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21. April 2012 17:49 Uhr

Bundesliga

SC Freiburg hat den Klassenerhalt so gut wie sicher

Gar nicht gespielt - und doch gewonnen! Der SC Freiburg hat am Samstagnachmittag den Klassenerhalt in der ersten Liga mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit geschafft, da Köln über ein 1:1 gegen den VfB Stuttgart nicht hinausgekommen ist.

  1. Die Fans des SC Freiburg dürfen über den Klassenerhalt jubeln. Foto: Michael Heuberger

Auch wenn der SC am Sonntag in Hannover verliert, haben die Breisgauer vor den letzten beiden Spielen sechs Punkte Vorsprung auf die jetzt auf dem Relegationsplatz 16 stehenden Kölner – und das um 15 Tore bessere Torverhältnis.

Zwischen 500 und 700 Anhänger des SC Freiburg wollen mit dabei sein, wenn die Südbadener am Sonntagabend bei Hannover 96 antreten müssen. Und die werden, ganz egal wie das Kräftemessen in der AWD-Arena ausgehen wird, etwas zu feiern haben. Gleichwohl wird der Sportclub dieses Spiel ernst nehmen, und entsprechend hat Trainer Christian Streich höchsten Respekt vor den Niedersachsen.

Acht Spiele ohne Niederlage haben die Freiburger zuletzt absolviert, eine Serie, die ihnen viel Anerkennung in der Liga zuteil werden ließ und die sie weiterhin anspornt. Ohne Hilfe der Konkurrenz wollten die Freiburger stets den Klassenerhalt schaffen, was ihnen jetzt auch eindrucksvoll gelungen ist. Dennoch darf man davon ausgehen, dass die Mannschaft sich weiter beweisen, und den einen oder anderen Punkt noch holen möchte.

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Damit auch tatsächlich alle hinterher sagen können: "Das habt ihr toll hingekriegt." Heute, am Ufer des Maschsees, dürften die Trauben für die Breisgauer jedoch recht hoch hängen. Die Hausherren sind Tabellensiebter, sie begehren deshalb einen Platz in der lukrativen Europa League – und hätten einen solchen nach Ansicht von Christian Streich auch verdient. Der Freiburger Coach attestiert seinem Kollegen Mirko Slomka "tolle Arbeit" geleistet zu haben.

Sein Licht braucht Streich aber nicht unter den Scheffel zu stellen. Auch er hat in den vier Monaten seines Wirkens sehr viel bewirkt im Breisgau. 23 Punkte hat er mit der Mannschaft in der Rückrunde geholt, entsprechend ist die Fußballeuphorie entlang der Dreisam so stark zu spüren, wie schon lange nicht mehr.

Jetzt, nachdem die zur Weihnachtszeit schon fast total verkorkste Spielzeit doch noch ein gutes Ende gefunden hat, wird der SC einen Gutteil dieser guten Stimmung in die nächste Spielzeit mitnehmen können. Planerisch befassen sich die sportlich Verantwortlichen längst mit diesem Thema. Und dank seiner Arbeit  kann Streich davon berichten, "dass es eine ganze Reihe junger Spieler gibt, die gerne zu uns nach Freiburg kommen würden".

An diesem Wochenende muss der Trainer jedoch noch mit dem jetzigen Kader auskommen. Und der weist, wie so oft in dieser Spielzeit, Lücken auf. Julian Schuster, Johannes Flum und Mensur Mujdza sind verletzungsbedingt nicht nach Hannover geflogen. Ein Umstand, der Streich wieder Bastelarbeiten, wie er es nennt, beschert. Dennoch: Der Coach ist guter Dinge. Der Kader ist ausgeglichen besetzt und als Vorteil darf gelten, dass viele Spieler viele Positionen einnehmen können.

Egal wer auf dem Platz stehe, die Zielrichtung sei immer die Gleiche, so Streich. Nämlich: Gut spielen, kompakt auftreten und sich gegenseitig unterstützen. Schön, wenn dann noch eine gewisse Schläue dazu kommt. Es wäre schön, wenn die Mannschaft diese Faktoren auch in Hannover abrufen könnte. Jetzt, wo sie endlich mal wieder ohne Druck aufspielen kann.

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Autor: Michael Dörfler