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04. Februar 2016

Flächenermittlung soll besser werden

Alljährliche Bezirksversammlung des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes (BLHV) in Utzenfeld .

  1. Versammlung des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes in Utzenfeld: Von links Geschäftsführer Albert Zimmermann, CDU-Bundestagsabgeordneter Armin Schuster, Kreisvorsitzender Heinz Kaufmann und die Vizevorsitzenden Werner Kuttler und Martin Pfefferle. Foto: Gerhard Wiezel

UTZENFELD. Alljährlich hält der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV)an einem Samstagvormittag Ende Januar eine Bezirksversammlung im Gasthaus "Eiche" in Utzenfeld ab, so auch heuer wieder. Der Saal war bei der Veranstaltung wieder proppenvoll. Landwirte aus dem Oberen Wiesental, Kleinen Wiesental und aus Gersbach nahmen teil.

Kreisvorsitzender Heinz Kaufmann aus Efringen-Kirchen ließ in seinem Rückblick Wichtiges Revue passieren wie die Kreisrundfahrt mit Landrätin Marion Dammann und dem Besuch auf Betrieben mit Milcherzeugung und Obstanbau. Info-Stände auf der Regio-Messe und der Baden-Messe seien gute Werbeträger für den Berufsstand des Landwirts gewesen.

Kaufmann lobte die Aktion des Naturparks Südschwarzwald mit dem beliebten "Brunch auf dem Bauernhof", der mit Unterstützung des BLHV und anderer berufsständigen Organisationen ein wahrer Besuchermagnet ist und den Besuchern gute Einblicke in das bäuerliche Leben gibt. Im Anschluss hielt Bundestagsabgeordneter Armin Schuster (CDU) ein Kurzreferat und ging auf die aktuelle Bundespolitik ein, so auch auf die Flüchtlingspolitik und zeigte sich im Wesentlichen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel solidarisch. Es liege ihm auch am Herzen, wie es den Landwirten gehe, sagte Schuster. Dabei könne das neue Biosphärengebiet für die Landwirte und die strukturelle Entwicklung gute Chancen bieten, man müsse die Fördermöglichkeiten nur nutzen. Bei Problemen könne man sich gerne an ihn wenden.

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BLHV-Bezirksgeschäftsführer Albert Zimmermann bot den Landwirten die fachliche Hilfe des Verbandes an. Er wies auf Änderungen in der Wildschadensregulierung hin. Direkter Ansprechpartner ist jetzt immer der Jagdpächter. Es bestehe zwar die Pflicht zum Schadensersatz, aber eine Fristenregelung gebe es dazu nicht. Der Fachberater für Erzeugung und Verbrauch, Rolf Hess, vertrat das Landratsamt Lörrach als zuständige Fachbehörde. Für den neuen gemeinsamen Antrag für Ausgleichs- und Fördergelder werden wieder extra Info-Veranstaltungen stattfinden, so auch in der Utzenfelder Gemeindehalle.

Erwähnt wurde in der Versammlung auch die gute Weideberatung von Dr. Diethild Wanke, welche bei den Landwirten der Bergweiden gerne in Anspruch genommen wird.

Bei der anschließenden Diskussionsrunde wurde das Kontrollverfahren moniert. Hier ergäben sich oft Flächendifferenzen im Prüfverfahren, die nicht nachvollziehbar und zum Schaden der betreffenden Landwirte seien. Mit genaueren Verfahren der Messtechnik, welche auch den Landwirten grafisch übers Internet zur Verfügung gestellt werden (GPS), lassen sich diese Probleme in Zukunft ausschalten, so Fachberater Hess.

Auch Probleme durch Schäden von Schwarzwild, die ihren Ursprung im neuen Jagdrecht haben sollen, wurden angesprochen. Ein anwesender Jagdpächter gab über die rechtliche Situation Auskunft.

Autor: Gerhard Wiezel