Trainingslager

SC Freiburg holt 0:2-Rückstand im Testspiel gegen Mainz 05 auf

Dominik Bloedner

Von Dominik Bloedner

Sa, 12. Januar 2019 um 14:02 Uhr

SC Freiburg

Am Ende hieß das Ergebnis im spanischen Trainingslager 2:2. Doch der SC Freiburg hatte mehr vom Spiel als der Testgegner Mainz 05. Die Wende leitete Rückkehrer Grifo ein.

Der Sportclub Freiburg hat das erste von zwei Testspielen am Rande des Trainingslager im andalusischen Sotogrande gegen den FSV Mainz 05 mit 2:2 Unentschieden gespielt, hatte deutlich mehr vom Spiel und erspielte sich viele gute Möglichkeiten. Dass es nicht zu einem Sieg reichte, lag am fehlenden Glück im Abschluss.

In der Startelf, die einen Fingerzeig für die Aufstellung beim ersten Rückrundenspiel in Frankfurt kommenden Samstag sein könnte, übernahm Kapitän Mike Frantz den Posten auf der linken Außenbahn für den mit muskulären Problemen frühzeitig abgereisten Christian Günter, rechts spielte Pascal Stenzel. In der Dreierkette verteidigen Manuel Gulde (rechts), Robin Koch (Zentrum) und Dominique Heintz (links). Im Sturmzentrum lief Florian Niederlechner auf, Nils Petersen kam im zweiten Spiel zum Einsatz. In der Startelf der ersten Mannschaft war zudem Winterneuzugang Vincenzo Grifo.



Erinnerungen ans Ligaspiel

Nach einem mutigen Beginn, einer vergebenen Riesenchance (Luca Waldschmidt auf Florian Niederlechner) und viel Ballkontrolle verlor der SC den Überblick nach der ersten eigenen Ecke und wurde ausgekontert, der Mainzer Anthony Ujah überwand Torwart Alexander Schwolow mit einem platzierten Schuss ins rechte Eck. Nur sechs Minuten später erhöhte Levin Oeztunali nach einem Ballverlust von Janik Haberer im Mittelfeld auf 2:0 für die Mainzer. Unter den rund 200 Zuschauern in Estepona, darunter gut zwei Dutzend Südbadener, die an die Costa del Sol ausgewandert sind, erinnerten sich nicht wenige an das Ligaspiel in Freiburg, wo Mainz ebenfalls frühzeitig mit zwei Toren in Führung ging.

Grifo schwächelt in der ersten Halbzeit, glänzt dann aber in der zweiten bei Standards

Die Mainzer waren fortan galliger, körperlicher präsenter. Der SC hatte vor der Pause noch zwei Möglichkeiten durch Waldschmidt und Niederlechner, erzielte aber kein Tor. "Ein Wahnsinn, dass wir überhaupt zurückgelegen haben", sagte Niederlechner nach dem Spiel. Der SC kam personell unverändert, dafür aber wacher aus der Kabine. Grifo, der in der ersten Halbzeit mitunter unglücklich agierte und die falschen Entscheidungen traf, kam besser ins Spiel. Der Standardspezialist schoss erst einen Freistoß in die Mauer, in der 63. Minute schlug er eine Ecke in den Strafraum auf Dominique Heintz, der mit einem platzierten Kopfball den Anschlusstreffer besorgte. Auch Niederlechner wurde für sein Engagement belohnt: In der 71. Minute steckte Gulde den Ball zu ihm durch, der Bayer drosch in humorlos unter die Latte.

In der 74. Minute kam Carlo Boukhalfa für Robin Koch und ging auf die rechte Außenbahn, Pascal Stenzel wechselte in die Dreierkette. Boukhalfa, eigentlich Mittelfeldspieler, sorgte für Wirbel, flankte gefährlich und schlug kluge Pässe auf die Stürmer – ein guter Einstand für den jungen Spieler aus der 2. Mannschaft. In der 85. Minute wechselte Christian Streich Lucas Torres für Vincenzo Grifo ein.