Kohlendioxid-Abgabe überzeugt Abgeordnete

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 07. April 2017

Schönau

Die Bundestagsabgeordneten Schuster und Jung informieren sich bei der EWS in Schönau über die Idee eines neuen Vereins.

SCHÖNAU (BZ). Vor wenigen Tagen waren die CDU-Bundestagsabgeordneten Andreas Jung und Armin Schuster zu Besuch bei der EWS (Elektrizitätswerke Schönau), um sich über das Unternehmen und seine Aktivitäten zu informieren. An dem Treffen nahmen auch Bürgermeister Peter Schelshorn, CDU-Kreisgeschäftsführer Richard Renz und CDU-Ortsvereinsvorsitzender Alexander Knobel teil.

Erste Kontakte zu Andreas Jung hatte es von Seiten der EWS gegeben, als Jung mit Minister Untersteller in Stuttgart die auf Initiative der EWS gesammelten 65 000 Unterschriften in Empfang genommen hatte. Sie forderten die Abschaltung des AKW Fessenheim im neuen Koalitionsvertrag. Durch die Verbindung von Andreas Jung zu Josef Göppel (CSU), der im Februar dieses Jahres zu Besuch bei der EWS gewesen war, hatte sich dann in der Folge der Besuch von Andreas Jung in Schönau ergeben. Armin Schuster stellte fest, dass es wünschenswert sei, der EWS als einer Bürgergenossenschaft zu noch mehr Aufmerksamkeit und Attraktivität zu verhelfen. Das könne zum Beispiel im Zusammenhang mit dem neuen Biosphärengebiet geschehen. Michael Sladek, Initiator der Schönauer Energie-Initiativen und EWS-Mitgründer, griff diesen Hinweis auf und berichtete, dass Gespräche mit dem Geschäftsführer des Biosphärengebiets geführt werden, um ein Förderprojekt zu realisieren. Alexander Sladek hob hervor, dass die EWS eine Genossenschaft sind, die sich im Eigentum ihrer rund 5000 Mitglieder befindet, die der Genossenschaft ein Kapital von knapp 40 Millionen Euro zur Verfügung gestellt haben. Detailliert ging Vorstand Alexander Sladek auf den neuen Windpark Rohrenkopf, den Solarpark in Herten und die Projekte im Bereich der Nahwärme ein. Michael Sladek stellte den Förderverein FuSS und dessen Aktivitäten vor. Dabei ging Sladek auf die Problematik von Energie-Konzessionsvergaben ein, bei denen die Kommunen durch ein "kartellrechtliches Regime" in der Wahrnehmung ihrer Interessen für die Daseinsvorsorge behindert werden. Bei der von Sladek geforderten Neufassung des Energie-Wirtschaftsgesetzes wie den Aktivitäten für einen Vereins für eine Kohlendioxid-Abgabe fand er bei Jung Zustimmung. Der Vorschlag, alle Umlagen abzuschaffen und durch eine einzige Kohlendioxid-Abgabe zu ersetzen, fand großen Anklang.