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13. Februar 2010

Den Worten Taten folgen lassen

Der SC Freiburg geht selbstbewusst ins Spiel in Frankfurt.

FREIBURG. Gewinnen Sie? Die Frage war einfach. Die Antwort von Robin Dutt auch: "Davon gehe ich aus." Der Trainer des SC Freiburg gibt sich vor der Partie am Sonntag bei Eintracht Frankfurt selbstbewusst, allerdings nicht überheblich. Denn Dutts Urteil über den Gegner ist eindeutig: "Die haben spielerisch wahnsinnig viel Qualität."

Die Herangehensweise der Freiburger soll dementsprechend sein. Nicht überforsch dürfe man laut Dutt agieren. Der Coach erwartet eine Gratwanderung bei der Suche nach der richtigen Mischung: Defensiv stabil sein und trotzdem eigene Chancen anstreben. Klingt einleuchtend. Die Umsetzung bereitete den Breisgauern zuletzt aber einige Schwierigkeiten, auch wenn das 0:0 gegen Schalke ein Schritt in dir richtige Richtung war. Wobei sich speziell Ivica Banovic damit nicht zufrieden geben will. Der Kroate hat nach dem Remis im Fachmagazin Kicker und in der Bild-Zeitung verbal ordentlich auf den Tisch gehauen. Von Schönreden war die Rede. Und davon, dass er, Banovic, das Wort Steigerung nicht mehr hören könne. "Steigerung, Steigerung. Wir stehen zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz", wird der Routinier zitiert. "Alles Schönreden hilft nichts."

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Äußerungen, die Robin Dutt nachvollziehen kann. "Diese Aussagen sprechen für ihn", findet der Freiburger Fußball-Lehrer. Dutt versteht sogar, dass er selbst bisweilen der Schönrednerei bezichtigt werde. "Aber es gibt nun Mal zwei Dutts. Der eine nimmt seine Spieler öffentlich in Schutz, bei dem anderen geht’s intern schon zur Sache." Deswegen dürfe er, Dutt, da nicht dünnhäutig sein. Zumal er nun die Möglichkeit habe, die Messlatte höher zu legen. "Wenn den Worten Taten folgen, ist das doch okay."

Ob Banovic in Frankfurt die Gelegenheit dazu bekommt, ist indes offen. Die Leistungen der Mannschaft seien in den vergangenen beiden Spielen (1:3 in Leverkusen, 0:0 gegen Schalke) in großen Teilen so gut so gewesen, dass Änderungen der Startformation nicht unbedingt nötig seien. "Gleichzeitig ist Ivica Banovic ein Spieler, dessen Qualitäten wir in Frankfurt gut brauchen könnten", so Dutt.


Die Auswahl an Personal ist zudem nochmals größer geworden. Bis auf Ersatztorwart Manuel Salz und Pavel Krmas konnten in der zurückliegenden Woche alle SC-Akteure trainieren. Auch Neuzugang Hamed Namouchi, dessen Muskelfaserris ausgeheilt ist. Du-Ri Cha weilte wegen der Geburt seines Kindes zwar einige Tage zu Hause in Südkorea. Aber auch der ehemalige Frankfurter ist einsatzbereit. Dutts Aufgabe, eine Startformation zu finden, ist entsprechend schwierig. Zumal die Trainingsleistungen aller Spieler gut gewesen seien. Auch Jonathan Jäger und Tommy Bechmann, zuletzt gegen Schalke nicht im Kader, hätten nach anfänglicher Frustration vorbildlich gearbeitet, berichtet Dutt. "Deswegen habe ich in dieser Woche eigentlich keinen Grund, jemanden aus dem Kader zu streichen." Dennoch wird es wieder einige Spieler erwischen.

Keine Sorgen machen muss sich diesbezüglich Papiss Cissé. Der Neuzugang vom FC Metz wird von Dutt ausdrücklich gelobt. "Seine Entwicklung im spielerischen Bereich ist sehr gut", urteilt der SC-Trainer. Im Spielaufbau sei Cissé eine wichtige Stütze. Zudem arbeite der Senegalese vorbildlich fürs Team. Fast zu viel, wie Dutt findet. "Es muss genug Konzentration für den Abschluss übrig bleiben." Denn ohne Tore dürfte es schwierig werden mit dem Sieg in Frankfurt.

SC kompakt: Manuel Salz (Rückenprobleme) und Pavel Krmas (Muskelfaserriss in der Wade) fehlen weiterhin. Hamed Namouchi (Muskelfaserris) und Daniel Caligiuri (Sehnenreizung im Knie) konnten wieder mit der Mannschaft trainieren.

Autor: René Kübler