Bundesliga

SC Freiburg schafft gegen starke Wolfsburger ein 3:3

Toni Nachbar (Der Sonntag)

Von Toni Nachbar (Der Sonntag)

So, 10. Februar 2019 um 10:13 Uhr

SC Freiburg

Der Sonntag Gerne hätte der Sportclub das erste Rückrundenspiel gewonnen. Doch am Ende mussten sich die Freiburger mit einem 3:3 zufriedengeben. Obwohl das Publikum schon ein vermeintliches 4:3 bejubelt hatte.

Gerne hätte der Sportclub das erste Rückrundenspiel gewonnen. Doch am Ende mussten sich die Freiburger mit einem 3:3 zufriedengeben. Obwohl das Publikum schon ein vermeintliches 4:3 bejubelt hatte.

Als Philipp Lienhart in der Nachspielzeit einen Eckball per Kopf ins Tor verlängerte, war man geneigt zu denken: Nun ist ein spannendes Spiel komplett auf den Kopf gestellt, der Sportclub ein mit Fortuna verbündeter Sieger und der VfL Wolfsburg ein tragischer Verlierer. Doch der Unparteiische Felix Brych bekam Nachrichten vom Video-Assistenten aus Köln, schaute sich die Szene am Monitor noch einmal an und entschied: kein Tor. Dass der Freiburger Verteidiger Dominique Heintz beim "Treffer" Lienharts im Abseits gestanden hat, erregte fortan alle Gemüter im Stadion. War es passiv oder doch aktiv? Das Recht zur entscheidenden Antwort lag bei Brych. Im Presseraum wurde unmittelbar nach Schlusspfiff allerdings auch die These vertreten, der Schiedsrichter habe eine "Torwartbehinderung" geahndet. Wie dem auch war: Ist man objektiv, mehr als einen Punkt hat der Sportclub gestern nicht verdient. Und auch der ist noch schmeichelhaft.

Wolfsburger mit schönem offensiven Kombinationsspiel

Warum? Weil der VfL Wolfsburg in Freiburg ein sehr gute Leistung – vor allem in der Offensive – abgeliefert hat. Wer die Niedersachsen beim Pokal-Aus in Leipzig am Mittwoch (0:1) gesehen hatte, erkannte die Grün-Weißen nicht wieder. In Sachsen zu einer quasi totalen Harmlosigkeit verurteilt, zeichneten die Wolfsburger in Freiburg ein schönes offensives Kombinationsspiel auf den Rasen, das mit drei Auswärtstoren und nur einem Punkt belohnt wurde. Denn im Gegenzug bestrafte der Sportclub alle Abwehrfehler des VfL und machte aus drei Torchancen ebenfalls drei Tore. Noch effizienter wäre nur möglich gewesen, wenn Brych das Lienhart-Tor nicht annulliert hätte.

Taktisch antwortete SC-Trainer Christian Streich dem offensiven 4-3-3 der Gäste mit einer 4-4-2-Grundformation. In der Verteidigung bekämpften Lukas Kübler und Christian Günter nicht immer erfolgreich die VfL-Außen Josip Brekalo und Renato Steffen. Im Abwehrzentrum hatten Lienhart und Heintz viel Mühe mit VfL-Mittelstürmer Wout Weghorst. Der Niederländer traf per Elfmeter zum 2:1 und bereitete großartig das 3:2 durch Steffen vor. Brekalo wiederum war per feinem Pass der Vorlagengeber zum 1:0 durch Jerome Roussillon.

Großartiges Kopfballtor von Petersen

Dem SC Freiburg mit der Doppelspitze Nils Petersen – Florian Niederlechner bleibt der Verdienst, drei Mal einen Ein-Tore-Rückstand aufgeholt zu haben. Beim ersten Treffer profitierte Niederlechner von der Umständlichkeit des Wolfsburger Anthony Brooks und bediente Vincenzo Grifo, der seine Chance zum 1:1 souverän nutzte. Das 2:2 – ein großartiges Kopfballtor von Petersen – fiel nach einer Ecke, als die Wolfsburger Abwehr den Freiburger Stürmer schlicht nicht bremsen konnte. Und als der Wolfsburger Sieg schon unter Dach und Fach schien, profitierte der eingewechselte Luca Waldschmidt von gleich mehreren missglückten Abwehrversuchen des VfL-Torhüters Koen Casteels und dessen Verteidiger.

Doch wie bereits erwähnt, damit war noch immer nicht Schluss und das annullierte Tor Lienharts dürfte noch lange für Diskussionen sorgen. Der Sportclub hingegen muss sich nun auf das schwere Auswärtsspiel bei Schalke 04 und das möglicherweise noch heiklere Heimspiel gegen den FC Augsburg konzentrieren.

SC Freiburg: Schwolow - Kübler, Lienhart, Heintz, Günter - Frantz (69. Waldschmidt), R. Koch, Haberer, Grifo (90.+6 Terrazzino) - Niederlechner (81. Höler), Petersen.

VfL Wolfsburg: Casteels - William, Knoche, Brooks, Roussillon - Guilavogui - Gerhardt, Arnold - Brekalo (90.+5 Uduokhai), Steffen (79. Rexhbecaj) - Weghorst (90.+2 Klaus).

