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23. März 2010
Eltern und Kinder sind gemeinsam kreativ
Frühlingsfest des Fördervereins der Johann-Philipp-Glock-Schule.
SCHALLSTADT. "Zu Hause basteln wir auch manchmal", erzählt Veronica Juranez Rodriguez und schaut ihrer kleinen Tochter dabei zu, wie sie die bunten Eier ganz sorgfältig in ihr gemeinsames Osternest legt. Hier in der Johann-Philipp-Glock-Schule zwischen all den anderen bastelnden Kindern und Eltern ist das Bastelerlebnis aber doch etwas ganz anderes: Die Schallstadter Schule feiert ihr Frühlingsfest und da macht es "großen Spaß mit so vielen anderen kreativ zu sein und die nötigen Materialien hier direkt vor Ort kaufen können", findet Veronica Juranez Rodriguez. Da ist sie nicht die Einzige: Überall sitzen Kinder mal alleine, mal mit ihren Müttern und Vätern zusammen und basteln ganz in sich versunken an ihren Osternestern und -kränzen. "Mama schau' mal", ruft der Erstklässler Pedro nach seiner Mutter und blickt stolz auf seine Kreation.
Nur zwei Räume neben dem Bastelparadies ist bei all den Leseratten unter den Schülern Herzklopfen angesagt: Hier haben Susanne Einfeld und Birgit Schauder-Förstner vom Förderkreis der Schule eine Bücher-Tauschbörse eröffnet. Die Kinder können mit ihren Eltern stöbern und das ein oder andere Schnäppchen machen. "Zu Beginn hatten wir noch etwa 400 Bücher auf den Tischen liegen", erinnert sich Susanne Einfeld. Wenn sie sich nun allerdings umschaut, ist davon kaum noch etwas übrig geblieben. "Die Tauschbörse hat eingeschlagen wie eine Bombe", meint sie zufrieden. Fast alle Bücher sind weg: "Es läuft besser als bei jedem Bücher-Flohmarkt", meint sie, "die Kinder sind regelrecht über die Bücher hergefallen." Das Interesse ist groß und das Tauschsystem ausgefeilt: Jeder, der in den vergangenen Wochen ein Buch gespendet hat oder an diesem Tag mitbringt, bekommt je nach Wert des Buches zwischen einem und sechs Punkten gut geschrieben. Und für die können sich die Schüler dann wieder Bücher aussuchen und für 50 Cent sogar noch Punkte dazu kaufen.
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Da der Osterbasar der vergangenen Jahre kaum mehr Gäste anlocken konnte, hat sich der Förderverein mit dem Frühlingsfest in diesem Jahr etwas ganz Neues überlegt: Nun basteln die Eltern ihren österlichen Schmuck nicht mehr in Heimarbeit und stellen ihn dann zum Verkauf zur Verfügung, sondern sind direkt vor Ort kreativ und können ihre ganz eigenen Basteleien gleich mitnehmen. Sanja Thoma, neben Brigitte Kirmeier Vorsitzenden des Fördervereins, ist zufrieden. "Die Resonanz auf unser neues Konzept ist viel größer als zuvor", freut sie sich und beobachtet, wie groß der Andrang auch beim Kuchenverkauf ist: An der Kuchentafel drängen sich die Gäste ebenfalls und wollen ein leckeres Stück der 60 Kuchen und Torten ergattern.
Der Erlös der Einnahmen aus dem Kuchenverkauf, den Bastelutensilien und dem Verkauf zusätzlicher Punkte bei der Bücher-Tauschbörse kommt der Kernzeit- und Hausaufgabenbetreuung, die der Förderverein organisiert, zugute. "Die Eltern zahlen zwar einen kleine Beiträge, damit wir ihre Kinder betreuen", erklärt Sanja Thoma, kostendeckend sind die aber neben den Zuschüssen des Landes und der Gemeinde nicht. Deshalb muss sich der Förderverein wie an diesem Tag immer wieder etwas Neues überlegen, damit die Betreuung gewährleistet ist und zusätzlich auch noch andere Projekte für die Schüler organisiert werden können. "Im Herbst beispielsweise kommt das Theater", erzählt Sanja Thoma, "und darauf freuen sich die Schallstadter Schüler immer sehr."
Autor: Tina Lindemann
