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07. Januar 2017

Bäuerlicher Naturschutz

DVL-Vorsitzender in Schönau .

SCHÖNAU (BZ). Der Erhalt der Kulturlandschaft des Schwarzwaldes kann ohne die Arbeit der Landwirte nicht gelingen. Die Weidehaltung auf Grenzertragsstandorten müsse besser entlohnt werden, fordert Josef Göppel, Vorsitzender des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege (DVL). Ohne Förderung sei eine Tierhaltung in den Steillagen der Mittelgebirge und des Alpenvorlandes kaum wirtschaftlich. Den Beitrag von Landwirten zum Naturschutz sieht Göppel als ebenso wertvoll wie anspruchsvoll an. Dies müsse stärker anerkannt werden. Am Donnerstag, 12. Januar, spricht Göppel um 19 Uhr im Gasthof "Vier Löwen" in Schönau zum Thema: "Bäuerlicher Naturschutz muss sich lohnen". Der 66-jährige Bayer ist gelernter Förster und gilt als das "grüne Gewissen" der Union. Der CSU-Politiker sitzt seit 2002 im Bundestag.

Der DVL ist Dachverband der Landschaftspflegeorganisationen in Deutschland und sieht sich als gleichberechtigten und freiwilligen Zusammenschluss von Vertretern der Land- und Forstwirtschaft, des Naturschutzes und der Politik. Göppel setzt sich mit dem DVL dafür ein, die Nutzung und Wertschöpfung der Kulturlandschaft mit dem Erhalt von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen zu verbinden. Daher dürften seine Einschätzungen auch mit Blick auf das Biosphärengebiet Schwarzwald interessant sein.

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Die Veranstaltung wird gemeinsam vom CDU-Bundestagsabgeordneten Armin Schuster und dem Kreisverband des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes (BLHV) ausgerichtet. Sie ist öffentlich. Zuvor findet um 18.15 Uhr ein Hofbesuch bei Landwirt Manfred Knobel in Aitern statt, um sich über die praktischen Probleme der Landwirtschaft in den Höhenlagen des Schwarzwaldes zu informieren.

Autor: bz