Polizeieinsatz

Gruppenschlägerei in der Regionalbahn zwischen Freiburg und Basel

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 27. August 2018 um 11:34 Uhr

Freiburg

Brutal soll es laut Bundespolizei bei einer Schlägerei in der Regionalbahn zwischen Freiburg und Basel zugegangen sein: Bis zu 20 Menschen prügelten sich über mehrere Wagen hinweg, zwei Männer wurden verletzt.

Die Prügelei brach am frühen Sonntagmorgen im RE 17011 von Freiburg nach Basel aus. Der Zug hatte den Freiburger Hauptbahnhof um 1.32 Uhr verlassen, als es wenige Minuten später zu dem laut Bundespolizei "handfesten Streit" zwischen mehreren Personen kam, an dem laut Zeugenaussagen bis zu 20 Personen beteiligt gewesen sein sollen.

Beteiligte sollen mit Eisenstange und Gürtel durch den Zug gezogen sein

Zwei Gruppen von jeweils drei Personen waren aus bisher noch nicht bekannter Ursache in Streit geraten, weitere Reisende hätten Partei ergriffen und sich eingemischt. "Was genau den Anfang gemacht hat, ist noch nicht geklärt", sagt Carolin Dittrich von der Bundespolizei in Weil. Fest stünde nur, dass einige der Beteiligten alkoholisiert gewesen seien.

Über mehrere Wagen des Zuges sei es zwischen den Beteiligten zu gegenseitigen Körperverletzungen gekommen, dabei wurden nach Angaben der Bundespolizei auch eine Eisenstange und ein Gürtel als Schlagwaffen eingesetzt. Für zwei Beteiligte endete die Auseinandersetzung blutig, einer trug einen Nasenbeinbruch davon.

Sieben Polizeistreifen rückten nach Schallstadt aus

Mehrere Fahrgäste riefen über Notruf die Polizei, aus Angst vor der Eskalation versteckten sich Reisende unten den Sitzen. Zudem betätigte ein Fahrgast am Bahnhof Schallstadt die Notbremse. Dort flüchteten einige der Tatverdächtige noch vor dem Eintreffen der Polizei.

Landes- und Bundespolizei waren mit insgesamt sieben Streifen sowie einem Diensthund vor Ort. Auch ein Rettungswagen war im Einsatz. Die beiden verletzten Personen mussten in einer Klinik ärztlich versorgt werden. Der Regionalzug hatte aufgrund des Vorfalls 70 Minuten Verspätung.

Die Ermittlungen der Bundespolizei laufen. "Wir haben in der Nacht noch einige Zeugen befragt", so Dittrich. Weitere Zeugen und mögliche Geschädigte werden gebeten, sich zu melden.
Die Bundespolizei bittet weitere mögliche Geschädigte und Zeugen des Vorfalls, sich bei der Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein unter 07628/80590 zu melden.