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18. Oktober 2015 17:20 Uhr

Schönau

EWS-Gründerehepaar Sladek gewinnt Innovationspreis

Sie gelten als Pioniere der Energiewende: Das Ehepaar Ursula und Michael Sladek, Gründer des Elektrizitätswerke Schönau, ist mit dem Innovationspreis ausgezeichnet worden.

  1. Das Ehepaar Sladek in Baden-Baden Foto: IWF Baden-Baden (Klaus Schultes)

Erfolgreiche Unternehmer mit Pioniergeist und kreativ Schaffende aus der Kulturszene wurden am Freitag bei der Gala des Internationalen Wirtschaftsforums in Baden-Baden geehrt, darunter Michael und Ursula Sladek, die mit dem Innovationspreis ausgezeichnet wurden. In einer Videobotschaft würdigte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Schönauer als "wahren Pioniere der Energiewende".

" Jeder hat Potenzial für Energie und Strom"

Preisträger Michael Sladek
Die Sladeks seien die "ungewöhnlichsten Stromerzeuger" des Landes und die "mit den weit reichendsten Zielen". Der Weg der Bürgerinitiative, lange vor Fukushima, sei steinig gewesen, verkrustete Monopolstrukturen hätten aufgebrochen werden müssen. Der Regierungschef ("eine sehr gute Wahl") bescheinigte dem Ehepaar Sladek vorbildliches bürgerschaftliches Engagement. "Sie haben Großartiges für den Schwarzwald, Baden-Württemberg und ganz Deutschland geleistet", lobte Kretschmann.

Auch Klimaflüchtlinge werden auf uns zukommen. Michael Sladek

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Ursula Sladek ("mein Herz klopft richtig") forderte in ihrer Dankesrede "Jeden auf", bei der Energiewende mitzumachen. Michael Sladek ("in jedem von uns steckt ein Rebell") prophezeite, dass auf Deutschland in Zukunft neben den Kriegsflüchtlingen "auch Klimaflüchtlinge auf uns zukommen werden".

In der Forums-Diskussion zum Thema Energiewende reklamierte Sladek diverse "Handlungsblockaden". Es fehle an Strukturen. "Jeder hat Potenzial für Energie und Strom", sagte Sladek und verwies auf Sonne, Wind und Wasser, die es überall gibt. 60 Prozent der Erneuerbaren seien in Bürgerhand. Er äußerte sich kritisch zum großen Subventionsprogramm der Bundesregierung für die großen Energie-Unternehmen ("die haben die Energiewende verschlafen") und zu vielen Befreiungen von der EEG-Umlage, beispielsweise für Golfplätze.

Alle Welt schaue auf Deutschland

Aus Sicht der Unternehmerin Lencke Steiner (FDP) wird die Energiewende durch "planwirtschaftliche Ansätze" blockiert. Felix Finkbeiner sagte, alle Welt schaue auf Deutschland, ob hier die Energiewende gelingt. "Wenn wir dies nicht schaffen, wird es kein anderes Land versuchen". Michael Sladek antwortete auf die Frage von Schirmherrin Marie-Luise Marjan ("Willst Du ein Kind von mir?") spontan mit "Ja" und hat nun auch ein Patenkind in einem der ärmsten Länder der Welt. Michael Sladek darauf schlagfertig: "Ich habe ein Kind gekriegt. So schnell ist es noch nie gegangen."

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Autor: BZ