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23. August 2009 11:04 Uhr
Ich kann Dutt
"Als stünde eine andere Mannschaft auf dem Platz"
Da spielt der SC die wohl beste Halbzeit der Saison und kassiert am Ende trotzdem eine 0:5-Niederlage gegen Bayer Leverkusen. SC-Fan Rüdiger Weber findet: Das war reine Kopfsache. Hier verrät er, was er Robin Dutt für das nächste Training empfiehlt.
BZ: Her Weber, die vermutlich beste Hälfte des SC Freiburg in der laufenden Bundesliga-Saison traf auf das beinahe schlechteste Ergebnis, was man sich als SC-Fan wünschen kann: eine 0:5-Packung. Wie konnte das passieren?
Rüdiger Weber: Das ist komplett richtig. In der ersten Halbzeit hat alles gestimmt, die Absprache unter den Spielern, die Pässe, alles. In der zweiten Hälfte war plötzlich Tohuwabohu. Freiburg hatte keine Manndeckung und keinen Abwehraufbau mehr. Es gab Fehlpässe und Absprachefehler. Als würde eine komplett andere Mannschaft spielen. Ich bin mir sicher, dass es eine psychische Schwäche war. Die Mannschaft ist nach dem 0:1 zu schnell eingeknickt.
BZ: Was war der Knackpunkt des Spiels?
Weber: Der Beginn der zweiten Halbzeit. Irgendwas war anders.
BZ: Steht nach drei Spielen in Liga 1 vor allem die Erkenntnis, dass man in dieser Klasse einfach nicht so viele Chancen liegen lassen darf?
Weber: Ich würde nicht sagen, dass das eine Erkenntnis der ersten Liga ist. Das eigentliche Problem bestand auch schon in der zweiten Liga: Sobald die Mannschaft merkt, dass irgendetwas nicht stimmt, kommt nicht nur einer ins rudern, sondern alle. Die Pässe kommen nicht mehr an, die Mannschaft findet keine Lösung und spielt einfach so weiter.
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BZ: Was würden Sie Robin Dutt nach diesem Spiel raten?
Weber: Eine schwierige Frage. Ich würde morgen früh eine Videoanalyse mit den Spielern machen. Die guten und die schlechten Szenen zeigen. Dann würde ich Heiko Butscher um seine Meinung bitten. Er ist der Kapitän und weiß vielleicht, was schief gelaufen ist.
BZ: In der zweiten Halbzeit ging Mohamadou Idrissou im Strafraum zu Boden. Wenn der Schiedsrichter Elfmeter gibt, kommt der SC vielleicht noch mal zurück. Wie haben Sie die Szene gesehen?
Weber: Meiner Meinung nach war es kein Elfmeter. Auch die Fans haben nur kurz gepfiffen, danach aber kein längeres Trara gemacht. Ich glaube, der Schiedsrichter hat bei der Niederlage keine Rolle gespielt. Es war ein sehr faires Spiel.
BZ: Die Abwehrleistung bringt nicht gerade Ruhe in die Diskussion um einen Toprak-Ersatz. Muss der SC doch noch mal aktiv werden und einen Innenverteidiger verpflichten?
Weber: Nein. Toprak fehlt zwar – definitiv. Aber die Spieler, die auf dem Platz standen, können es doch. Das hat die erste Halbzeit gezeigt. Es fehlt meiner Meinung nach an der Kommunikation. Es kam in der zweiten Halbzeit oft vor, dass zwei SC-Spieler zum Ball gehen und der Leverkusener einfach zwischen durch spielen und den freien Mann bedienen kann. So lief das einige Male.
BZ: Ihre Stimmungslage in einem Wort?
Weber: Ärgerlich.
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Autor: crs
