Schallbacher Rundumschau auf die Themen des Jahres

Regine Ounas-Kräusel

Von Regine Ounas-Kräusel

Mo, 07. Januar 2019

Schallbach

Bürgermeister Martin Gräßlin kündigt seine Kandidatur für den Kreistag an / Seit 2018 leben Geflüchtete in der Gemeinde.

SCHALLBACH (ouk). Beim Neujahrsempfang in Schallbach blickte Bürgermeister Martin Gräßlin auf ein ereignisreiches Jahr 2018 zurück. Insbesondere freute er sich, dass die Erschließungsarbeiten im Baugebiet Hüttstall begonnen haben. Er hoffte, dass das Gebiet bis April 2019 bebaubar ist. Gräßlin kündigte außerdem an, dass er bei den Kommunalwahlen am 26. Mai
für den Kreistag kandidieren will. Gern würde er, wenn er gewählt wird, als Bürgermeister auch auf Kreisebene Verantwortung übernehmen, kündigte Gräßlin an: "Ich will besonders die Interessen kleiner Gemeinden vertreten."

An Tischen mit belegten Brötchen und Getränken hatten sich Schallbacher aller Generationen zum zwanglosen Neujahrstreff eingefunden, unter ihnen auch Vertreter von Vereinen und Feuerwehr sowie etliche Gemeinderäte. Der gemischte Chor und der Jugendchor des Gesangvereins lockerten die Feier mit schwungvollen Liedern auf. Anfang 2018 kamen die ersten Flüchtlinge nach Schallbach, für deren Unterbringung die Gemeinde die Obergeschossräume des Rathauses umgebaut hatte. Aktuell leben neun geflohene Menschen in Schallbach. Einen von ihnen, Mohammed Muse, begrüßte Gräßlin beim Neujahrsempfang.

Sobald das Wetter es zulasse, wolle man die Erschließungsarbeiten im Gebiet Hüttstall II abschließen, kündigte Gräßlin an. Danach erhalte die Alte Poststraße am Ortseingang wieder einen neuen Feinbelag. Schallbach soll ans Glasfasernetz des Landkreises angeschlossen werden, wenn das Wohngebiet Hüttstall II bebaubar sei, spätestens jedoch 2023, sagte der Bürgermeister.

Im Jahr 2018 hatte Gräßlin außerdem einen Runden Tisch mit Landwirten zum Thema "Starkregen" ins Leben gerufen. In den zurückliegenden Jahren war bei Starkegen immer wieder wertvoller Ackerboden ins Dorf gespült worden und hatte die Kanalisation überlastet. Im Januar will der Gemeinderat nun mit den Landwirten zusammen eine Lösung finden. Im Haushaltsentwurf für 2019 sieht die Gemeindeverwaltung 61 000 Euro für die Kanalisation vor, außerdem 10 000 Euro für die Instandhaltung der Schule und 10 000 Euro für neue Bäume am Friedhof, auch daran erinnere Gräßlin. Vergangenes Jahr hatten Bürger protestiert, weil große Zedern am Friedhof gefällt wurden.

"Wir Landfrauen backen nicht nur Kuchen." Mit diesen Worten stellte Elke Littin, die Vorsitzende Schallbacher Landfrauen, das vielseitige Engagement ihrer Organisation vor. Ihr Verein organisiert unter anderem Turnstunden, einen Zumbakurs, Vorträge und einen Dorfhock. Vor Ostern schmücken die Frauen mit dem Kindergarten die Brunnen. Die Landfrauenbewegung engagiere sich aber auch politisch, schilderte Littin. So setze man sich für eine Palliativstation im geplanten Zentralklinikum ein. Sie bedauerte, dass man in Schallbach derzeit nicht alle Vorstandsposten besetzten könne und lud ihre Zuhörerinnen ein, sich doch im Verein zu engagieren.