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10. Juli 2012 21:00 Uhr

Glückliche Autogrammjäger

SC Freiburg gewinnt ein Testspiel beim Offenburger FV mit 5:0

Fritz Keller hatte ein erstes Bulletin parat, da war das Testspiel des SC Freiburg beim Offenburger FV noch gar nicht angepfiffen. "Die Jungs können einem fast leid tun", ließ sich der SC-Vorsitzende im Karl-Heitz-Stadion vernehmen.

  1. Kopfball – Tor? Weit gefehlt. SC-Spieler Fallou Diagne klärt hier. Foto: heu

Grund des gefühlten Mitleids: Noch am Vormittag hatten die Profis eine anstrengende Laufeinheit zu absolvieren gehabt, folglich waren die Spieler, wie es Trainer Christian Streich ausdrückte, "stark beansprucht". Entsprechend ging das Spiel gegen den sichtlich ehrgeizigen Oberligisten dann auch über die Bühne. Die Freiburger versuchten, Ball und Gegner laufen zu lassen, was über weite Strecken ganz gut gelang und in einen 5:0-Sieg mündete.

Nur: In Sachen Präzision hat der Sportclub noch Nachholbedarf. Ein Umstand, der die Verantwortlichen allerdings alles andere als nervös macht. Das Trainingslager vom 18. bis 27. Juli im österreichischen Schruns steht noch aus, dort soll der Feinschliff dann erfolgen.

Beschäftigungstherapie für (fast) alle

Nach 14 Minuten, der SC war gerade in Führung gegangen, war in Offenburg erst mal Schluss. Blitze zuckten, ein Gewitter zog herauf und die Zuschauer gingen in Sicherheit. Eine Viertelstunde Bangen war angesagt, dann ging es bei Sonnenschein und gleich zwei (!) prächtigen Regenbogen weiter. SC-Keeper Daniel Batz durfte bei Schüssen von Salihn und Petereit sein Können zeigen, Offenburgs Schlussmann Streif bei zwei guten Gelegenheiten von Kruse. Schuster traf kurz vor der Pause noch bei einer als Flanke gedachten Aktion den Pfosten. Dann war Pause und die Freiburger rotierten ihren Kader durch Beschäftigungstherapie für (fast) alle. Nur Baumann, Krmas, Dembelé und Freis hatten in der Ortenau Schonzeit auferlegt bekommen.

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Der zweite Durchgang ähnelte dem Geschehen zuvor, die Freiburger versuchten zu kombinieren und ihren Rhythmus zu finden, während sich die Offenburger mit viel Einsatz in Szene setzten. Dabei gelangen dem munter durchwechselnden Oberligisten einige durchaus ansprechende Aktionen, auch wenn der im zweiten Abschnitt im Tor des SC Freiburg stehende Alexander Schwolow weitgehend unbeschäftigt blieb.

Wie übrigens nach genau einer Stunde Anton Putsila. Der Weißrusse erzielte einen Treffer für die Freiburger, was an sich schon eine Überraschung für sich ist. Wie er ihn erzielte, war vom Feinsten. Putsila tanzte die gesamte OFV-Abwehr aus und düpierte auch noch Keeper Streif. Die Galerie klatschte und nickte anerkennend. Anschließend wurden die Gastgeber etwas müde, die Tore fielen entsprechend in regelmäßigen Abständen.
Fazit: Die Spieler und Trainer des SC waren weitgehend zufrieden, die meisten Autogrammjäger sogar glücklich (Fotos). Alles im grünen Bereich also.

Nach dem Spiel bekamen die SC-Profis offiziell ein bisschen Pause, es wird in Kleingruppen trainiert, ein paar Spieler bekommen auch Ruhe verordnet. Am 17. Juli trifft sich dann der gesamte Kader im Mega-Solar-Stadion erneut, bis es dann am Tag darauf nach Vorarlberg ins Trainingslager geht.

Der SC Freiburg spielte in der 1. Halbzeit mit : Batz, Mujdza, Ginter, Diagne, Sorg, Schmid, Flum, Schuster, Kruse, Caligiuri, Santini. 2. Halbzeit: Schwolow, Höhn, Ferati, Guede, Günter, Makiadi, Rosenthal, Putsila, Jendrisek, Terrazzino, Bouziane. Tore: 0:1 Diagne (9.), 0:2 Jendrisek (50.), 0:3 Putsila (60.), 0:4 Terrazzino (71.), 0:5 Jendrisek (86.).
Zuschauer: 2430.


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Autor: Michael Dörfler


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