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25. Oktober 2011

Gaudi beim Musik-Stadl

Der Musikverein Mengen lud zum fröhlichen badisch-bayrischen Abend in die Festhalle ein.

  1. Der Musikverein Mengen hatte dem Anlass entsprechend zünftige Kleidung angelegt.

  2. Sven und Silvia führten durchs Programm. Foto: Hans  Jürgen Kugler

SCHALLSTADT-MENGEN. O'zapft is! In München mag das Oktoberfest schon vorbei sein, in Mengen geht die Gaudi erst richtig los. Am Samstag veranstaltete der Musikverein Mengen in der Mengener Festhalle mit dem Musik-Stadl einen fröhlichen badisch-bayrischen Abend mit volkstümlicher Blasmusik.

Schon der Tischschmuck zeigte sich mit einträchtig vereinten badischen und bayrischen Fähnchen länderübergreifend. Auch die Speisekarte stand ganz im Zeichen der Völkerverständigung. Neben den bekannten – und vorzüglichen – Schäufele mit Kartoffelsalat gab es auch so exotische Gerichte wie Weißwürste mit süßem Senf zu kosten.

Dirigent Martin Schmidt und seine Musikerinnen und Musiker hatten sich in Lederhosen und Dirndl zünftig in Schale geworfen und ließen vom Coburger Marsch, dem Münchner Kindl-Walzer, dem Bayerischen Defiliermarsch, den Holzhacker-Buam und der beliebten Amboss-Polka keinen der blau-weißen Evergreens aus. Durch das Programm führten die kesse Silvia und ein junger Mann mit dem urbayerischen Namen Sven, die ihre Gäste zuweilen auch mit bajuwarisch-zünftigen Scherzen der etwas derberen Art unterhielten.

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Der Vorsitzende des Musikvereins Mengen, Thomas Bockstahler, ließ Gäste und anwesende Prominenz zu einigen kurzweiligen Spielen gegeneinander antreten. Findige Köpfe waren beim "Wies’n-Lexikon" gefragt, wo es galt, für typisch bayrische Begriffe eine allgemein verständliche Übersetzung zu finden. Den "Oachkatzelschwoaf" führte Thomas Bockstahler dabei als beliebtes Beispiel aus der bayrischen Sprache an, um zu zeigen, dass Nichtbayern der bayrischen Sprache nicht mächtig sein können. Aber auch Begriffe wie "Diridari", "Millibitschi" oder "Blembe" fanden nicht auf Anhieb eine hochdeutsche Entsprechung.

In der Disziplin Brezelwerfen musste sich Bürgermeister Jörg Czybulka der Aufgabe stellen, möglichst viele davon in seiner Dirndlschürze aufzufangen. Beim Präzisionssägen sollten zwei Teams in kürzester Zeit ein Aststück von exakt definierter Länge abschneiden, wobei die "Madel" mit 23,6 Zentimetern den geforderten 22,2 Zentimetern am nächsten kamen. Auch das musikalische Programm stellte mit der Scherzpolka für Dirigent und Musiker eine Herausforderung dar, da einige Unstimmigkeiten im Ablauf den geforderten Zweivierteltakt doch merkbar gezielt unterliefen.

Beim Badnerlied dagegen blieb man ganz taktvoll im Takt und überließ es dem begeisterten Publikum, eifrig die badischen Fähnchen zu schwenken. Zum Abschluss des geselligen Abends unterhielt Lore Lodholz mit dem Akkordeon die Gäste.

Ehrungen: Mit dem bronzenen Leistungsabzeichen wurden ausgezeichnet Andrea Engler, Carla Elmlinger und Linda Elmlinger. Die silberne Ehrennadel überreichte der Präsident des Blasmusikverbandes Kaiserstuhl-Tuniberg, Georg Opitz, für 15 Jahre Tätigkeit als Rechnerin an Gabriele Lai.





Autor: Hans Jürgen Kugler