Gebühren halten sich die Waage

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Von jabe & BZ-Redaktion

Mi, 06. Dezember 2017

Schönau

Neue Wasserpreise in Schönau.

SCHÖNAU (jabe). Das Trinkwasser in Schönau wird nächstes Jahr billiger: Statt bisher 1,86 Euro muss künftig nur noch 1,51 Euro pro Kubikmeter gezahlt werden. Die Abwassergebühren steigen derweil von 3,10 auf 3,40 Euro je Kubikmeter. Für Niederschlagswasser sind künftig 0,51 Euro je Grundstücksquadratmeter fällig (Vorjahr: 0,75). Der Gemeinderat stimmte den neuen Gebührensätzen mehrheitlich zu. Zuvor galt es, die Jahresabrechnung 2016 zu billigen. Für Stirnrunzeln bei Mechthild Münzer (CDU) sorgte dabei der "rechnerische Wasserverlust" von 22 052 Kubikmetern. Dass dieser Verlust den Vornamen "rechnerisch" trägt, wie Bürgermeister Peter Schelshorn kurz erklärte, mochte Münzer nicht recht zufrieden zustellen. Tatsächlich fehlt das Wasser ja nicht nur auf dem Papier. Hinter dem Begriff verbirgt sich die Differenz zwischen dem, was die Stadt aus dem Tiefbrunnen schöpft und bereitstellt (151 700 Kubikmeter) und dem, was sie an die Haushalte ausliefert und abrechnet (129 600).

Gut 22 000 Kubikmeter flossen weg, ohne dass man genau sagen könnte wo und wie viel, sagte Bauamtsleiter Klaus Steinebrunner. Ein Wasserrohrbruch könne beteiligt sein; daneben gebe es etwa auch Wasser für Brunnen im Städtchen, bei Feuerwehreinsätzen und -übungen oder durch Verdampfung. Diese Mengen müssten mitbezahlt werden.

Asylunterkunft:
Nachdem die Gemeinschaftsunterkunft im Brand 34 geschlossen hat, will die Stadt ihr Gebäude sanieren und als Sozialwohnungen vermieten. Dazu soll das Objekt aus dem städtischen Haushalt herausgelöst und dem Eigenbetrieb Städtischer Wohnbau übertragen werden – schließlich, so Kämmerer Jürgen Stähle im Gemeinderat, sei diese für sozial verantwortbare Wohnraumversorgung zuständig. Das Stammkapital des Eigenbetriebes wird um 100 000 Euro erhöht, für den Rest der Sanierungskosten gibt die Stadt 360 000 Euro Kredit.