Schiedsrichter:
Brych (München). Zuschauer: 23 600.

Tore: 0:1 Roussillion (11.), 1:1 Grifo (37.), 1:2 Weghorst (63./Foulelfmeter), 2:2 Petersen (70.), 2:3 Steffen (74.), 3:3 Waldschmidt (88.). Gelbe Karten: – Niederlechner, Haberer, R. Koch/ Guilavogui, William. Als Philipp Lienhart in der Nachspielzeit einen Eckball per Kopf ins Tor verlängerte, war man geneigt zu denken: Nun ist ein spannendes Spiel komplett auf den Kopf gestellt, der Sportclub ein mit Fortuna verbündeter Sieger und der VfL Wolfsburg ein tragischer Verlierer. Doch der Unparteiische Felix Brych bekam Nachrichten vom Video-Assistenten aus Köln, schaute sich die Szene am Monitor noch einmal an und entschied: kein Tor. Dass der Freiburger Verteidiger Dominique Heintz beim "Treffer" Lienharts im Abseits gestanden hat, erregte fortan alle Gemüter im Stadion. War es passiv oder doch aktiv? Das Recht zur entscheidenden Antwort lag bei Brych. Im Presseraum wurde unmittelbar nach Schlusspfiff allerdings auch die These vertreten, der Schiedsrichter habe eine "Torwartbehinderung" geahndet. Wie dem auch war: Ist man objektiv, mehr als einen Punkt hat der Sportclub gestern nicht verdient. Und auch der ist noch schmeichelhaft.

Warum? Weil der VfL Wolfsburg in Freiburg ein sehr gute Leistung – vor allem in der Offensive – abgeliefert hat. Wer die Niedersachsen beim Pokal-Aus in Leipzig am Mittwoch (0:1) gesehen hatte, erkannte die Grün-Weißen nicht wieder. In Sachsen zu einer quasi totalen Harmlosigkeit verurteilt, zeichneten die Wolfsburger in Freiburg ein schönes offensives Kombinationsspiel auf den Rasen, das mit drei Auswärtstoren und nur einem Punkt belohnt wurde. Denn im Gegenzug bestrafte der Sportclub alle Abwehrfehler des VfL und machte aus drei Torchancen ebenfalls drei Tore. Noch effizienter wäre nur möglich gewesen, wenn Brych das Lienhart-Tor nicht annulliert hätte.

Taktisch antwortete SC-Trainer Christian Streich dem offensiven 4-3-3 der Gäste mit einer 4-4-2-Grundformation. In der Verteidigung bekämpften Lukas Kübler und Christian Günter nicht immer erfolgreich die VfL-Außen Josip Brekalo und Renato Steffen. Im Abwehrzentrum hatten Lienhart und Heintz viel Mühe mit VfL-Mittelstürmer Wout Weghorst. Der Niederländer traf per Elfmeter zum 2:1 und bereitete großartig das 3:2 durch Steffen vor. Brekalo wiederum war per feinem Pass der Vorlagengeber zum 1:0 durch Jerome Roussillon.

Dem SC Freiburg mit der Doppelspitze Nils Petersen – Florian Niederlechner bleibt der Verdienst, drei Mal einen Ein-Tore-Rückstand aufgeholt zu haben. Beim ersten Treffer profitierte Niederlechner von der Umständlichkeit des Wolfsburger Anthony Brooks und bediente Vincenzo Grifo, der seine Chance zum 1:1 souverän nutzte. Das 2:2 – ein großartiges Kopfballtor von Petersen – fiel nach einer Ecke, als die Wolfsburger Abwehr den Freiburger Stürmer schlicht nicht bremsen konnte. Und als der Wolfsburger Sieg schon unter Dach und Fach schien, profitierte der eingewechselte Luca Waldschmidt von gleich mehreren missglückten Abwehrversuchen des VfL-Torhüters Koen Casteels und dessen Verteidiger.

Doch wie bereits erwähnt, damit war noch immer nicht Schluss und das annullierte Tor Lienharts dürfte noch lange für Diskussionen sorgen. Der Sportclub hingegen muss sich nun auf das schwere Auswärtsspiel bei Schalke 04 und das möglicherweise noch heiklere Heimspiel gegen den FC Augsburg konzentrieren.
SC Freiburg: Schwolow - Kübler, Lienhart, Heintz, Günter - Frantz (69. Waldschmidt), R. Koch, Haberer, Grifo (90.+6 Terrazzino) - Niederlechner (81. Höler), Petersen.

VfL Wolfsburg: Casteels - William, Knoche, Brooks, Roussillon - Guilavogui - Gerhardt, Arnold - Brekalo (90.+5 Uduokhai), Steffen (79. Rexhbecaj) - Weghorst (90.+2 Klaus).

Schiedsrichter: Brych (München). Zuschauer: 23 600.

Tore: 0:1 Roussillion (11.), 1:1 Grifo (37.), 1:2 Weghorst (63./Foulelfmeter), 2:2 Petersen (70.), 2:3 Steffen (74.), 3:3 Waldschmidt (88.). Gelbe Karten: – Niederlechner, Haberer, R. Koch/ Guilavogui, William.