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11. Januar 2011

Das Wunder findet nicht statt

KKSV Heitersheim steigt aus der Luftgewehr-Regionalliga ab.

  1. Larissa Hege erzielte den Ehrenpunkt für Heitersheim. Foto: Sabine Model

LUFTGEWEHRSCHIESSEN (hsc). Der KKSV Heitershheim bekam Lob von allen Seiten – für die tolle Schießhalle, die professionelle Organisation, das hervorragende Publikum, eine perfekte Darstellung – der Verein konnte stolz sein auf seinen Heimkampf. In sportlicher Hinsicht aber blieb das erhoffte "Wunder von Heitersheim aus" – die sich heftig wehrenden Gastgeber sind, wie gemeldet, nach einer 1:4-Niederlage gegen den Meister SV Schopp aus der Luftgewehr-Regionalliga abgestiegen.

Damit ist das Gastspiel der Heitersheimer in der zweithöchsten Liga Deutschlands bereits nach einer Saison wieder beendet. "Die Mannschaft hat alles gegeben und den Zuschauern eine tolle Werbung für unseren Sport geliefert", erklärte Trainer Hariolf Schmid, der seinen Schützen nichts vorzuwerfen hatte. Für die Zuschauer wurde in der proppenvollen Halle eine sehenswerte Show geboten. Sie konnten jeden Schuss zeitgleich auf Großbildleinwänden verfolgen und waren dadurch jederzeit über den Stand des Kampfs informiert.

Gegen Schopp, das mit WM- und EM-Teilnehmern sowie ehemaligen und amtierenden deutschen Meistern antrat, lieferten die Heitersheimer eine ihrer besten Leistungen der Saison ab, obwohl es nur zu einem Punkt gegen den übermächtigen Gegner reichte. Das Konzept der Heitersheimer ist ein anderes als das des Meisters. Sie bauten mit Larissa Hege, Michaela Schmid und Ana Spajic auf drei Schützen, die ihre gesamte Laufbahn beim KKSV verbracht haben und mit Susanne Schladebach auf eine Schützin, die seit mehr als einem Jahrzehnt beim KKSV ist. Auch Stefan Frey ist mittlerweile bereits seit drei Jahren KKSVler.

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Das klare Endergebnis von 1:4 spiegelt den Verlauf des Wettkampfs nicht ganz wider, denn Larissa Hege und vor allem Michaela Schmid begannen mit 98 beziehungsweise 99 Ringen ganz stark und setzten ihre Gegner unter Druck. Dies schien jedoch die Polizeieuropameisterin, die gegen Hege schoss, mehr zu beeindrucken als Gianna Fiola, die Gegnerin von Schmid. Fiola schoss danach 25 Zehner hintereinander. Schmid konnte nicht mehr kontern und musste die Pfälzerin ziehen lassen, obwohl sie selbst mit 383 Ringen ihr bestes Saisonergebnis ablieferte.

Hege dagegen hielt ihr Niveau bei, schoss schneller als ihre Gegnerin und legte mit 388 Ringen das beste Ergebnis der Heitersheimer vor. Das war selbst für ihre erfahrene Kontrahentin zu viel, so dass diese mit zwei Neunern ausschoss und Hege und den Heitersheimern den Ehrenpunkt zusprach.

Bereits früh mussten Spajic, Frey und Schladebach einsehen, dass gegen ihre Gegner kein Kraut gewachsen war. Sie schossen zwar im Rahmen ihrer Möglichkeiten, konnten ihre direkten Kontrahenten jedoch zu keiner Zeit in Gefahr bringen. So sammelten die Heitersheimer zwar wieder viel Erfahrung – aber nicht die nötigen Punkte zum Klassenerhalt.

Hariolf Schmid kündigte an, dass die Mannschaft, zu der auch Fabienne Füglister, Claudia Lietz und Matthias Schmid gehören, geschlossen zusammenbleibt und in der kommenden Saison den Wiederaufstieg in Angriff nehmen will.

Bereits am Morgen unterlag der zweite südbadische Vertreter Brigachtal 2:3 gegen Marbach, was für die Brigachtäler bedeutet, dass sie sich in der Relegation mit den Verbandsligameistern bewähren müssen, um nicht ebenfalls abzusteigen.

Autor: bz