Schallbach will mit dem Weiler Familienzentrum kooperieren

Silke Hartenstein

Von Silke Hartenstein

Do, 28. Juni 2018

Schallbach

Sollten durch den Zuzug ins Neubauzgebiet Hüttstall II Engpässe in der Kinderbetreuung entstehen, sollen den Eltern Tagesmütter als Alternative angeboten werden.

SCHALLBACH (sil). Es sieht gut aus mit der Kinderbetreuung in Schallbach. Dies zeigte der für das Kindergartenjahr 2018/2019 geltende Bedarfsplan. Wie Kindergartenleiterin Evi Göbel in der jüngsten Gemeinderatssitzung ausführte, ist mit 23 Kindern in der Kindergartengruppe und acht Kindern in der Krippengruppe zu rechnen. Somit bleiben in beiden Gruppen zwei Plätze frei. Die Kernzeitbetreuung für Grundschulkinder an fünf Wochentagen von 7.30 bis 13.30 Uhr wird mit 18 Kindern gut genutzt.

Die Zahl der auswärts zubereiteten warmen Mittagessen in den Betreuungseinrichtungen stieg binnen eines Jahres von 48 auf 58 pro Woche. Somit braucht die Küchenhilfe mehr Zeit, um all die Leistungen rund um die Essensausgabe zu stemmen. Daher schlug die Kindergartenleiterin vor, die Wochenarbeitszeit der Küchenkraft um knapp drei Stunden zu erhöhen, was für das Gemeindebudget 195 Euro Mehrkosten pro Monat bedeutet. Dem stimmten alle Gemeinderäte zu, die neue Regelung gilt ab dem 1.Juli.

Wenn die ersten Häuslebauer in das neue Neubaugebiet Hüttstall II eingezogen sind, sei mit mehr kleinen Kindern im Ort zu rechnen. Sollten dann die Plätze in Schallbachs Kindergarten und -krippe nicht ausreichen, wäre die Betreuung durch Tagesmütter eine Alternative. In diesem Sinne schlug Bürgermeister Martin Gräßlin eine Kooperation mit dem Fachdienst Kindertagespflege des Weiler Familienzentrums "Wunderfitz" vor. Der Fachdienst könnte in Schallbach den Kontakt zwischen Eltern und Tagesmüttern (oder Tagesvätern) vermitteln und sich um Koordination und Beratung kümmern. Die Gemeinde würde den Tagesmüttern drei Euro Zuschuss pro Betreuungsstunde zahlen, dieser Betrag käme zu dem vom Landkreis gewährten Zuschuss von 5,50 Euro pro Stunde hinzu. Zudem würde sich die Gemeinde an den Sozialleistungen beteiligen und dem Fachdienst für die Projektbegleitung 500 Euro pro Jahr bezahlen.

Diese Lösung, so Gräßlin, wäre für die Gemeinde deutlich günstiger, als die Finanzierung eines Platzes in einer auswärtigen Kinderbetreuungseinrichtung. Wie Kindergartenleiterin Göbel erklärte, gelte für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren die Wahl zwischen einem Krippenplatz im Ort oder einer Tagesmutter, für Kinder ab drei Jahren gelte die Wahlfreiheit des Kindergartenstandorts. Die Kooperation mit dem Familienzentrum stieß auf Anklang. Da jedoch erst ab 2019 mit dem Baubeginn im Hüttstall II zu rechnen ist, beschloss der Gemeinderat, den Abschluss der Kooperationsvereinbarung zurückzustellen.