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26. Juni 2012 00:02 Uhr
Prozess in München
Schlaftabletten für Breno? FC Bayern dementiert
Hat der Fußballer Breno von seinem Verein, dem FC Bayern München, schwere Schlafmittel erhalten? Das hat sein Manager vor Gericht behauptet. Der Klub weist die Vorwürfe zurück.
Stand der FC-Bayern-Profi Breno nicht nur unter Alkohol-, sondern auch unter Medikamenteneinfluss, als in der Nacht auf den 20. September 2011 seine Villa in Grünwald bei München bis auf die Grundmauer abbrannte? Das legt die Aussage seines brasilianischen Managers und Betreuers nahe. Der 22-jährige Breno muss sich vor dem Münchner Landgericht verantworten, die Anklage wirft ihm schwere Brandstiftung vor.
Dem Manager zufolge habe Breno "freien Zugang zu den Medikamenten" beim FC Bayern gehabt. Er habe regelmäßig ein Schlafmittel genommen. Der Manager will Breno gewarnt haben: "Dieses Medikament schafft Abhängigkeiten." Der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München hat die Vorwürfe am Montagabend zurückgewiesen. "Diese Aussagen entbehren jeglicher Grundlage. Grundsätzlich gibt es beim FC Bayern keine Schlafmittel", erklärte Sportdirektor Christian Nerlinger. Auch könnten Spieler stets nur auf Anordnung der medizinischen Abteilung Medikamente beim Verein erhalten.
Der 31-jährige Manager trank am Brandabend gemeinsam mit Breno. Zum Mittagessen habe der Fußballer zwei bis drei Bier getrunken, am Nachmittag fast einen ganzen Liter Portwein und zum Abendessen mehr als einen halben Liter Whiskey. Dann habe er seine Tablette eingenommen. Ein Polizist maß am Brandort Brenos Atemalkohol. Der Wert sei für einen Profifußballer dieses Körperbaus "bemerkenswert" hoch gewesen. Zudem habe Breno normal gehen können. Dies spreche für "eine gewisse Gewöhnung an Alkohol".
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Autor: guy/dpa



