Gewaltausbruch im Regionalzug

Toni Nachbar

Von Toni Nachbar

So, 02. September 2018

Schallstadt

Der Sonntag Polizei ermittelt weiter wegen Prügelei zwischen Freiburg und Basel.

Die Massenschlägerei im Regionalzug zwischen Freiburg und Basel in der Nacht von Samstag auf Sonntag vor einer Woche beschäftigt weiterhin die Bundespolizei. "Noch haben wir kein komplettes Bild des Vorfalls, die Vernehmungen der Beteiligten sowie der Zeugen dauern an", sagte Bundespolizei-Sprecherin Carolin Dittrich.

Für Aufsehen weit über Südbaden hinaus hatte die Meldung gesorgt, wonach es im besagten Regionalzug am frühen Sonntagmorgen zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen gekommen war. Laut Polizei wurden in deren Verlauf eine Eisenstange und
ein Gürtel als Schlagwaffen eingesetzt. Für zwei Kontrahenten soll die Schlägerei blutig geendet haben, einer trug einen Nasenbeinbruch, der andere eine Kopfverletzung davon.

Nach bisherigen Angaben der polizeilichen Ermittler gerieten unmittelbar nach Abfahrt des Zuges im Freiburger Hauptbahnhof die beiden Gruppen, drei deutsche sowie drei afghanische Staatsangehörige, in Streit. Weitere Personen hätten Partei ergriffen für die eine oder
andere Gruppe. Teilweise sollen laut Zeugen bis zu 20 Personen an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein. Eine fremdenfeindliche Ursache für den Streit schließt Polizeisprecherin Dittrich aus: "Aus all dem, was wir bisher wissen, gibt es dafür keinen Anhaltspunkt."

Fest steht jedoch für die Polizei, dass sich die gewalttätige Auseinandersetzung über mehrere Wagen des Zuges hinzog. Mehrere Fahrgäste hätten über Notruf die Polizei verständigt. Zudem betätigte ein Fahrgast am Bahnhof Schallstadt die Notbremse. "Aus Angst vor der Eskalation versteckten sich Reisende unter den Sitzen", heißt es in einer Polizei-Mitteilung.

Einige Tatverdächtige flüchteten am Bahnhof Schallstadt noch vor Eintreffen der Landes- und Bundespolizei mit insgesamt sieben Streifen. Der Regionalzug hatte aufgrund des Vorfalls 70 Minuten Verspätung. TN