stehen.

Gleichwohl legt die überraschende Verpflichtung die Vermutung nahe, dass man beim Sportclub nach der schmachvollen 1:3-Niederlage gegen den Aufsteiger FC St. Pauli dringenden Handlungsbedarf diagnostiziert hat. Abdessadki gilt als lauffreudig und technisch beschlagen – und er soll offenbar jene Lücke abdichten helfen, die die Freiburger mit prominenteren Einkäufen wie Jan Rosenthal und Maximilian Nicu bereits geschlossen glaubten. In der vergangenen Spielzeit absolvierte Abdessadki 23 Partien für die Freiburger und erzielte dabei zwei Tore.

Kapo ist wieder weg

Der frühere französische Nationalspieler Olivier Kapo (29) hat Freiburg dagegen nach ein paar Trainingseinheiten wieder verlassen. Dafür wartet man an der Dreisam offenbar auf den Japaner Kisho Yano (26) von Albirex Niigata aus der japanischen J-League. Über den WM-Teilnehmer (ein Kurzeinsatz in Südafrika) wollte sich Trainer Dutt nicht groß auslassen, was eher für das Freiburger Interesse spricht.

Überhaupt ist Dutt guter Dinge, was mögliche späte Verstärkungen für die Freiburger anbelangt. Die Erfahrung zeige, dass einige Spieler kurz vor Ende der Transferperiode (31. August) um 30 bis 40 Prozent preiswerter werden. Es könnte sich also lohnen, bis zum letzten Tag zu warten. Zumal das übernächste Wochenende für Länderspiele reserviert ist. Das bringt dann die Zeit, die nötig ist, um neue Kräfte einzugliedern. Vielleicht gehört dann ja auch Kisho Yano dazu?

Personalie Anton Putsilo: Minsk ist ausgeschieden

Gute Nachrichten für den SC Freiburg gab es am Donnerstagabend aus der Euro League. Minsk schied nach einem 2:3 gegen Brügge aus. In Minsk spielt Anton Putsilo, der vom 1. Januar an beim SC Freiburg unter Vertrag. Dutt hofft, dass mit Minsks Ausscheiden die Chancen steigen, dass Putsilo doch bereits in diesem Jahr in den Breisgau wechselt.

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Autor: Michael Dörfler, Bernd Landwehr, aktualisiert am 27.8., 8 Uhr