Bundesliga

SC Freiburg verhängt Stadionverbot gegen den Flitzer vom letzten Heimspiel

Fabian Vögtle

Von Fabian Vögtle

Mo, 11. Februar 2019 um 19:24 Uhr

Freiburg

Ein Flitzer sorgte in der turbulenten Nachspielzeit beim Heimspiel gegen Wolfsburg für noch mehr Unruhe. Der Verein verhängt nun ein Stadionverbot und muss mit einer Geldstrafe vom Verband rechnen.

Die letzten Minuten im Schwarzwalstadion hatten es in sich. Da erzielte der SC Freiburg beim Heimspiel gegen den VFL Wolfsburg am vergangenen Samstag in der Nachspielzeit das 4:3. Zwar annullierte Schiedsrichter Felix Brych das Siegtor, nachdem er sich die strittige Situation auf dem Monitor anschaute.

Doch für kurze Zeit war auf den Tribünen und auf dem Rasen kein Halten mehr. Den Jubelsturm und die kurze Unterbrechung wegen des Videobeweises nutzte auch ein Fan, der als sogenannter Flitzer von der Osttribüne aus über das Spielfeld rannte. Mehrere Ordner und Sicherheitskräfte konnten den Mann, der im Gegensatz zu anderen Flitzern immerhin bekleidet war, nach einigen Sekunden stoppen.

Gespräch über zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen

Dieser wird wegen des Verstoßes gegen die Stadionordnung nun ein Stadionverbot bekommen, das bundesweit gilt. Das bestätigte SC-Sprecher Sascha Glunk am Montag auf BZ-Anfrage. Zudem müsse der Verein von Verbandsseite mit einer Geldstrafe in vierstelliger Höhe rechnen, sagte er. Ob der Stadionflitzer im Anschluss auf Schadensersatz verklagt werde, steht noch nicht fest. Unklar ist auch, ob der Sportclub wegen des Vorfalls weitere Konsequenzen zieht.

Nach dem Spiel gab es laut Glunk wegen des konkreten Vorfalls aber bereits ein Gespräch mit den am Spieltag zuständigen Einsatzleitern des Ordnungs- und Sicherheitsdienstes, um über mögliche Veränderungen zu sprechen. Über genaue Sicherheitsmaßnahmen und die Frage, ob beim nächsten Heimspiel gegen den FC Augsburg am 23. Februar zum Beispiel mehr Ordner als bisher die Zuschauer auf der Osttribüne bewachen, könne man keine Angaben machen.

Zwei Vorfälle in den letzten 200 Heimspielen

Glunk betonte jedoch, dass man jedes Spiel im Detail nacharbeite, um bei Bedarf Anpassungen vorzunehmen. Zudem seien Vorfälle mit Flitzern im Schwarzwaldstation bisher eher die Ausnahme. Neben dem Vorfall am vergangenen Samstag ist es laut Sportclub bei den letzten 200 Heimspielen nur ein einziges mal passiert, dass eine Person widerrechtlich den Innenraum des Stadions während einer Bundesligapartie betreten hat. Das war laut Glunk in der vergangenen Saison, der Gegner war damals ebenfalls der VFL Wolfsburg.

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